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Fall Csatary: Ungarn ermittelt gegen "Unbekannt"

17.07.2012 | 08:42 |   (DiePresse.com)

Ermittlungen gegen den in Ungarn aufgespürten mutmaßlichen Nazi-Kriegsverbrecher sind laut der Budapester Staatsanwaltschaft schwierig. Die ihm zur Last gelegten Verbrechen lägen 68 Jahre zurück.

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Der mutmaßliche Kriegsverbrecher Laszlo Csatary, der nach Angaben des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Budapest lebt, muss wohl nicht mit einer raschen Festnahme rechnen. Die Budapester Staatsanwaltschaft erklärte am Montagabend laut ungarischer Nachrichtenagentur MTI, sie ermittle seit geraumer Zeit "gegen Unbekannt". Die Identität des Mannes wollte sie weder bestätigen noch dementieren.

Für dieses Vorgehen muss sich Ungarn harte Kritik gefallen lassen - denn die Behörden wurden bereits im Vorjahr vom Wiesenthal-Zentrum über Csatarys Aufenthalt in Ungarn informiert. Immerhin soll dieser 17 Jahre lang unbehelligt in Budapest - davor in Kanada - unter seinem richtigen Namen gelebt haben. Die "Nazijäger" fordern nun, Csatary für seine Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen.

Auch die französische Regierung forderte die ungarischen Behörden am Montag auf, dem mutmaßlichen Nazi-Kriegsverbrecher den Prozess zu machen. "Die Nazi-Verbrechen verjähren nicht", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Paris am Montag.

"Keine neuen Informationen"

Die britische Zeitung "Sun" habe in ihrem jüngsten Bericht über Csatary hierzu "keine neuen Informationen" geliefert, konterte die Staatsanwaltschaft in Budapest. Die Ermittlungen seien "sehr schwierig", weil es um Vorgänge gehe, die mehr als ein halbes Jahrhundert zurücklägen. Zudem hätten sie sich an einem Ort abgespielt, der heute auf dem Territorium eines anderen Staates liege.

Csatary soll als Polizeichef von Kosice im ungarisch besetzten Teil der Slowakei in den Jahren 1941 und 1944 eine wichtige Rolle bei der Deportation von 16.000 Juden gespielt haben. 

Jahrelange Flucht: Die letzten Nazi-Verbrecher

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(APA/dpa)

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10 Kommentare
Gast: Peter Tromanta
17.07.2012 16:15
2 0

"mutmaßlicher Kriegsverbrecher" ?

Der Mann ist rechtskräftig verurteilt, da gibt es kein "mutmaßlich" und keine Unschuldsvermutung.

Gast: Jan Mikuly
17.07.2012 16:14
0 10

Ab in die Tschechische Republik oder die Slowakei,

verurteilt ist er dort schliesslich schon.

Antworten Gast: konec
18.07.2012 08:19
15 0

Re: Ab in die Tschechische Republik oder die Slowakei,

Wieso denn? Dort sind ja die Nachkriegsmörder per Gesetz geschützt!? Ach so, nur die tschechischen Verbrecher sind dort geschützt!

Antworten Gast: konec
18.07.2012 07:35
5 0

Re: Ab in die Tschechische Republik oder die Slowakei,

Wieso denn? Dort sind ja die Nachkriegsmörder per Gesetz geschützt!? Ach so, nur die tschechischen Verbrecher sind dort geschützt!

Antworten Antworten Gast: honza-neu
18.07.2012 08:43
0 16

Re: Re: Ab in die Tschechische Republik oder die Slowakei,

Sie mit Ihrem notorischen Tschechenhass ! Wird langsam Zeit auch die sudetendeutschen Verbrechen an den Tschechen aufzuarbeiten und vor allem das Versagen der Justiz bei der Verfolgung derselben. Dann können Sie "Lehrmeistern" !
Die Dekrete sind ein sog. totes Recht, dass heute nicht mehr angewendet wird. Und wenn es Gründe und Beweise gibt, steht es jedem ein Verfahren zu eröffnen. Egal wo.
Und verschonen Sie uns mit Märchen von unterdrückten und unschuldigen Sudetendeutschen !

Antworten Antworten Antworten Gast: konec
20.07.2012 08:37
11 0

Re: Re: Re: Ab in die Tschechische Republik oder die Slowakei,

Bitte nennen Sie mir konkrete Daten (Orte und Zeit), wo Verbrechen der Sudetendeutschen an Tschechen dokumentiert sind. Umgekehrt gibt es genug, wie z.B. Brünner Todesmarsch, das Massaker von Aussig, Postelberg,....! Was Sie als Märchen einstufen (Diskriminierung der Sudetendeutschen), haben sogar die Engländer und Franzosen bestätigt und für eine Abtrennung dieser Gebiete votiert!

Antworten Antworten Antworten Gast: schöne moral
20.07.2012 07:38
12 0

Re: Re: Re: Ab in die Tschechische Republik oder die Slowakei,

In Tschechien bekommt zur Zeit Milos Zeman sehr viele Stimmen für die Präsidentschaftskandidatur. Ein Mann, der vor einiger Zeit für seine faschistoiden Rülpser Empörung in Europa hervorrief, nämlich als er den Israelis riet, mit den Palästinensern dasselbe zu machen (nämlich Völkermord), was die Tschechen mit der deutschsprachigen Minderheit verbrochen haben! Das sind ja schöne Aussichten für ein neues Europa!

Antworten Antworten Antworten Gast: vlk
19.07.2012 08:16
14 0

Re: Re: Re: Ab in die Tschechische Republik oder die Slowakei,

Eure Geschichtsinterpretation ist ja hinlänglich bekannt. In Tschechien scheint sich niemand für die Nachkriegsverbrechen zu schämen oder auch dafür, dass ein Drittel des Landes Raubgut ist. Ich würde mich zu Tode schämen, in einem gestohlenen Haus zu wohnen, wenn ich wüßte, dass die eigentlichen Eigentümer brutal vertrieben und beraubt oder gar getötet wurden. Eure hilflosen Argumente sind immer wieder "Revanchismus, Lehrmeistern oder Sudetenpropaganda"! Es wird sicherlich einige einzelne Übergriffe (aus Rache) von Sudetendeutschen gegeben haben, aber größere Verbrechen, Vertreibungen oder Massenmorde (wie von den Tschechen ) hat es keine gegeben! Den Tschechen ging es während des 2. Weltkrieges so ziemlich am Besten von allen Europäern. Zitat von Churchil:" Die Tschechen sind gemütlich durch den 2. WK spaziert, nachher haben sie sich wie die größten Banditen verhalten!" Bringt endlich einmal den Mut auf, ehrlich eure Geschichte aufzuarbeiten, anstatt einem Schwerverbrecher wie Benes Denkmäler aufzustellen!

Gast: Leser
17.07.2012 15:44
5 0

Wer braucht wieder Geld?

Hamma die Ungarn noch nicht abkassiert?
Ach so.

Antworten Gast: nna
17.07.2012 16:13
2 0

Die Ungarn brauchen Geld, und zwar Milliarden

und werden uns demnächst abkassieren. So schaut's aus.