Der Iran hat nach eigenen Angaben Gespräche mit den Regimegegnern in Syrien geführt. "Der Iran hatte Kontakte mit der syrischen Opposition", sagte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums am Dienstag in Teheran, ohne Details zu nennen. Zugleich bekräftigte er die Bereitschaft des Irans, in dem blutigen Konflikt als Vermittler und Gastgeber für Friedensgespräche zu fungieren. Die Anliegen der syrischen Opposition sollten in angemessener Atmosphäre und ohne die Einmischung fremder Länder angeschnitten werden können.
Der Iran hatte sich bereits am Sonntag als Vermittler ins Gespräch gebracht. Das Land unterstützt den Friedensplan von Syrien-Sondervermittler Kofi Annan aber nur unter der Bedingung, dass Präsident Bashar al-Assad an der Macht bleibt.
Opposition für friedlichen Machtwechsel
Eine Gruppe syrischer Diplomaten hat sich nach Angaben der Opposition indes für einen friedlichen Machtwechsel in Damaskus ausgesprochen. Eine entsprechende Erklärung im Namen einer Gruppe, die sich "Syrische Diplomaten für den zivilen demokratischen Staat" nennt, wurde am Dienstag auf der Website "All4Syria" veröffentlicht. Darin heißt es: "Wir lehnen jede Form von ausländischer Militärintervention in Syrien ab, egal unter welchem Vorwand."
Die Gruppe betont ihre Unterstützung für die Revolution und fordert das Regime auf, sein Scheitern einzugestehen. Die Mitglieder der Gruppe, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben wollten, forderten ihre Kollegen im Außenministerium auf, sich ihnen anzuschließen.
(APA/dpa)
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