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Israels Koalition zerbricht

17.07.2012 | 18:20 |   (DiePresse.com)

Nach einem Streit über die Wehrpflicht für Ultraorthodoxe verlässt die Kadima-Partei die große Koalition.

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Nur zwei Monate nach der Bildung einer großen Koalition in Israel scheidet die Kadima-Partei wieder aus der Regierung aus. Die größte Fraktion im Parlament stimmte am Dienstag nach Rundfunkangaben dafür, die Koalition mit dem rechtsorientierten Likud zu verlassen.

Die Regierungskoalition von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird durch das Ausscheiden deutlich geschwächt, verliert aber nicht die Mehrheit im Parlament - sie verfügt auch ohne Kadima über 66 von 120 Sitzen. Die für Herbst kommenden Jahres angesetzten Parlamentswahlen könnten nun allerdings vorgezogen werden. Kadima stellt mit 28 Abgeordneten die größte Fraktion im Parlament.

Streit um die Wehrpflicht

Hintergrund des Ausscheidens sind gescheiterte Verhandlungen über eine neue Verteilung der Wehrpflicht. Kadima-Parteichef Shaul Mofaz hatte bereits angekündigt, er werde nicht in der Regierung bleiben, sollten Empfehlungen für die Aufnahme strengreligiöser Männer in die Armee nicht umgesetzt werden.

Israels Höchstes Gericht hatte sich im Februar in einer historischen Entscheidung gegen eine Freistellung tiefreligiöser Juden vom Militärdienst ausgesprochen. Das Gesetz müsse bis August geändert werden. Netanjahus Likud hat sich grundsätzlich dafür ausgesprochen, alle Bürger des Staates zum Dienst an der Waffe oder zum Ersatzdienst zu verpflichten. Es gibt jedoch Streit um Details und die Umsetzung.

Mofas lehnte am Dienstag einen Kompromissvorschlag Netanjahus ab. Der Regierungschef hatte nach Angaben des israelischen Rundfunks vorgeschlagen, Ultraorthodoxe und arabische Israelis statt mit 18 bis zum Alter von 23 Jahren einzuziehen. Wer dies nicht wolle, müsse bis zum Alter von 26 Jahren Ersatzdienst leisten, etwa bei der Feuerwehr oder der Polizei. Mofaz geht der Vorschlag jedoch nicht weit genug. Der israelische Rundfunk zitierte Vertraute von Mofaz mit der Einschätzung, der Kompromiss werde nur zur Einziehung von 50 Prozent der angestrebten Zahl von Wehrpflichtigen führen.

Zur Zeit der Staatsgründung 1948 war vereinbart worden, ultraorthodoxe Juden vom Armeedienst zu befreien. Davon waren damals jedoch nur etwa 400 Religionsstudenten betroffen. Angesichts der hohen Geburtenraten in ultraorthodoxen Familien werden heute Zehntausende strengreligiöser Juden im Jahr vom Armeedienst befreit, der für Männer drei und für Frauen zwei Jahre dauert. Dies sorgt bei der säkularen Mehrheit für großen Zorn.

(APA/dpa)

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10 Kommentare
Gast: SPE
18.07.2012 08:18
0 0

Man stelle sich vor, bei uns müssten die Redchten, die FPÖler, keinen Wehrdienst leisten, weil sie ein wichtiger Bestandteil einer Koalition wären..

Na servas.

1 0

versteh ich nicht, die ultraorthodoxen

Siedler, greifen doch gern zu Waffe um ein paar palaestinenser zu killen.... Männer, Frauen u Kinder....

wie ueblich, 2 vom gott auserwaehlten volk und 3 meinungen

das einzige, wo sich alle 2 einig sind ist, wie man mit palaestinensern umzugehen hat

Gast: ESM
17.07.2012 21:13
5 0

Israels Koalition zerbricht.....

....das kann bei uns nicht passieren, da zerbrechen WIR eher an der Koalition!

Gast: Modsky
17.07.2012 18:28
8 2

Ach ja, es ist schon verrückt...

Da gehen die Menschen reihenweise auf die Straßen um gegen astronomisch hohe Lebenshaltungskosten zu protestieren, da zündet sich ein verzweifelter Mensch selbst an, da müssen Menschen ins Ausland gehen um überhaupt heiraten zu können!
Aber die Machthaber in Tel Aviv juckt das nicht die Bohne!
Die verstricken sich lieber in kleinliche, religiöse Grabenkriege, und predigen weiterhin die unmittelbare Gefahr eines Angriffs aus dem Ausland um ihre absurden Maßnahmen treffen zu können damit sie nur ja an der Macht bleiben! Reformen sind da doch unmöglich, und die Unfähigkeit sich politisch zu bewegen dient auch nicht dem Frieden in Nahost!
Aber wehe man sagt was, dann wird man gleich als "Antisemit" gebrandmarkt.
Ach ja, es ist schon verrückt...

Re: Ach ja, es ist schon verrückt...

alleine die formulierung "machthaber in tel aviv" ist verräterisch.

googeln sie mal die hauptstadt israels, bzw. wo das parlament steht.

und ja, die zivilehe wurde bei uns 1938 in der bestehenden form eingefuhrt. die reise nach zypern, um zivil zu heiraten, ist allerdings ein klaks;-)

Gast: africano
17.07.2012 18:08
6 1

Benjamin Netanjahu ,ist reif für die Wüste.

Dieser kriegsgeile Ministerpräsident gehört abgewählt ,denn das israelische Volk muss die Lasten des Boshaften Präsidenten ertragen ,
aber auch bezahlen.

Re: Benjamin Netanjahu ,ist reif für die Wüste.

ja, ich denke auch, dass er sich in seiner kriegsgeilheit an den nachbarn, woe syrien, der hamas usw ein bsp nehmen sollte...

Antworten Antworten Gast: PM2012
18.07.2012 11:21
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Re: Re: Benjamin Netanjahu ,ist reif für die Wüste.

Neiiiiin...
halvarvonflage d e n k t !!! ???

Antworten Antworten Antworten Gast: Puresol
18.07.2012 12:47
0 0

Re: Re: Re: Benjamin Netanjahu ,ist reif für die Wüste.

man sieht ja das resultat^^