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Syriens Rebellen kündigen Endkampf um Damaskus an

17.07.2012 | 18:29 |  Von unserem Mitarbeiter MARTIN GEHLEN (Die Presse)

Aufständische starten die "Operation Erdbeben" zur Befreiung der Hauptstadt. Als Folge der eskalierenden Gewalt suchen immer mehr Syrer in Nachbarländern Schutz.

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„Der Sieg ist nahe. Die Schlacht zur Befreiung von Damaskus hat begonnen“, kündigten Syriens Rebellen am Dienstag an. Mit einer „Operation „Erdbeben“ soll die syrische Hauptstadt befreit werden. Seit drei Tagen dehnen sich die heftigen Kämpfe auf immer mehr Stadtteile aus und drohen nach Homs, Hama und Deraa nun auch die syrische Hauptstadt in Gewalt und Zerstörung zu stürzen. Im diplomatischen Ringen um eine Syrien-Resolution des UN-Sicherheitsrates hingegen ist weiterhin keine Einigung in Sicht. „Wir haben nur leichte Waffen, aber einen Plan, wie wir ganz Damaskus in unsere Hand bekommen können“, erklärte der Sprecher der „Freien Syrischen Armee“, Oberst Kassem Saadeddine, und kündigte für die kommenden Tage „Überraschungen“ an. Nach israelischen Erkenntnissen verlegte das Regime Einheiten aus den nahe gelegenen Golanhöhen nach Damaskus, ein Indiz, wie prekär die Lage ist.

 

Wohnblocks unter Feuer

In Damaskus patrouillierten am Dienstag zum ersten Mal Kampfhubschrauber im Tiefflug über den südlichen und östlichen Trabantenstädten Hajar al-Aswad und Qaboon. Die Armee nahm mit Raketenwerfern und schweren Maschinengewehren wahllos Wohnblocks unter Beschuss. Tausende Bewohner versuchten in Panik, aus den Kampfzonen zu fliehen und ihr Leben zu retten. Selbst auf Plätzen und Straßen nahe der weltberühmten Altstadt soll es erstmals Schusswechsel gegeben haben. Augenzeugen berichteten, regimetreue Kämpfer seien mit Kalaschnikows im Anschlag über den Sabaa-Bahrat-Platz nahe der syrischen Zentralbank gerannt. Auch aus anderen Teilen des Landes meldeten die Rebellen militärische Erfolge. In der Provinz Homs haben sie nach eigenen Angaben die Armee von zahlreichen Straßensperren vertrieben. Assads Elitetruppen nahmen den Stadtteil Hamidiyeh in Hama unter Beschuss, wo bereits am Vortag mehr als 30 Menschen durch Raketen und Granaten umgekommen waren.

Nawaf Fares, der abtrünnige syrische Botschafter im Irak, warnte im britischen Sender BBC davor, das bedrängte Baath-Regime könnte demnächst auch chemische Waffen einsetzen. „Ich bin überzeugt, wenn Bashar al-Assad von seinem Volk noch weiter in die Ecke gedrängt wird, wird er zu diesen Waffen greifen“, sagte der Diplomat, der sich inzwischen in der Golfmonarchie Katar aufhält. Den Diktator nannte er „einen verwundeten Wolf“, der entschlossen sei, die ganze Bevölkerung auszuradieren, um seine Macht zu retten.

 

Neue Flüchtlingswelle

Als Folge der eskalierenden Gewalt suchen immer mehr Syrer in Nachbarländern Schutz. Seit April habe sich die Zahl der im Ausland offiziell registrierten syrischen Flüchtlinge auf 112.000 Personen nahezu verdreifacht, teilte die UNO in Genf mit. Drei Viertel von ihnen seien Frauen und Kinder, erläuterte Adrian Edwards, Sprecher des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR). Die Organisation geht davon aus, dass tatsächlich wesentlich mehr Syrer über die Grenzen geflohen sind. Viele der Flüchtlinge in der Türkei, in Jordanien, im Libanon und im Irak würden sich erst dann offiziell registrieren und um Unterstützung bitten, wenn ihre eigenen Vorräte aufgebraucht seien, sagte Edwards.

Auf einen Blick

Der syrische Bürgerkrieg verlagert sich immer mehr in die Hauptstadt Damaskus. Sogar in der Nähe der weltberühmten Altstadt wurden am Dienstag Schusswechsel gemeldet. Die Rebellen kündigten eine „Operation Erdbeben“ an, sie wollen die Entscheidungsschlacht um Damaskus erzwingen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.07.2012)

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19 Kommentare
Gast: APA sagt nur die wahrheit
18.07.2012 12:21
1 1

Es sieht wohl eher so aus

Nachdem die Aufständischen überall zurückgedrängt werden (Stand nicht irgendwo dass sie nur mehr 2-3 Städte halten, Homs ist ja zwischenzeitlich bereits von Regierungstruppen zurückerobert worden) hoffen sie jetzt , nachdem sie möglichst viele Aufständische (vermutlich mit Flüchtlingen /als Flüchtlinge getarnt) nach Damaskus gebracht haben, Assad und das Millitärkommando zu ermorden. Daher gibts auch nur leichte Waffen, würden aufständische Truppen (als Sieger) auf Damaskus marschieren, hätten sie das Gerät schließlich dabei.

Eine Verzweiflungstat.

...

sehr einseitig geschrieben...

Gast: Presshausleser
18.07.2012 10:13
4 0

Und was kommt dann?

Eigenartig, überall wo in der letzten Zeit Revolutionen vom Zaun gebrochen und Diktatoren (vormalls noch Präsident genannt) gestürtzt wurden regiert jetzt die muslimische Bruderschaft und alles ist noch unsicherer, instabiler als vorher und freier sind die Menschen dort auch nicht. Ob das eine wirkliche Verbesserung zu vorher ist mehr als fraglich.

Antworten Gast: Gartena
18.07.2012 15:04
0 0

Re: Und was kommt dann?

wer eins uns ein zusammenzählt, erkennt warum die Muslimbrüder überall auftauchen/installiert werden

http://www.youtube.com/watch?v=QI3wG3loKlA


Re: Und was kommt dann?

das Ziel ist ja nicht Stabilität und Demokratie zu erreichen, sondern Kontrolle über die Marionetten die dort eingesetzt werden. Was zerstört wurde muss auch irgendwann wieder aufgebaut werden...die neuen Drohnen von den Rüstungskonzernen brauchen ja auch eine neue Spielwiese...

Antworten Antworten Gast: venciamos
18.07.2012 13:41
1 1

Re: Re: Und was kommt dann?

Dann beginnt das lustige Videospielen. Heißt: Hochzeitsgesellschaften aus der Luft abschlachten.

So schaut sie aus, die Zukunft von Syrien!

Heuchelei

Unglaublich, wie scheinheilig der "Westen" heuchelt.
Jedem, der Assad als ach so schlecht ansieht, kann ich nur empfehlen, einmal als Atheist, Christ oder Frau sich frei in Saudi Arabien zu bewegen.
Nur so zum Nachdenken:
In Syrien konnten das alle Menschen, und man konnte das unter Schutz der Obrigkeit. Zumindest ich habe die Erfahrung mehrmals gemacht.

Endkampf hört sich nach den geistigen Verwandten

der angreifenden Fundamentalisten an.

Gast: hemingway2
18.07.2012 06:32
7 0

Rebellen und Söldner

Die vom Ausland finanzierte bewaffnete Rebellion und vom Westen unterstützte Opposition des syrischen Diktators Bashar al-Assad wurde fälschlicherweise als ein spontaner Aufstand von “demokratischen” Aktivisten porträtiert, als die Gewalttätigkeiten vor mehr als einem Jahr ausbrachen. Aber laut einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung des britischen Guardian haben die Führungsfiguren in der “Regimewechsel”-Koalition – vor allem der Syrische Nationalrat /SNC) – innige Beziehungen zu den höchsten Rängen der Weltelite: zur lichtscheuen Bilderberger-Konferenz, zum Council on Foreign Relations (CFR), zur Megabank Goldman Sachs, zum Milliardär George Soros und selbstverständlich zur US-Regierung.
Auszug aus New American !

Gast: hemingway2
18.07.2012 06:29
4 0

Syrische Rebellen oder Söldner

Die von den USA unterstützte syrische Opposition hat Verbindungen zu den Bilderbergern, dem CFR, Goldman Sachs und George Soros.
Aber laut einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung des britischen Guardian haben die Führungsfiguren in der “Regimewechsel”-Koalition – vor allem der Syrische Nationalrat /SNC) – innige Beziehungen zu den höchsten Rängen der Weltelite: zur lichtscheuen Bilderberger-Konferenz, zum Council on Foreign Relations (CFR), zur Megabank Goldman Sachs, zum Milliardär George Soros und selbstverständlich zur US-Regierung. Es ist auch alles ganz öffentlich.

Re: Syrische Rebellen oder Söldner

Gähhh was sie da behaupten, lt. unseren Medien ist das alles zufällig und die "Friedensaktivisten" haben die Waffen zufällig irgendwo gefunden!Das neueste Video von Hitlery Clinton u. James Baker spricht glaube ich Bände...

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Re: Re: Syrische Rebellen oder Söldner

Das frage ich mich auch immer! Wenn die ganze Welt so entsetzt ist über das Blutvergießen dort. Warum stopt man nicht die Waffenlieferungen an die Aufständischen. Dann ist das ganze zu ende, ohne daß man eingreifen oder sonstige UN-Aktivitäten anleiern muß.

Gast: Qualitätsnachrichten
18.07.2012 02:54
5 1

Die Propaganda wird nicht besser

auch nicht im Standard. Im dortigen Artikel hat sich der Journalist übrigens verschrieben, dort schreibt er nähmlich im untersten Absatz under

"Kämpfe in Damaskus weiten sich aus"dass Holms, die Rebellenhochburg an Assads Truppen gefallen ist !

http://derstandard.at/1342139260594/Oppositionelle-Aufstaendische-rufen-landesweite-Offensive-aus

Die gesammte westliche Presse scheint das ja für ein unwichtiges Detail zu halten.
Die verzwiflung der Kriegstreiber wird immer offensichtlicher, je mehr die Propaganda aufgebauscht wird. Immerhin kommen ja jetzt schon die Chemiewaffen aus dem Keller.

P.S: Wo bleiben die Berichte über die Massaker in Homs? Wenn in der eroberten Hochburg keine Massaker verübt werden.......

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Weiter so

Weiter so FSA. Leute ihr habt keine Ahnung was die Assads uns Syrern angetan hat.

Gast: schonwiedereingast (dauerzensuriert)
17.07.2012 22:37
1 0

Achtung

könnt ihr euch noch an die Micky-Maus-Heftl erinnern?


Gast: Gartena
17.07.2012 21:09
12 1

Rebellen - USA

Syrische Opposition mit Verbindung zu USA, CFR, Goldman, Soros und Bilderberg:

http://www.politaia.org/globalisierung/syrische-opposition-verbindungen-zu-bilderbergern-cfr-goldman-sachs-und-soros/

Welch Diktion:

Endkampf

Soll am Ende der Endsieg stehen?

Re: Welch Diktion:

wer hat dir ins hirn geschissen? komplett zusammenhangsloser pseudointellektueller schwachsinn!

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"zusammenhangsloser pseudointellektueller schwachsinn!"

Na klar, Ihre feinziselierte Art zu argumentieren ist natürlich viel inhaltsvoller und intelligenter!

Übrigens, wer schimpft setzt sich von selbst ins Unrecht!