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Bulgarien: Attentäter als Rucksacktourist verkleidet

19.07.2012 | 18:21 |  JUTTA SOMMERBAUER UND SUSANNE KNAUL (Die Presse)

Die Polizei veröffentlicht ein Überwachungsvideo, das den mutmaßlichen Terroristen kurz vor dem Anschlag auf israelische Touristen zeigt. Im Atomkonflikt haben Anschlagsversuche in Drittstaaten zuletzt zugenommen.

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Burgas/Jerusalem/Wien. Er fiel niemandem weiter auf: Der Mittdreißiger mit halblangem, braunem Haar, der am Mittwochnachmittag in der Wartehalle des „Sarafowo“-Flughafens in Burgas auf und ab ging. Im Überwachungsvideo, das das bulgarische Innenministerium gestern veröffentlichte, sah er aus wie ein typischer Urlauber: Baseballkappe, schwarz-weiße Bermudashort, blaues T-Shirt, weiße Sportschuhe. Auf dem Rücken trug er einen Rucksack, dazu eine Umhängetasche. Der Mann betritt die Wartehalle, blickt suchend um sich, verlässt das Gebäude wieder.

Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass er der Selbstmordattentäter war, der zusammen mit 40 israelischen Touristen später einen Reisebus bestieg und anschließend, um 17:25 Uhr Ortszeit, die Bombe noch auf dem Parkplatz des Airports zündete.

 

Bereits seit Tagen in Bulgarien

Der Mann soll sich seit einigen Tagen in Bulgarien aufgehalten und über falsche US-Dokumente verfügt haben. Eine DNA-Analyse der stark verstümmelten Leiche des Attentäters soll nun seine Identität klären. Außer dem mutmaßlichen Terroristen starben der bulgarische Chauffeur sowie fünf israelische Staatsbürger. 70 Verletzte sowie die israelischen Todesopfer wurden gestern mit einem Flugzeug nach Tel Aviv gebracht.

Bulgarien ist ein beliebtes Reiseziel für israelische Touristen. Vergangenes Jahr besuchten 135.000 Israelis den Balkanstaat, dieses Jahr wurde ein Anstieg um weitere 15.000 Besucher erwartet.

In Sofia herrscht Bestürzung über das Attentat. Gleichzeitig mehrten sich kritische Stimmen: Warnungen von israelischer Seite seien missachtet worden; die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Flughafen seien extrem lax. Auch Premier Bojko Borissow steht nun wegen einer früheren Äußerung in der Kritik. Er hatte nach dem Anschlag im Flughafen Moskau-Domodedowo im Jänner 2011 in gewohnt unbekümmert-flapsiger Manier seine „sichere“ außenpolitische Strategie erklärt, die später als „Döner-Doktrin“ in die Berichterstattung eingehen sollte. Bulgarien verfolge mit der arabischen Welt „eine balancierte Außenpolitik“. Borissow weiter: „Die arabische Welt macht Business in Bulgarien, an jeder Ecke steht eine Dönerbude.“ Ganz so einfach scheint es für Bulgarien nicht zu sein, auch wenn viele Experten glauben, dass das Land eher aus pragmatischen Gründen ins Visier der Attentäter gerückt ist.

 

Iran: „Lächerlicher“ Verdacht

Auch wenn sich bis gestern Nachmittag niemand zu dem Terrorakt bekannt hat, zweifelt die Regierung in Jerusalem nicht daran, dass die Drahtzieher für das Attentat in Teheran sitzen, und dass sie von den schiitischen Extremisten der libanesischen Hisbollah unterstützt wurden. Man wolle mit Härte, aber nicht übereilt reagieren, sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der Iran hat die israelischen Verdächtigungen als „lächerlich“ abgestritten.

Umgekehrt hatte sowohl die Regierung in Teheran als auch die Hisbollah guten Grund für Racheaktionen gegen Israel. Die libanesischen Extremisten haben seit dem Tod von Imad Mughniyya eine Rechnung mit Israel offen. Der damalige Chef der Hisbollah-Sicherheitsabteilung kam Anfang Februar 2008 bei der Explosion einer Autobombe in Damaskus ums Leben. Israel gab jetzt zu, dass der Mossad hinter dem Mordanschlag stand. Auf das Konto des Geheimdienstes geht wohl auch eine Serie von ungeklärten Todesfällen iranischer Atomphysiker.

Der Anschlag in Burgas war nicht der erste Vergeltungsversuch. „Seit Jänner hat es zehn Attentate gegeben“, sagt Ely Karmon vom „International Institute for Counter-Terrorism“ in Herzlia. „Hinter allen stand Iran.“ Die meisten hätten von Mossadagenten vereitelt werden können. Andere klappten zum Teil, wie die Anschläge auf israelischen Diplomaten in Neu Delhi und Tiflis, wo Mitte Februar mehrere Menschen verletzt wurden. Allen Terroraktionen gemein sei, dass der Einsatzort in Drittstaaten lag, „wo die iranische Führung keinen politischen Preis bezahlen muss“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.07.2012)

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130 Kommentare
 
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Gast: Gartena
20.07.2012 12:52
0 0

Wieso im Bus?

Frage: wenn das eine organisierte Reisegruppe aus Israel war und dieser Mann erst in Bulgarien in den Bus eingestiegen ist, warum ist das niemanden aufgefallen? Normalerweise wird ja seitens der Veranstalter immer geprüft, ob alle Reisenden da sind, bevor der Bus abfährt. Noch dazu wo es ja Warnungen gegeben haben soll. Und wenn es stimmt, dass eine Stunde vorher eine konkrete Warnung eintraf, dass sie mit Bomben empfangen werden, warum wurde nicht reagiert oder verstärkt kontrolliert?

http://english.pravda.ru/hotspots/terror/19-07-2012/121685-bulgaria_burgas-0/

Und was sagt der

Iran-Freund Darabos dazu?

Antworten Gast: Bumsditrudi
20.07.2012 10:33
1 0

Re: Und was sagt der

Ohne Beweise Beschuldigungen aussprechen ist dein liebste Beschäftigung, oder?
Aber du glaubst sicher auch das der Iran an dem angeblich geplanten Attentat auf einen US-Senator beteiligt war ^^

Zu dir sage ich nur "five dancing israelis"

Gast: ZARA
20.07.2012 09:08
0 1

Wenn wir es dulden, dass die rechte Molluske sich in Österreich breit macht

dann wird halt auchviel anderes kriminelle nach Österreich drängen.
Alte Weisheit: ein Bandwurm bleibt nicht lange alleine!

Gast: Da wundert einen ja gar nichts mehr...
20.07.2012 09:04
3 0

Es werden unschuldige Menschen, Erwachsene und Kinder, alles Zivilisten, durch eine Bombe getötet ...

...und danach beharken sich in diversen Foren lauter Klugschwätzer, anstatt ihre Trauer um die Opfer und ihr Mitleid mit den Hinterbliebenen zu bekunden und ansonsten pietätvoll zu schweigen.

Re: Es werden unschuldige Menschen, Erwachsene und Kinder, alles Zivilisten, durch eine Bombe getötet ...

DANKE sie sprechen mir aus der Seele!

In Österreich

haben Islamisten leider Narrenfreiheit,besonders auch durch die Unterstützung der Grünen für Pali-Terror-Banden!

Antworten Gast: xxxx
20.07.2012 09:00
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soso.......

stand das im seriösen Alpen-donau.....???

(Roffl)

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Aktuell Aktuell

http://www.orf.at/stories/2131789/

Natürlich darf das nicht wahr sein, sonst müsste man zugeben, dass diese Leute auf einer Plattform einer Österreichischen Internetseite unterstützt wurden (Guantanamohäftlinge - Crowdfunding Aufruf aus Bosnien).

Frage an Frau Prammer: Ist es Unwissenheit oder Absicht?

Außerdem: Schwedischer Geheimdienst! Mehr muss man dazu nicht sagen.


Die Linkspopulisten

haben keinerlei Bedenken!

Antworten Antworten Gast: nina blum
20.07.2012 09:09
0 0

Re: Die Linkspopulisten

Hmmmm!?
Und die "Rechten" denken halt nie.

interessantes forum

scheint sowohl israel und iran zu entgehen dass die wahren checker österreichische presse-chatter sind. mossad? lächerlich, ask franz from austria.

Re: interessantes forum

Korrekt!

Die willigen Helfer des Islamismus leben BESONDERS frei und frank in Österreich und posten auch diverse Foren mit ihrem Müll zu!

Antworten Antworten Gast: propagandaheini
20.07.2012 13:12
0 0

Re: Re: interessantes forum

sehen sie andere meinungen einfach als teil einer demokratie. so wie sie hier das recht bekommen ihre propaganda auszubreiten wäre es fair anderen dies ebenfalls zugestehen.

Antworten Antworten Gast: DuStinker
20.07.2012 10:38
0 1

blablabla

..sprach der Auserwählte.

(Kommentare zu Auserwählten werden vor Veröffentlichung konstant gelöscht. Gott sei dank gibt es coppy&paste)

Gast: Eli Isra Kain
19.07.2012 22:11
0 6

Er hatte einen amerikanischen Reisepass

Vielleicht wollte er mit diesem Menetekel einfach nicht mehr weiterleben?

Gast: Gartena
19.07.2012 21:53
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Im Iran leben Israelis gleichberechtigt

Was viele aufgrund der ständigen Hetzpropaganda gegen den Iran vermutlich nicht wissen ist, dass im Iran die Juden völlig gleichberechtigt sind. Seit mehr als 2.500 Jahren leben Juden im Iran.

Im Iran leben rund 25.000 Juden und sie sind völlig gleichberechtigt, sie können ungehindert ihre Religion ausüben und sie werden von den Iranern respektiert.

http://www.youtube.com/watch?v=b9d4Nodw0JU

http://alles-schallundrauch.blogspot.co.at/2012/02/wie-juden-im-iran-behandelt-werden.html

Auch alle anderen Religionen werden im Iran respektiert.

Antworten Gast: F0XTR0TT
19.07.2012 22:18
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Re: Im Iran leben Israelis gleichberechtigt

Nun, so ganz würde ich das nicht unterschreiben. Es ist eher wie bei uns mit dem Parteibuch. Kein Shiite = kein Beamtenjob.
Und: Jude ist nicht gleich Israeli.

Antworten Antworten Gast: Gartena
20.07.2012 00:09
2 0


Der Unterschied ist,...

...dass Israel (ausgenommen Kollateralschäden) niemals Unschuldige mit Absicht verletzt oder tötet. Ich hoffe, dass Israel eine schnelle und klare Antwort findet.

Antworten Gast: Infonator
20.07.2012 10:40
0 2

Re: Der Unterschied ist,...

Google "rachel corrie"
Schau dir "Death in Gaza" an!

Antworten Gast: Wo habens denn den Blödsninn her?
19.07.2012 21:33
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Antworten Antworten Gast: Ike
19.07.2012 22:10
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Re: Re: Der Unterschied ist,...

Ah, ein Rotstrichler verträgt die Wahrheit nicht.
Könnts euch gleich merken: zivile Opfer sind einer Regierung ziemlich egal. Wichtig ist nur: habe ich mein Ziel erreicht & ist nichts an die Öffentlichkeit gedrungen.
Das ist im Westen, Osten, Norden und Süden gleich. Keiner besser als der andere.

Antworten Antworten Gast: John Galliano
19.07.2012 22:05
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Es wird höchste Zeit, dass im September die Schule wieder beginnt, denn Ihr Kommentar weist schwere orthographische Mängel auf.

Daher habe ich keine Lust auf Ihr Gestammel zu antworten.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gohn Jalliano
19.07.2012 22:11
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Re:

Ich denke eher, dass Ihnen ganz einfach die Argumente fehlen.

Antworten Gast: mrs. vain
19.07.2012 21:31
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Re: Der Unterschied ist,...

Eh leicht: wer frei von Schuld ist, der werfe den ersten Stein. Somit ist niemand unschuldig.
Bombs away!

 
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