Ein Ermittlerteam der EU-Rechtsstaatsmission (EULEX) und kosovarischen Behörden hat Untersuchungen über die Ursachen eines Brandes eingeleitet, der in der Vorwoche in der Ortschaft Zhilivoda westlich von Prishtina ausgebrochen war. Zum Brand war es kurz nach dem Beginn der Suche nach einem mutmaßlichen Massengrab gekommen. Die Ausgrabungen mussten daraufhin eingestellt werden.
Die Feuerwehr brauchte mehr als sieben Stunden, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen, vollkommen gelöscht wurde es erst nach drei Tagen.
In Zhilivoda wird nach den Leichen von 26 Serben gesucht, darunter neun Minenarbeiter in dem Kohletagebau Belacevac, die im Sommer 1998 gekidnappt worden waren. Familienangehörige der vermissten Serben sind überzeugt, dass das Feuer durch Brandstiftung entstanden ist. Im Kosovo werden seit dem Kriegsende im Juni 1999 rund 1.790 Personen vermisst, davon 1.299 Albaner und knapp 500 Nicht-Albaner.
(APA)
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