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Das Assad-Regime ist am Ende

20.07.2012 | 18:20 |   (Die Presse)

In die Schlacht um Damaskus platzen Gerüchte, der Diktator sei zum Rücktritt bereit. Immer mehr Getreue sagen sich los.

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Wien/Damaskus/Hd/Ag. Die Straßen in den Innenbezirken von Damaskus sind nahezu leergefegt. Wo zu Friedenszeiten das Leben pulsierte und der tägliche Verkehrsinfarkt Autofahrer in den Wahnsinn trieb, hat der Bürgerkrieg das Bild völlig verändert: Zahlreiche Geschäfte sind geplündert, wie Augenzeugen berichten, auf den Straßen zeugen Munitionsreste von den Kämpfen. Viele Geschäftsleute trauen sich nicht mehr, ihre Rollläden hochzuziehen. Wer trotz der Gefechte den Weg zur Bank wagt, um für die Flucht aus der umkämpften Kapitale die letzten Ersparnisse zu holen, bekommt oft nichts mehr, den Banken geht das Geld aus.

 

UN-Mission verlängert

Mitten in die Kämpfe platzte am Freitag die Meldung, Syriens Machthaber Bashar al-Assad habe seinen Rücktritt akzeptiert. Überraschend war nicht nur die Nachricht selbst, sondern auch, wer sie überbrachte: Russlands Botschafter in Frankreich, also ein Vertreter jenes Landes, das nach wie vor hinter Assad steht und erst am Donnerstag im UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen Syrien mit seinem Veto blockiert hat, zum dritten Mal bereits. Am Freitag konnte sich der Rat immerhin darauf einigen, die UN-Beobachtermission um 30 Tage zu verlängern.

Dass Assad zum Machtverzicht bereit sei, wurde zwar umgehend dementiert, nicht nur vom Regime, sondern auch von Moskau. Ein Sprecher des russischen Außenamts sprach gar von einem „Witz“.

Während also am Freitag Unklarheit über die Absichten Assads herrschte und nicht einmal klar war, ob sich die Familie des Diktators überhaupt im Land aufhält, zeigt dessen Regime klare Auflösungstendenzen: Die Armee startete zwar eine Gegenoffensive, nachdem zuletzt immer mehr Kämpfer der Rebellen aus anderen Landesteilen nach Damaskus eingesickert waren. Es gelang den Aufständischen dennoch, eine im Zentrum gelegene Kaserne einzunehmen und zu zerstören. Den regimetreuen Kräften stellten die Rebellen ein Ultimatum: Bis Ende Juli hätten die Soldaten der regulären Armee noch Zeit, die Seiten zu wechseln. Jeder Soldat, der danach gefasst werde, müsse damit rechnen, für die Verbrechen des Regimes zur Rechenschaft gezogen zu werden. Alle Ausländischen Kämpfer, etwa aus dem Iran oder dem Libanon, seien hingegen umgehend zu töten, hieß es seitens der Führung der sogenannten „Freien Syrischen Armee.“

 

Enthauptungsschlag

Zuvor hatte sich bereits ein weiterer Brigadegeneral mit 20 hochrangigen Offizieren in die Türkei abgesetzt. Damit hat das Regime bereits 22 Generäle an die bewaffnete Opposition verloren.

Mindestens so schwer wiegt der Enthauptungsschlag, den die Rebellen mit einem Selbstmordanschlag am Mittwoch gegen den inneren Zirkel des Assad-Regimes führte. Am Freitag starb mit Geheimdienstchef Hisham Bekhtyar ein vierter Top-Repräsentant des Regimes. Es wird langsam einsam um Syriens Diktator.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.07.2012)

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29 Kommentare
 
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Gast: Syrienbeobachter
21.07.2012 15:20
1 1

Der ermordete syrische Verteidigungsminister war griechisch-orthodox

Denn unter Assad waren die Christen geschuetzt. So wie unter Saddam Hussein. Nun kommen sie aufs Schafott, oder zu uns.

Gast: Background
21.07.2012 14:24
1 0

Das Schiiten-Regime ist am Ende?


Re: Das Schiiten-Regime ist am Ende?

Wenn der Iran hier nicht mehr mitspielt, hätten Sie Recht.
Die besagende „Demokratie“ wäre damit noch lange nicht etabliert. Jedenfalls wäre die Wende für die dort lebenden Christen ein Desaster. Die Muslimbruderschaft würde auch in diesem Land alles platt drücken. MfG

Das Assad-Regime ist am Ende

wann?
heute aber noch nicht - somit ist diese überschrift unwahr!

Gast: Gast:1
21.07.2012 09:10
10 1

Medien...

Seit ich "live" miterlebt habe, wie die Medien aus dem jahrzehntelang "Revolutionsführer" genannten Gaddafi einen "Diktator" Gaddafi gemacht haben, bin ich doppelt skeptisch wenn mir die Medien erklären wollen, wer die "Guten" und wer die "Bösen" sind.

Die tägliche Propagandalüge einer einstmals seriös berichtenden Zeitung. Wir glauben sie nicht!


Wir glauben sie nicht! - Sie meinen also sich und Ihre multiplen Persönlichkeiten?


Sie vertrauen also lieber auf die Assad-Propaganda?

In der Presse erfolgt mittlerweile eine ausreichend ausgewogene Berichterstattung, die das heterogene, zerstrittene Bild der Rebellen, die ebenfalls Menschrechtsverletzungen begehen, abbildet. Zudem wird auf die schlechte und nur schwer überprüfbare Nachrichtenlage verwiesen.


...

der Iran leistet Waffenlieferung...
Saudi Arabien unterstützt die aufständischen...
man beachte die Wortwahl...
ohne Worte...

Assad ist noch lange nicht am Ende !

Die Opposition ist unorganisiert und nur auf plakative "Siege" aus. Horden junger Männer spielen Krieg,brüllen "Allahu Akbar" und meinen dadurch eine professionell gerüstete Armee in die Knie zwingen zu können- eine vollkommen naive Annahme !

Assad am Ende

Liebe Schreiberlinge der "Presse"! Seit Wochen hetzen Sie gegen die Assad-Regierung kolportieren die getürkten Berichte US-gelenkter Nachrichtendienste und beklatschen die vom Ausland gelenkten Mörderbanden ,welche als "Aufständische" verkleidet das Land ins Chaos stürzen. Wenn Sie sich keine eigenen Rechercheure leisten können, dann sperren Sie Ihren Laden zu! Ich muß dann mit meinem Abo zu Standard und Falter und zur Wiener Kirchenzeitung wechseln, um weiter so gehaltvoll und unabhängig informiert zu werden.

Gast: Amerikanisssmusbeobachter
21.07.2012 02:35
2 3

Die beiden grossen Exponenten des Amerikanisssmus

Die Sovietunion und die Re-Wilsonisierte USA bringen nur Leid, Tod und Verderben in diese Welt. Und bitte, verwechseln sie nicht Amerika und Amrikanisssmus.

Gast: Russlandbeobachter
21.07.2012 02:33
0 2

Russlands Botschafter in Frankreich

Na, die Grand Orient schafft es schon wieder, Russen in eine selbstmoerderisch-antirussische Politik zu treiben. Wie 1914.

Gast: Gonzo
21.07.2012 01:08
1 1

As sad

eben.

Gast: Guet esse un drinke isch ällewoil bessr wie domm schwätze!
20.07.2012 23:01
1 2

ich habe einen schlimmen Verdacht und zwar......

...dass Assad hier die Kommentare mitliest, weil wie ich gestern geschrieben habe, dass mir der handgemachte Tisch in seinem Präsidentenpalast sehr gut gefällt und dass ich Diesen auch selbst abholen würde, wenn er im Weg stehen sollte.....JA, man möchte es nicht glauben, es hat keine halbe Stunde gedauert, da hörte man bei CNN die Meldung, Assad angeblich in den Präsidentenpalast zurückgekehrt.....JEDER, der bis 2 zählen kann, weiß warum!

Antworten Gast: Diktator
21.07.2012 00:23
2 1

Re: ich habe einen schlimmen Verdacht und zwar......

أرى كل شيء، ويسمع كل شيء :)

Antworten Antworten Gast: Ökoterrorist
21.07.2012 12:30
0 0

Re: Re: ich habe einen schlimmen Verdacht und zwar......

Ich kaufe ein Ö

Syrien - Völkergemisch und Konflikte...

Der Aufstand bzw. mittlerweile Bürgerkrieg mit bisher über 15.000 Toten schädigt eine ganze Generation. Die Religionsgruppen machen Jagd aufeinander, während das Land zu einem Drehkreuz internationaler Gotteskrieger mutiert. Die säkularen Mittelschichten von Damaskus und Aleppo, auf die sich das Regime vor allem stützt, gehören zu den großen Verlierern. In diesem Völkergemisch (Araber, Kurden, Alawiten etc.) will die sunnitische Mehrheit dem Land endlich ihren religiösen Stempel aufdrücken (lt.internat.Medien)... Zum Unterschied zu Libyen ,das sein Schicksal in den nächsten Jahren meistern könnte.

Gast: justerix
20.07.2012 22:04
13 1

Wenn das Assad-Regime am Ende ist, kommen

nur die Islamisten an die Macht; und der arabische Frühling wird endgültig zum Winter.
Und die USA mischen wieder mit und haben aus dem Irakkrieg nicht gelernt.

Ihr werdet euren Anteil der Schuld an dem Abschlachten der Menschen noch bitter bezahlen ....


Das Assad-Regime ist am Ende



diese überschrift träfe erst dann zu wenn es wirklich bestätigt wäre?

Antworten Gast: noch einer
20.07.2012 22:20
9 1

Re: Das Assad-Regime ist

Die Nachrichten zu Syrien
sind Kriegspropaganda und haben mit der Wirklichkeit nichts zu tun .

Der Terroranschlag gegen syrische Politiker sind nur mit Unterstützung oder durch westliche Geheimdienste möglich .
Der Westen radikalisiert in seinen Mitteln gegen Syrien aufs Äußerste .

Gast: dgk
20.07.2012 20:50
3 4

so oder so

Iraner als Soldner auf der seite der Diktaturen , Iran auf der seite des Terrors , sie werden (Iran)auch dran sei.Es geht nicht sich als Ayrani in die Geschichte verstecken und primitivste Regirung der Welt haben dann in den Westen fluchten Ps:bitte zeichnen Sie die Fahne der Turkei ordentlich und schoen.

Gast: gast - ein letztes mal
20.07.2012 20:04
10 2

selten ...

... so einen faktischen propaganda-schwachsinn gelesen ... und ein letztes mal hier gepostet und gelesen ...


Gast: schonwiedereingast (dauerzensuriert)
20.07.2012 20:04
7 1

erste klare Infos:

"Vor fünf Tagen haben Washington und Paris die Operation „Vulkan von Damaskus und Erdbeben in Syrien“ gestartet. ...
40 bis 60.000 Contras, vor allem libysche, kamen innerhalb weniger Tage in das Land, in den meisten Fällen von der jordanischen Grenze.
..."

http://www.voltairenet.org/Die-Schlacht-von-Damaskus-hat


Enthauptungsschlag?

Was bitte soll denn das sein?

 
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