Tschechien wählt im Jänner 2013 erstmals direkt seinen Staatspräsidenten und hat dafür nun eine weitere Frau als Kandidatin: Die 65-jährige Schaupielerin Tana Fischerova wird für das höchste Amt im Staat kandidieren. Lediglich 50.000 Unterstützer-Unterschriften muss sie noch sammeln. Populär wurde sie vor allem durch Advent-Konzerte und ihr Engagement in Nichtregierungsorganisationen. Als Präsidentin wolle sie zeigen, dass Politik auch anständig sein kann, sagte sie.
Neben der EU-Abgeordneten Zuzana Roithova und der Chefin der außerparlamentarischen Partei "Soveränität", Jana Bobosikova, ist sie die dritte weibliche Bewerberin. Als Favoriten gelten allerdings der parteilose Ex-Regierungschef Jan Fischer und der tschechisch-amerikanische Ökonom Jan Svejnar.
Heuer wurde durch eine Verfassungsnovelle die Direktwahl des tschechischen Präsidenten eingeführt. Um als Kandidat aufgestellt zu werden, müssen mindestens 20 Abgeordnete oder 10 Senatoren den Kandidaten unterstützen. Als Alternative können aber auch 50.000 Unterschriften von wahlberechtigten Bürgern eingebracht werden. Die beiden stärksten Kandidaten müssen in einer zweiten Runde gegeneinander antreten. Vor dieser Änderung wurde der Präsident durch das Parlament eingesetzt.
(APA)
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