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Tadschikistan: Mindestens 42 Tote bei Militäroperation

24.07.2012 | 17:59 |   (DiePresse.com)

Nach einem Mord an einen Geheimdienstoffizier sind Sicherheitskräfte gegen islamistische Untergrundkämpfer vorgegangen.

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Bei einem Kampfeinsatz tadschikischer Sicherheitskräfte gegen islamistische Untergrundkämpfer sind in der zentralasiatischen Republik mindestens 42 Menschen getötet worden. Mehr als 20 Soldaten und Angehörige der Geheimdienste seien verletzt worden, teilte das Staatliche Komitee für Nationale Sicherheit in Duschanbe am Dienstag mit. Mehr als 40 Rebellen seien festgenommen worden, unter ihnen acht Afghanen und mutmaßliche Taliban-Mitglieder. Unter den Toten waren 30 Islamisten und 12 Soldaten.

In der Ex-Sowjetrepublik streben Islamisten nach der Macht. Sie sind in kriminellen Banden organisiert und leben unter anderem von Drogen und Tabakschmuggel. Der Spezialeinsatz nahe der Stadt Chorog rund 500 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Duschanbe an der afghanischen Grenze war eine Reaktion auf den Mord an dem Geheimdienstgeneral Abdullo Nasarow am vergangenen Samstag. Medien zufolge wurden auch Panzer und Helikopter eingesetzt. Sämtliche Telefon- und Internetverbindungen in Chorog waren unterbrochen. Medien berichteten, in der Stadt seien der Markt und andere Geschäfte geschlossen worden. Der Verkehr in und aus der Region war demnach mit Ausnahme von Militär- und Krankentransporten blockiert.

Für Reihe von Morden verantwortlich

Nasarow war am Samstagabend in der entlegenen Region im Pamir-Gebirge von Unbekannten aus seinem Dienstwagen gezerrt und erstochen worden. Die Behörden verdächtigten zunächst Tabakschmuggler, vermuten inzwischen aber den früheren Rebellenkommandeur Tolib Ajombekow hinter dem Mord. Ajombekow hatte während des Bürgerkriegs zwischen 1992 und 1997 eine Rebelleneinheit geführt, war anschließend aber in die Grenzschutzeinheiten aufgenommen worden.

Die Regierung wirft dem früheren Rebellenkommandeur Tolib Ajombekow vor, mit seinen Kämpfern in den Schmuggel an der afghanischen Grenze verwickelt zu sein. Zudem soll er für eine Reihe von Morden verantwortlich sein. Die Zentralregierung hat seit langem keine effektive Kontrolle mehr über die autonome Region Berg-Badachschan. Das entlegene Gebiet war während des Bürgerkriegs eine Hochburg der Rebellen und gehört immer noch zu den ärmsten Regionen der früheren Sowjetrepublik.

Fortsetzung angekündigt

Kommentatoren äußerten sich besorgt und sprachen von der Gefahr einer Destabilisierung der Lage in Zentralasien. Die tadschikischen Behörden stehen bei ihren Nachbarn wie Usbekistan und Kirgistan in der Kritik, die Grenzen zu Afghanistan nicht ausreichend zu sichern und so immer neue Fundamentalisten ins Land zu lassen.

Sicherheitskräfte kündigten eine Fortsetzung der Operation an. Bei den Untergrundkämpfern handle es sich um Gefolgsleute des früheren Feldkommandeurs Tolib Ajembekow. Die Suche nach diesen Feinden der tadschikischen Führung gehe weiter, hieß es. Zivilisten seien bei der Offensive in der dünn besiedelten Bergregion nicht ums Leben gekommen. Insgesamt seien mehr als 100 Waffen beschlagnahmt worden.

(APA/dpa/AFP)

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3 Kommentare

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das waren Aktivisten!
wenn dann bitte überall gleich falsch berichten!

5 4

Na da wird es doch Zeit für einen Tadschikischen Frühling.

UNO, übernehmen Sie!

4 2

Re: Na da wird es doch Zeit für einen Tadschikischen Frühling.

Rote Striche? Wie jetzt? Sonst seid ihr doch auch immer für einen Sieg der Islamisten.