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Großbritannien: Frostiger Empfang für Mitt Romney

26.07.2012 | 17:28 |  Von unserer Korrespondentin Julia Kastein (Die Presse)

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney stellte in einem Interview die Fähigkeit seiner britischen Gastgeber infrage, die Olympischen Sommerspiele in London erfolgreich zu organisieren.

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London. Gäbe es bei Olympia die Disziplin „Ins-Fettnäpfchen-Treten“, hätte Mitt Romney schon vor Beginn der Londoner Spiele die Goldmedaille verdient. Gleich zu Beginn seines Besuchs in der britischen Hauptstadt stellte der republikanische US-Präsidentschaftskandidat im Interview mit dem US-Sender NBC die Fähigkeit seiner Gastgeber infrage, erfolgreiche Spiele zu organisieren. Die Probleme mit fehlenden Sicherheitskräften und dem drohenden Streik der Grenzbeamten seien „beunruhigend“ und „nicht gerade ermutigend“ gewesen, so Romney, der 2002 die Winterspiele in Salt Lake City organisiert hatte. Auch den Enthusiasmus der Briten stellte er infrage: „Werden sie gemeinsam den olympischen Moment feiern? Das werden wir erst nach Ende der Spiele wissen.“

Die britischen Medien waren „not amused“: „Wer hat den eigentlich eingeladen?“, titelte die „Mail-Online“. Und der Chefredakteur der Onlineplattform „PoliticsHome“, Paul Waugh, twitterte: „Man braucht schon ein spezielles Talent, um seine Gastgeber zu beleidigen.“ Auch Premier David Cameron erklärte leicht verschnupft, natürlich sei Großbritannien bereit – und das werde er Romney auch persönlich sagen.

Belastetes Verhältnis

Das Verhältnis der beiden gilt als belastet, seit der Premier sich bei seinem letzten US-Besuch weigerte, den politisch ähnlich gesinnten Kandidaten zu treffen. Auch gestern versagte Cameron dem Gast die gewünschten Bilder eines potenziellen Präsidenten auf Antrittsbesuch: kein Empfang vor der Downing Street, keine gemeinsame Pressekonferenz. Auch das Gespräch hielt er kurz – stattdessen musste Romney eine halbe Stunde mit Vizepremier Nick Clegg vorliebnehmen.

Da hatte sich Romney längst den nächsten Fauxpas geleistet: Beim Treffen mit Oppositionsführer Ed Milliband entfiel ihm offenbar kurz dessen Name – und so sprach er den leicht verdutzt wirkenden Labour-Parteichef mit „Mr. Leader“ („Herr Führer“) an.

Zuvor hatte er bereits versucht, eine schwerwiegendere Scharte auszuwetzen: Der „Daily Telegraph“ hatte unter Berufung auf einen anonymen „Berater“ berichtet, Romney könne die „spezielle Beziehung“ beider Länder besser verstehen, weil er, anders als US-Präsident Barack Obama, „Teil des angelsächsischen Erbes“ sei – eine Äußerung, die von vielen politischen Beobachtern auf beiden Seiten des Atlantiks als latent rassistisch gewertet und von Romney selbst prompt dementiert wurde.

Mit seiner Reise, die ihn auch nach Israel und Polen führt, will Romney seine außenpolitischen Meriten mehren. Stattdessen ernteten sogar seine gestrigen Abendtermine Negativschlagzeilen: Der ehemalige Hedgefonds-Manager traf sich mit Unterstützern aus der Londoner City zu Cocktails und Dinner. Zwischen 5000 und 75.000 Dollar hatten die Gäste für diese Ehre spenden müssen.

Streit um Spende

Das Problem: Laut Medienberichten sind viele von ihnen Banker von Barclays – jener Bank, die im Zentrum des Skandals um die Manipulation von Interbank-Zinssätzen steht. Sie sollen Romney bereits eine Million Dollar gespendet haben, als Gastgeber des gestrigen Dinners war eigentlich Ex-Barclays-Chef Bob Diamond geplant – bis der wegen des Libor-Skandals seinen Hut nehmen musste. Eine Gruppe britischer Parlamentsabgeordneter hatte Barclays deshalb aufgefordert, sich lieber um die Aufarbeitung der Affäre zu kümmern, als für Romney Wahlkampf zu machen.

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69 Kommentare
 
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Gast: modskue
27.07.2012 10:29
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Einer wie der andere!

Die die Parteien der Amis unterscheiden sich, wenn überhaupt, nur in Nuancen.
Alle sind sie erzkonservative, weltfremd und eingebildet.

Schon allein wie sie immer von "Amerika" reden. Als gäbe es nur einen Staat in Amerika! Die Kanadier, Mexikaner, Brasilianer usw. gehören da scheinbar nicht dazu.

Da passt es, dass so eine Ex-Heuschrecke wie Romney einfach loslabert ohne Sinn und Verstand.
Obama wäre das wohl nicht passiert, dafür kann der aber nur Reden halten solange der Teleprompter funktioniert!

Allein was man da zur Zeit in Polen und Tschechien abzieht mit dem "Raketenschirm"!
Als wären die 2 Länder potenzielle iranische Ziele von möglichen Nuklearraketen! Lächerlich!
Und die anderen? Die muss man als Ami ja nicht fragen! Amiland hat immer recht!

So gesehen ist Obama wohl das kleinere Übel für die Welt. Also hoffen wir mal, das die Amis uns keinen G.W. Bush 2.0 (aka Mitt Romney) bescheren...

Gast: Welcome to Ösistan
27.07.2012 09:41
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Österreich

Viele der Kommentare sind sehr amerikakritisch. Dabei bekommt mich das Gefühl von die Probleme der Politik in Österreich nicht wahrnehmen zu wollen. Die Amis sind vielleicht ein bißchen kurzsichtig, wir Österreicher sind durch und durch korrupt.

Im letzten Satz sind Verallgemeinerungen, die von den Politikern auf die Bevölkerung schließen, für Mitdenker: Eine oder zwei??

Romney erinnert mich an George Bush jun.

Die Amerikaner werden doch nicht noch mal so blöd sein?

Antworten Gast: Gast: Leser
27.07.2012 11:09
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Re: Romney erinnert mich an George Bush jun.

Nachdem Obama zwar großartige Reden halten und großspurige Versprechen abgeben kann, ohne irgend etwas zu halten, wäre Romney vielleicht sogar das kleinere Übel, jedenfalls für den amerikanischen Wähler.

Da haben die Amerikaner Elite-Unis, Denkfabriken etc.

Aber immer die mit Abstand dümmsten Präsidenten. Außer George W. Bush der hatte Stil!

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Re: Da haben die Amerikaner Elite-Unis, Denkfabriken etc.

da fehlt aber ein " e ".

Antworten Antworten Gast: H .
26.07.2012 23:17
3 0

Re: Re: Da haben die Amerikaner Elite-Unis, Denkfabriken etc.

Wo?

Re: Re: Re: Da haben die Amerikaner Elite-Unis, Denkfabriken etc.

hahaha.. der war gut!

die zweiparteiige Diktatur...

wann begreifen die Menschen, dass die Politik nicht mehr von den Marionetten die die Leute bei Laune halten sollen gemacht wird, sondern von dessen einflussreichen Financiers und Lobbyisten!

Antworten Gast: alex46
26.07.2012 10:56
2 2

Re: die zweiparteiige Diktatur...

meinst du jetzt SPÖ und die Grünen?

was ist der Unterschied zwischen einer zweiparteiige Diktatur in den USA und eine mehrparteiige Diktatur in Österreich??? ich sehe keinen...

Außer in den USA protestieren die Leute, wenn etwas nicht passt. In Österreich wird alles akzeptiert....

Re: Re: die zweiparteiige Diktatur...

habe nicht behauptet, dass es in Ö. viel anders wäre!

1 0

Re: Re: die zweiparteiige Diktatur...

Bin Ihrer Meinung bis auf den Umstand, daß die Menschen in den USA sehr wohl und das nicht zu knapp von ihrem Demonstrations- und Protestrecht Gebrauch machen!

zwischen obama und romney gibt es fundamental keine unterschiede

beide praeferieren einen "maechtigen" staat und weniger freiheit, mit dem unterschied dass romney das militaer verdoppeln will auf pump und obama die sozial-leistungen verdoppeln will - ebenfalls auf pump.

mal abwarten ob im august bei der republican convention in florida auch alle von mitt-romney's delegates fuer ihn waehlen ;-)))

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A hero is born...



RUN MITT RUN! WE LOVE YOU!

MAKE THE REAL CHANGE!

Antworten Gast: I geißel mi...
27.07.2012 08:53
1 1

Re: A hero is born...

Sie haben "MAKE THE REAL WAR" vergessen

Gast: b754
25.07.2012 16:27
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man kann sich vorstellen was israel und die republikaner anrichten werden wenn sie an die macht kommen

die glauben die welt gehört ihnen führt eure kriege daheim

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Re: man kann sich vorstellen was israel und die republikaner anrichten werden wenn sie an die macht kommen

Was hat das mit Israel zu tun?! So ein dummer Kommentar!

Antworten Antworten Gast: wd
26.07.2012 22:40
1 0

Re: Re: man kann sich vorstellen was israel und die republikaner anrichten werden wenn sie an die macht kommen

na, wenn er verkündet, Obama tue zuwenig für Israel, ist da einiges drin, wenn Herr Liebermann wieder mal eine gute Idee hat.

Gast: wwe
25.07.2012 15:26
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Was will er?

Will er, dass die USA so einen schlechten Ruf wie unter GWB hat?

Antworten Gast: Gast: Leser
27.07.2012 11:16
0 0

Re: Was will er?

Dieser Ruf hat sich unter Obama ja kaum wesentlich verbessert. Obama kann halt besser reden als George W., tut aber in Wirklichkeit nichts Neues und ist womöglich noch paranoider was "Terrorismus" und Ähnliches betrifft.

Gast: Waffenexport Nachfrage erhöhen
25.07.2012 14:38
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mehr Härte ?

""""Dieses Jahrhundert muss ein amerikanisches Jahrhundert sein"

"Ich werde die amerikanische Führerschaft in der Welt nicht aufgeben"

Ob gegenüber dem Iran, Russland oder China - Romney mahnte mehr Härte ein..
"""""
Der Typ geht ja voll auf eine Konfrontation und einen weiteren Krieg zu.
Handelt es sich nur um schäbige Aussagen oder entsprechen seine Aussagen der kommenden US Außenpolitik?

Wenn ja, na dann gute nacht Welt.


Gast: b754
25.07.2012 13:56
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zumindestens weiß man jetzt wen die juden unterstützen


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Re: zumindestens weiß man jetzt wen die juden unterstützen

Sie gehören offensichtlich dem in Österreich linken und damit seit Generationen tendentiell anstisemitischen Lager an. Anders kann man ihr Posting nicht einordnen (...wen die Juden unterstützen...). Amerikanische Bürger jüdischer Konfession wählen und wählten nie ausschließlich Republikaner.

Re: zumindestens weiß man jetzt wen die juden unterstützen

Und? Und wen unterstützen sie? Europäische Diletanten...?

Gast: estoc
25.07.2012 12:11
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es wäre an der zeit, ...

... dass die amis mal zur abwechslung einen krieg auf eigenem boden führen. ob sie dann auch noch so kriegsgeil sind?

Antworten Gast: tjatjatja
25.07.2012 13:37
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Re: es wäre an der zeit, ...

wenn du ihn einem kriegsgebiet leben würdest, wo du bedroht wirst, würdest auch lieber von den amis beschützt werden als von china oder russland.

 
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Im Fadenkreuz der Terroristen