Jeder dritte Wähler der Republikaner hält den amerikanischen Präsidenten Barack Obama für einen Muslim, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage zeigt. Trotz wiederholter Bekenntnisse zum Christentum von Seiten Obamas hat sich die Anzahl der Wähler, die der Muslim-These glauben schenken, seit 2008 verdoppelt.
Grund für die Annahme ist der mittlere Name Obamas, Hussein, und die Tatsache, dass sein kenianischer Großvater Muslim war. Seit Jahren wird von konservativen Aktivisten vor allem in Blogs und Radiosendungen dieser Verdacht verbreitet. Vertreter der muslimischen Gemeinden in den USA sehen hier ein Indiz für die hohe Abneigung des Islams durch konservative Kreise. Die neue Studie zeige, dass in den USA viel "Panikmache und Polarisierung" betrieben werde, erklärte ein Vertreter eines Muslimverbandes.
Insbesondere zu Beginn seiner Amtszeit bemühte sich Obama um eine Annäherung der USA an die islamischen Länder. In einer viel beachteten Rede in der ägyptischen Hauptstadt Kairo bot der US-Präsident im Juni 2009 der muslimischen Welt einen Neubeginn an.
(APA)

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