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Ungarn: Orban warnt vor dem Ende der Demokratie

27.07.2012 | 13:42 |   (DiePresse.com)

Die ungarische Opposition ist verblüfft über die drastischen Aussagen ihres Ministerpräsidenten. Sie werfen ihm vor, mit der "totalen Abschaffung des Rechtsstaates" zu spekulieren.

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Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat vor einem Ende der Demokratie in Ungarn gewarnt und damit am Freitag Proteste der Opposition ausgelöst. Bei einer Sitzung des Landesverbandes der Arbeitnehmer und Arbeitgeber am Donnerstagnachmittag hatte Orban erklärt: "Wir hoffen, Gott hilft uns dabei, dass wir uns nicht anstelle der Demokratie andere politische Systeme ausdenken müssen, die wir dann im Interesse des wirtschaftlichen Überlebens einzuführen haben."

Die Opposition reagiert scharf auf die Wortspende des rechtskonservativen Premier. Die neu gegründete Oppositionspartei "4K" sprach am Freitag in einer Aussendung von einer "verblüffenden Aussage", die das Demokratieverständnis von Orban offenbare. Laut der Oppositionsgruppe würde nun das System der Regierungspartei Fidesz-MPSZ „endlich nackig vor uns stehen", das „im Interesse der wirtschaftlichen Unterdrückung der Mehrheit der Gesellschaft die Demokratie begrenzen würde und auch die die totale Abschaffung des Rechtsstaates nicht für ausgeschlossen hält", wenn es Wirtschaftsinteressen verlangten.

Die oppositionellen Sozialisten (MSZP) formulierten nach Bekanntwerden der Äußerungen Orbans ihre Befürchtungen hinsichtlich der Demokratie und dem Rechtsstaat in Ungarn. Der Premier solle erklären, was er unter "anderen politischen Systemen" verstünde, hieß es in einer Aussendung.

 

(APA)

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9 Kommentare
Gast: R.K
02.08.2012 17:05
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Ein großes Problem

Es ist nun wirklich zum schbeiben, welche Politik Viktor Orban gegenüber seiner eigenen Nation und nicht zuletzt europäischen Bürgern anwendet. Öffentlich die Demokratie auch nur ansatzweise in Frage zu stellen und dabei noch unterstützt zu werden muss bei der E.U auf harsche Kritik und strafrechtliche Konsequenzen stoßen. Leider sind die schwachen Führungskräfte der Union nicht bereit etwas zu unternehmen sondern nur dabei zuzuschauen wie ein autoritärer Machthaber, politische Richtung ist hier ausnahmsweise nebensächlich, sein Land in den Abgrund zieht und mit ihm die Demokratie und vielleicht als nächsten Schritt sogar die Menschheit. Wer wird zur Kasse gebeten? Natürlich Europas Bürger, wer wird dann für etwaige politische Probleme beschuldigt ? Alle die denjenigen finanziell unterstützen, der sich anscheinend selbst zuwider ist. Warum verzichtet Orbán nicht einfach insgesamt auf Internationalität, und verschwindet dabei von der Problemliste Europas. Dann wäre unser Frust nun endlich gestillt.

Gast: Bolta
29.07.2012 23:04
0 0

"Wir hoffen, Gott hilft uns dabei, dass wir uns nicht anstelle der Demokratie andere politische Systeme ausdenken müssen,

Das war die Aussage, doch apa und die dahinter stehen versuchen sie in den Gegenteil zu verdrehen. Das ist alles....

Gast: Rózsa Sándor
29.07.2012 17:57
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Demokratie

Die Demokratie und Rechtstaat hat in Ungarn
am 23.10.2006 gerade von Gyurcsány gefühte
MSZP (jetzige Opposition) Regierung außer Kraft gesetzt, indem friedlich demonstrierende
zusammenschlagen und mit Gummigeschosse
auf Sie schießen ließ. Und die Westliche Presse
schrieb von rechtsradikale Demonstranten.
Aber jetzt ist alles undemokratisch in Ungarn?
Wenn selbst in Europa Hungersaufstände geben
wird, werden wir sehen wie sich die Demokratie
bewehrt. Hoffentlich wird nicht so weit kommen.

Gast: Wehret den Anfängen!
27.07.2012 19:40
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, Gott hilft uns dabei, dass wir uns nicht anstelle der Demokratie andere politische Systeme ausdenken müssen, die wir dann im Interesse des wirtschaftlichen Überlebens einzuführen haben."

Als demokratischer Ungar müsste man bei dieser Aussage eigentlich überlegen, ob man ihn nicht gleich fürs Wohl der Kinder präventiv erschießen sollte.

Antworten Gast: machmuss verschiebnix
28.07.2012 10:59
0 1

Re: , Gott helfe den Ungarn,

daß nicht wieder die sozialistischen Lügen-Barone an die Macht
kommen. Was die nämlich am meisten an Orban's Aussage
stört, ist die Verwendung des Wortes "Gott" .

Gast: orbanistsuper
27.07.2012 17:43
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Naja, in der EU wurde jedes Recht sowieso schon abgeschafft

nachdem so ziemlich alle Regeln und GEsetze gebrchen wurden um der Finanzindustrie ihre Raubzüge erleichtern zu können...

Also insofern - macht mal halblang.

So viel Vergehen kann ein ungarischer Präsident garnicht begehen dass er an das Mafia-system herankommt dem die EU-Länder gehorchen...

1 2

Ungarnhetze

2.Akt, es folgt in den nächsten Tagen das bekannte mediale Ungarn Bashing inklusive der Analyse unseres völlig unabhängigen Herrn Lendvai, Nächste Woche beschert uns anschließend Anonymous ein "Kauft nicht bei Ungarn" als Internetstartseite.

0 3

Die EU ist gerade dabei,...


...dieses Ende der Demokratie einzuläuten.

Wurden Sie gefragt, ob Sie Steuern für griechischen Betrüger zahlen wollen?

Wurden Sie gefragt, ob Sie mit Ihrem Steuergeld Wohnsiedlungen in Spanien bezahlen möchten?

Wurden Sie gefragt, als Österreich sich verpflichtete, über ESM und ESFS alle Banken und Staaten mit Geld zu versorgen, aus Ihrer Arbeitsleistung?

Wurden Sie gefragt, ob Sie mit undemokratischen Kommissarsentscheidungen in Brüssel einverstanden sind?

Dürfen Sie heute Ihre freie Meinung artikulieren, z.B. über Homosexualität, Islam, Abtreibung, .... - ohne von Zeitungen zensuriert und von der Öffentlichkeit beschimpft zu werden?

Orbán hat recht: die Wirtschaftskrise wird von unseren Politikern dazu benützt, alle nur möglichen demokratischen Instanzen auszuschalten.

radikaler Gedanke

aber wenn man die Unfähigkeit der Politiker aller Färbungen und Nationen betrachtet, dann denkt man wohl zwangsläufig darüber nach, ein anderes System besser in der Krisenbewältigung wäre. Mir fällt allerdings im Moment keines ein.