Jerusalem/Ag. „Die größte Gefahr der Welt ist ein atomar aufgerüstetes Ayatollah-Regime.“ Mit diesen Worten sicherte der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney der israelischen Führung am Sonntag die weitere volle Unterstützung zu. Zuvor hatte er in einem Interview mit der israelischen Zeitung „Haaretz“ mit einem Militärschlag gegen den Iran gedroht. Sollte er Präsident werden, so seine Botschaft an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, werde er hinter Israel stehen.
Romney traf neben Netanjahu auch mit Präsident Schimon Peres, israelischen Oppositionspolitikern sowie dem palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fayyad zusammen. Mit seiner einwöchigen Auslandsreise will sich der republikanische Herausforderer von Barack Obama international profilieren.
Israel dementiert US-Angriffsplan
Die israelische Führung hat indessen Berichte dementiert, wonach sie von den USA bereits über einen Angriffsplan gegen den Iran unterrichtet worden sei. Laut Zeitungsberichten soll ein Berater der US-Regierung, Thomas Donilon, mit Netanjahu bei einem gemeinsamen Essen bereits Details eines Angriffs auf den Iran erläutert haben. Er sollte umgesetzt werden, wenn der Konflikt um das iranische Atomprogramm nicht auf diplomatischem Weg bereinigt werden konnte. Dieser Bericht sei nicht korrekt, hieß es aus israelischen Regierungskreisen. Netanjahu habe Donilon nicht zum Essen getroffen und auch keine solchen Pläne ausgetauscht.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.07.2012)
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