Syriens Machthaber Bashar al-Assad hat die Bekämpfung der Rebellen zur Schicksalsfrage für sein Land ausgerufen. "Das Schicksal unseres Volkes und unserer Nation - in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - hängt von dieser Schlacht ab", erklärte Assad am Mittwoch anlässlich des 67. Jahrestages der Armeegründung. Er pries die Kampfbereitschaft seiner Soldaten gegen die Aufständischen, die er "kriminelle Terroristenbanden" nannte. Wo Assad sich aufhielt und wann er sich geäußert hat, war unklar.
"Mein Vertrauen in Euch ist groß!", sagte Assad an die Adresse der Soldaten. "Auch das Vertrauen unseres Volkes ist groß, dass ihr die Verteidiger seiner gerechten Sache seid." Die Soldaten hätten durch ihren Kampf bewiesen, dass sie die Verteidiger der Werte des Volkes seien, sagte der Präsident laut einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Sana. Syriens Armee befinde sich derzeit in einer "heldenhaften und entscheidenden Schlacht".
"Der Feind ist heute unter uns und nutzt Agenten, um das Land und die Sicherheit seiner Bürger zu destabilisieren und unsere wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Ressourcen aufzubrauchen", erklärte Assad, der seit eineinhalb Jahren einen Aufstand gegen sein Regime blutig niederschlagen lässt. Seit einem Angriff auf seinen innersten Führungszirkel im Juli ist er nicht mehr öffentlich aufgetreten.
Soldaten feuern aus Hubschraubern
Die syrische Armee hatte am Wochenende eine Gegenoffensive in der Handelsmetropole Aleppo gestartet, der in dem Konflikt möglicherweise entscheidenden Stadt. Seitdem wird dort erbittert gekämpft. Auch in der Nacht auf Mittwoch konnten Reuters-Journalisten laute Explosionen vernehmen. Aus Hubschraubern feuerten Soldaten demnach auf die Aufständischen. Die Armee versuchte, die Rebellen zurückzudrängen. Diese kontrollieren nach eigenen Angaben einen weiten Bogen, der Viertel im Osten und Südwesten der Wirtschaftsmetropole umfasst. In den vergangenen Tagen konzentrierten sich die Gefechte auf den südwestlichen Stadtteil Salaheddin.
In der Hauptstadt Damaskus flammten die Gefechte zwischen Rebellen und Regierungstruppen am Mittwoch ebenfalls wieder auf.
(APA/AFP/dpa/Reuters)
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