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Fall Assange: Justiz beharrt auf Verhör in Schweden

02.08.2012 | 15:59 |   (DiePresse.com)

Ecuador will, dass der Wikileaks-Gründer in der Londoner Botschaft des Landes befragt wird. Schweden lehnt ab. Erhält Assange Asyl in Ecuador?

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Die schwedische Staatsanwaltschaft hat ein Angebot abgelehnt, Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London zu vernehmen. Der 41-Jährige müsse in Schweden verhört werden, bekräftigte ein Sprecher der Anklagebehörde am Donnerstag in Stockholm.

Die schwedische Staatsanwaltschaft wirft Assange Sexualdelikte vor. Assange, der die Vorwürfe bestreitet, befindet sich seit Wochen in der ecuadorianischen Botschaft in London. Er hat Asyl in dem südamerikanischen Land beantragt, um seine Auslieferung nach Schweden zu verhindern. Er befürchtet, von dort in die USA abgeschoben zu werden. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte u.a. zahllose vertrauliche US-Botschaftsdepeschen sowie Informationen zu den Kriegen im Irak und Afghanistan veröffentlicht. Assanges Anwälte hatten die Vernehmung in der Botschaft angeboten.

Kritik an "internationaler Doppelmoral"

Ecuador will über den Asylantrag des Australiers erst nach dem Ende der Olympischen Spiele in London am 12. August entscheiden. Präsident Rafael Correa erklärte dazu in Quito, sein Land werde in dieser Angelegenheit keine Einmischung von außen dulden. "Ecuador wird eine souveräne Entscheidung treffen", sagte er am Mittwoch (Ortszeit) nach einem Treffen mit der Mutter Assanges.

Zugleich kritisierte Correa eine "internationale Doppelmoral" im Fall des Wikileaks-Gründers. Ecuador unterstütze die wahre Meinungsfreiheit. Nur dürfe dadurch nicht die nationale Sicherheit eines Landes gefährdet werden.

(APA/dpa)

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2 Kommentare

Mich wundert !

Das der noch lebt.

Re: Mich wundert !

Wie lange noch, daß ist die Frage.

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