Großbritanniens Premierminister David Cameron und der russische Präsident Wladimir Putin haben am Donnerstag in London eine engere Zusammenarbeit in der Syrienpolitik vereinbart. "Wir wollen beide, dass der Konflikt beendet wird, und möchten ein stabiles Syrien sehen", sagte Cameron nach dem Treffen in der Downing Street. Beide Staatsmänner wollten über Einzelheiten mit ihren jeweiligen Außenministerien diskutieren.
Auch der russische Präsident wertete die Gespräche positiv. "Wir sind uns einig geworden, die Arbeit fortzusetzen, um eine brauchbare Lösung zu finden", sagte Putin nach dem Treffen in London, dem ersten bilateralen seit 2005. Es gebe durchaus Bereiche im Umgang mit dem Syrienproblem, bei denen beide Seiten einer Meinung seien.
Direkte Kontakte liegen seit 2006 auf Eis
Die direkten Kontakte führender Vertreter Russlands und Großbritanniens waren 2006 auf Eis gelegt worden, nachdem der russische Regierungskritiker Alexander Litwinenko in London ermordet worden war. "Heute wurden unsere Beziehungen weiter gestärkt und es ging darum, diese wichtigen Dialoge zu führen, auch in Bereichen, in denen wir nicht immer einer Meinung sind, so dass wir unsere Standpunkte verstehen können", sagte Cameron.
Putin lobte die Gespräche über die Lage der Weltwirtschaft. "Wir haben sehr viel über die Weltwirtschaftskrise gesprochen. In einer solch dramatischen Zeit sind Treffen wie das heutige sehr hilfreich", sagte er. Der bilaterale Warenaustausch sei im vergangenen Jahr um 35 bis 40 Prozent gewachsen. "Wir haben vereinbart, nach weiteren Entwicklungsmöglichkeiten zu suchen."
(APA/dpa)
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