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Peking wirft Clinton "Ignoranz" zu Afrika vor

04.08.2012 | 14:41 |   (DiePresse.com)

Die US-Außenministerin hat Afrikanern geraten, mit verantwortungsbewussten Staaten zu kooperieren. China sieht das als "Komplott, um Zwietracht zu säen".

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China zeigt sich empört über Aussagen von US-Außenministerin Hillary Clinton während ihrer Afrika-Rundreise und wirft ihr "Ignoranz" über das chinesische Engagement in afrikanischen Ländern vor. Clintons Reise erweise sich als ein "Komplott, um Zwietracht zwischen Afrika und China zu säen", hieß es in einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Freitag. Clinton hatte in einer in Senegal gehaltenen Rede den afrikanischen Ländern den Rat erteilt, sie sollten Partnerschaften mit "verantwortungsbewussten" Staaten eingehen. Das wurde als Kritik an China ausgelegt.

Es seien gerade die westlichen Kolonialmächte gewesen, die Afrika ausgeplündert und "nichts oder sehr wenig zurückgelassen" hätten, schrieb Xinhua in dem Kommentar. Chinas Hilfe für Afrika orientiere sich an dessen Bedürfnissen, ohne dass irgendwelche politischen Bedingungen gestellt würden. China ist in mehr als 40 afrikanischen Staaten präsent. Dort wirken über eine Million chinesische Arbeiter und Fachkräfte. Die Chinesen haben die USA als Afrikas Wirtschaftspartner Nummer eins verdrängt. China will seine Kreditvergabe an afrikanische Länder in den kommenden drei Jahren auf 20 Milliarden Dollar (16,3 Milliarden Euro) verdoppeln.

(APA/Reuters/AFP)

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13 Kommentare

Wieso Zwietracht?

Wenn Clinton das gesagt hat, dann hat sie doch auch von einer Kooperation mit den USA abgeraten, oder seit wann gehören die USA zu den verantwortungsbewussten Staaten?

Wenn China nichts falsch gemacht hat dann muss es sich doch nicht angesprochen fühlen.

Sie entlarven sich immer wieder selber. Ich bin gespannt wann die "China-Blase" platzen wird.

"Afrika ausgeplündert und "nichts oder sehr wenig zurückgelassen" hätten"

Die üblichen Märchen.
Da fällt mir nur Belgien in einem sehr begrenzten Gebiet ein.
Was sollte denn ausgebeutet worden sein? Elfenbein, Copra?

Afrika war das Land der Pflanzer und der Wildtiere, eine Tradition von der das postkoloniale Afrika immer noch profitiert.
Die einzige Ausbeutung in des Wortes Sinne die es gab, war der arabische Sklavenhandel.

Re: "Afrika ausgeplündert und "nichts oder sehr wenig zurückgelassen" hätten"

Sie sind ein wirklich leibhaftiger aber um nichts desto trotz schmerzlicher Beweis dafür, welche Meinungen und Ideologien eine Pseudobildung hervorbringt.

Verantwortungsvoller Hinweis

Verantwortungsbewusste Menschen raten Staaten vor Kooperationen mit folgenden Organisationen ab:
Weltbank, IWF, UNESCO, sämtlichen amerikanisch dominierten Petrokonzernen, und nicht zuletzt dem US-Außenamt und dem Kriegskonzern NATO.

Re: Verantwortungsvoller Hinweis

...und nicht zu vergessen Österreich!
Wenn sie sich was gutes tun wollen die Afrikaner dann sollten sie vorsichtshalber alle österreichischen Einwanderer rauswerfen! Nicht dass sich die Geschichte wiederholt!

Alle wollen das selbe !

China USA Russland Europa,die Afrikaner sollten niemandem trauen.

wirtschaftspolitische Vertretung?

Das kommunistische China ist schon der bessere Kapitalist.

Während USA/Europa unter der Nato einen sinnlosen teuren Angriffskrieg nach dem anderen führt investieren die Chinesen in Afrika in Rohstoffe und Wirtschaftsbeziehungen also in die Zukunft.

Einfach traurig wenn man sieht das Österreich eigentlich gar nicht mehr vertreten wird und am Gängelband der EU und dadurch der USA hängen

Re: wirtschaftspolitische Vertretung?

Speichellecker waren sie immer, unsere Aussenminister!

Gast: Hammurabi
04.08.2012 15:50
11 0

USA aufgewacht?

Im Grunde haben die USA die Entwicklung in Afrika verschlafen und sind gerade in der Aufwachphase. China macht eben eine langfristig angelegte Wirtschaftspolitik und damit Weltpolitik. Die USA haben immer geglaubt in Ihrem Selbstverständnis, daß keine Macht auf dem Globus ihnen gefährlich werden könnte. Nun reiben sie sich die Augen und sehen in China einen Rivalen entstehen, der dabei ist, sie zu überflügeln. Mit Geld und geschickter Politik holen sich die Chinesen die wichtigen Resourcen, die sie in der Zukunft brauchen, während der Westen im Schuldensumpf versinkt.

Re: USA aufgewacht?

"Mit Geld und geschickter Politik holen sich die Chinesen die wichtigen Ressourcen,"

Nette Umschreibung für eine Ausbeutung basierend auf der Kooperation mit Staatsführern die Blut an den Händen haben und für Geld und Machterhalt alles tun.

Da wurde nichts verschlafen, die chinesischen Methoden waren entfach für demokratisch gewählte Politiker jenseits des Vorstellbaren und Durchsetzbaren.

Re: USA aufgewacht?

Vollkommen richtig analysiert, und das kastrierte Europa ist an letzter Stelle, von AUT will ich garnicht sprechen ...

14 2

Es wäre schön, wenn es wahr wäre

aber die "verantwortungsvollen Staaten" beweisen regelmässig, dass Kooperation nur so lange funktioniert, wie die Völker bereit sind, als Lohnsklaven für den Westen zu arbeiten.

Und wenn wer aufmuckt, dann schrecken wir nicht einmal davor zurück, Frauen und Kinder zu schänden. Das ist der "friedliebende Westen".