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Syrien: "Wir observieren die Iraner seit Monaten"

05.08.2012 | 14:32 |   (DiePresse.com)

48 Iraner wurden von einer syrischen Aufständischen-Gruppe entführt, weil sie angeblich Teil der Revolutionsgarden seien.

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Der blutige Konflikt in Syrien wird immer mehr zum Pulverfass für die gesamte Region. Eine islamistische Aufständischen-Gruppe entführte am Samstag in Damaskus 48 Iraner, denen sie unterstellt, zumindest teilweise den Revolutionsgarden, Eliteeinheiten der iranischen Führung, anzugehören. Ein Video, das der saudische Nachrichtensender Al-Arabiya am Sonntag ausstrahlte, zeigt einen Teil der Entführten in der Gewalt der sogenannten Al-Baraa-Brigade der Freien Syrischen Armee (FSA).

In dem Video zeigt der Kommandant der Einheit, Abdel Nasser al-Shumair, ausweisähnliche Dokumente in die Kamera, die die Zugehörigkeit der Entführten zu den Revolutionsgarden beweisen sollen. "Wir observieren die Iraner seit Monaten, seitdem wir von ihnen Kenntnis erlangt haben", sagte Shumair.

Iranische Medien hatten bereits am Samstag von der Geiselnahme berichtet, jedoch von Pilgern gesprochen, die entführt worden waren, als sie sich in einem Bus auf dem Weg zum Flughafen befanden. Am Sonntag erklärten dieselben Medien, der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi habe seine Amtskollegen in der Türkei und Katar um Hilfe gebeten. Nach iranischen Angaben hielten sich die Entführten in Syrien auf, um dort das Grabmal von Zaynab, der Tochter des Imam Ali - eine der wichtigsten Pilgerstädten der Schiiten - zu besuchen.

Vorbereitungen für Militäroffensive

In der nordsyrischen Metropole Aleppo bekämpften sich Regierungstruppen und Aufständische unterdessen weiter heftig. Das Regime ließ das Viertel Salaheddin am Sonntag massiv mit Artillerie beschießen. In dem Stadtteil habe es auch Gefechte gegeben, teilten die Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mit. Die Rebellen bereiten sich nach eigenen Angaben weiterhin auf eine großangelegte Militäroffensive vor. Nachdem es am Samstag auch in Damaskus zu heftigen Gefechten gekommen war, verkündete ein hochrangiger Offizier, die Armee habe wieder die Kontrolle über das gesamte Stadtgebiet übernommen.

Während die UNO am Samstag bekanntgab, die Hälfte ihrer 28 Beobachter aus Aleppo abgezogen zu haben - offiziell wegen des dort ausgefallenen Mobilfunknetzes - forderte der Golfstaat Katar ein geändertes Mandat für den Nachfolger des UN-Sondergesandten Annan. "Der einzige annehmbare Auftrag ist, auf eine friedliche Machtübergabe in Syrien hinzuarbeiten", sagte der Premierminister von Katar, Scheich Hamad bin Jassem al-Thani, am Samstag dem TV-Nachrichtensender Al-Jazeera in Doha. Das Golfemirat Katar unterstützt gemeinsam mit Saudi-Arabien die syrischen Rebellen mit Geld und Waffen. 

Das Rote Kreuz forderte Regierung und Rebellen eindringlich auf, Zivilisten zu verschonen. "Wir rufen alle an den Kämpfen beteiligten Gruppen zur Beachtung der Pflichten auf, die sich für sie aus dem humanitären Völkerrecht ergeben", erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Samstag in Genf und Damaskus. "Die Konfliktgegner müssen zu jeder Zeit zwischen Zivilisten und Kämpfern unterscheiden. Angriffe dürfen nur gegen militärische Einrichtungen geführt werden, niemals gegen Zivilisten oder zivile Einrichtungen wie Wohnhäuser, Schulen oder religiöse Stätten."

(APA/dpa/AFP/Reuters)

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17 Kommentare

Pilger mitten im Bürgerkrieg?

Seit wann gibt es in Damascus eine schiitische Pilgerstätte?
Die finden sich nur im Irak und Iran!

Re: Pilger mitten im Bürgerkrieg?

Natürlich gibt es in Syrien schiitische Pilgerstätten, was die Geschichte mit den Pilgern nicht glaubwürdiger macht. Bilden Sie sich, eine Minute Internetrecherche reicht aus!

5 4

Pilger werden von Terroristen entführt und mit dem Tod bedroht - und die Presse titelt "verhaftet"....sind hier alle durchgeknallt???


Unterdessen plagen Präsident Assad offenbar Geldsorgen.

Ich dachte , die "Assads" schwimmen in Geld und Luxus ? Diesen dümmlichen Presseorganen, die die Massen verdummen sollen, sind selber bereits debil ....

Antworten Gast: hudro45
05.08.2012 23:32
2 2

Re: Unterdessen plagen Präsident Assad offenbar Geldsorgen.

Denken ist nicht Ihre Stärke, oder?

Das meiste Geld liegt im Ausland auf welches zur Zeit nicht zugegriffen werden kann.
Der Rest sind entweder syrische Firmen im Inland, auch Vermögenswerte nur kann man mit denen schwer bezahlen oder ausländische undurchsichtige Firmenkonstrukte über den ganzen Erdball, auch mit diesen kann man nicht bezahlen aber auch das sind immense Vermögenswerte.

Alles in allem geht es anscheinend an die 40 Milliarden Grenze nur ist es halt blöd wenn man nicht zugreifen kann oder es sich um eine Erdgasraffinerie oder Telekomfirma handelt.

Antworten Gast: hudro45
05.08.2012 23:01
0 0

Re: Unterdessen plagen Präsident Assad offenbar Geldsorgen.

Denken ist nicht Ihre Stärke, oder?

Das meiste Geld liegt im Ausland auf welches zur Zeit nicht zugegriffen werden kann.
Der Rest sind entweder syrische Firmen im Inland, auch Vermögenswerte nur kann man mit denen schwer bezahlen oder ausländische undurchsichtige Firmenkonstrukte über den ganzen Erdball, auch mit diesen kann man nicht bezahlen aber auch das sind immense Vermögenswerte.

Alles in allem geht es anscheinend an die 40 Milliarden Grenze nur ist es halt blöd wenn man nicht zugreifen kann oder es sich um eine Erdgasraffinerie oder Telekomfirma handelt.

Gast: Suizid by Pilgerdrive???
05.08.2012 21:21
1 0

Bitte NICHT böse sein.....

....aber wer JETZT nach Syrien pilgern fährt/geht, der ist seinem Gott so nahe wie noch nie, auf deutsch gesagt, des Lebens müde, man könnte es auch Suizid by Pilgerdrive nennen!

Gast: xxxx
05.08.2012 21:10
1 1

Sind jetzt neuerdings Mekka und Meddina in Syrien??????

Oder kann es auch sein, dass solche "Iranische Pilger" einmal nach Österreich kommen? Vielleicht mit einem ordentlichen "Gürtel"?

Antworten Gast: OoOo
06.08.2012 11:04
1 0

Re: Sind jetzt neuerdings Mekka und Meddina in Syrien??????

Es gibt wesentlich mehr Pilgerstätten als nur Mekka und Medina, das sind bloß die bekanntesten und Wichtigsten/größten...

Antworten Antworten Gast: krowww
06.08.2012 14:44
1 1

Re: Re: Sind jetzt neuerdings Mekka und Meddina in Syrien??????

Gibt es nicht!

Naja, denkt euch mal hinein. Wenn ihr Elitesoldaten wärt

würdet ihr dann im Zielgebiet als Zivilist rumgurken, oder gleich hinter der Grenze die Waffen auspacken?

Ich denke wohl eher Zweiteres.

Antworten Gast: Demokierkratie
05.08.2012 21:56
0 0

Re: Naja, denkt euch mal hinein. Wenn ihr Elitesoldaten wärt

Naja, vor allem würde ich nicht ausweisähnliche Dokumente dabei haben, die Hinweise auf meine Identität geben.

Antworten Gast: k.u.k Feldmarschall
05.08.2012 21:14
0 0

Re: Naja, denkt euch mal hinein. Wenn ihr Elitesoldaten wärt

Jeder österreichische Präsenzdiener ist Elitesoldat.
Bis jetzt haben die noch jede Bierflasche geknackt!

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Die Forderung ist legitim...

und wäre für die (von mir aus!) "Rebellen" relativ leicht erfüllbar, erkennt man doch reguläre Soldaten an ihrer Uniform.

Wie soll man allerdings die Rebellen, die ja keine Uniform tragen und sich anscheinend gerne unter die Zivilisten mischen, ja sogar ihre "Hauptquartiere" in Schulen und vergleichbaren Institutionen einrichten, von den Zivilisten untertscheiden? Aber natürlich wird dann jedes Opfer den "Schlächtern der Regierung" angerechnet.

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Re: Die Forderung ist legitim...

Die Forderung ist nicht nur legitim, sie entspricht m. W. geltendem Kriegsrecht.

Geltendes Recht ist freilich auch, dass Kombattanten als solche äusserlich zu erkennen sind und dass sich die Kriegsparteien nicht in gewissen öffentlichen Gebäuden "verstecken" dürfen.

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prinzipiell haben sie recht

doch handelt es sich nicht um einen regulären krieg sondern um einen bürgerkrieg.

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Die Forderung ist legitim...

Aber wie lassen sich den die Rebellen, die ja