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China will keinen Zentimeter weichen

05.08.2012 | 17:34 |   (Die Presse)

Die chinesische Regierung in Peking verbietet sich jegliche US-Einmischung in den Konflikt um maritime Einflusszonen im Südchinesischem Meer. Vietnam bemüht sich, antichinesische Stimmung einzudämmen.

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Hanoi/Peking/ag./la. Sie schwangen vietnamesische Flaggen und skandierten antichinesische Parolen – jene Protestierenden, die am Sonntag in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi gegen die vermeintliche Aggression der Volksrepublik im Südchinesischen Meer demonstrieren wollten. Doch anders als in den vergangenen Wochen fand die Kundgebung dieses Mal nicht statt, denn die Polizei griff ein, verfrachtete rund 40 Teilnehmer unsanft in wartende Busse und lieferte sie in einem sonst für Drogenabhängige verwendeten Zentrum ab, wie ein Demonstrant der Nachrichtenagentur AFP telefonisch mitteilte.

Dass die Exekutive zur Tat schritt, ist nicht ungewöhnlich, denn die (zumindest dem Namen nach) Sozialistische Republik Vietnam ist nicht gerade als Hochburg der freien Meinungsäußerung bekannt. Doch in dem Kontext ist der Polizeieinsatz interessant, denn die vietnamesischen Machthaber ließen in den vergangenen vier Wochen drei gegen China gerichtete Proteste zu. Das lässt vermuten, dass Hanoi daran gelegen ist, die Wogen im Südchinesischen Meer zu glätten.

Und diese hatten sich zuletzt hochgeschaukelt. Zur Erinnerung: Die Anrainerstaaten des Gewässers streiten seit Jahren darüber, wer in welchem Ausmaß das Meer (und die unter dem Meeresgrund vermuteten Bodenschätze) nutzen darf. Die Volksrepublik beansprucht fast das gesamte Südchinesische Meer für sich – und liegt damit auf direktem Konfrontationskurs mit Ländern wie Vietnam, Malaysia oder den Philippinen, die den chinesischen Anspruch nicht anerkennen.

Dass der Konflikt zuletzt eskaliert ist, hat zwei Ursachen: Erstens will China auf der umstrittenen Paracel-Inselgruppe eine Militärbasis errichten. Und zweitens ist der letzte Versuch, den Streit im Rahmen eines Treffens der asiatischen Staatengemeinschaft Asean zu schlichten, spektakulär gescheitert: Zum ersten Mal in der Geschichte des Gremiums konnten sich seine Mitglieder nach einem Gipfel nicht auf ein Kommuniqué einigen – und zwar, weil Gastgeber Kambodscha, ein Verbündeter Chinas, dieses offenbar verhinderte.

Kopfwäsche für US-Diplomaten

Auch zwischen China und den USA, die den Pazifik und seine maritimen Handelswege als Interessensphäre betrachten. Für die Widersacher der Volksrepublik ist Washington ein logischer Verbündeter – für Peking wiederum ein Eindringling, der im chinesischen Einflussgebiet nichts zu suchen hat. Um ihren Unmut über die amerikanischen Einmischungsversuche zu artikulieren, hat die chinesische Regierung den stellvertretenden US-Botschafter in Peking ins Außenamt zitiert. Der Grund: Das State Department hatte zuletzt vor dem Anfachen der Grenzkonflikte gewarnt.

Konflikte gibt es nicht nur im Südchinesischen, sondern auch im Ostchinesischen Meer, wo China mit Japan um die Senkaku-Inseln streitet und immer wieder Schiffe in japanische Gewässer schickt. Am Sonntag schaltete sich Taiwan, das die Inselgruppe ebenfalls für sich beansprucht, in den Streit ein und warnte davor, dass die Auseinandersetzungen „den Frieden und die Stabilität in Ostasien“ gefährden würden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.08.2012)

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27 Kommentare
 
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Rechtschreibung!!!

"Peking verbietet sich jegliche US-Einmischung"

Es verbittet sich die Einmischung wohl. Sonst tun sie das Gegenteil.

Gast: commonSense
06.08.2012 09:38
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die Welt brauchte eine demokratische Völkergemeinschaft

. . . welche die Meere und unbewohnten Gebiete als GGemeingut bewahrt.

Re: die Welt brauchte eine demokratische Völkergemeinschaft

Schöner Gedanke.
Wenn Sie jetzt noch ausarbeiten wie man die organisieren kann, so dass es keinen Mißbrauch gibt, und wie man sämtliche Staaten der Welt dazu bringt das zu akteptieren und umzusetzen, dann bekommen Sie einen Keks von mir.

Und als nächstes der Weltfrieden.

2 0

Re: die Welt brauchte eine demokratische Völkergemeinschaft


herzig

Re: Re: die Welt brauchte eine demokratische Völkergemeinschaft

Warum nicht ?

Gast: nestbeschmutzer
06.08.2012 08:10
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prophet?

Wer aufgepassts hat, hat mitbekommen, dass die stärksten Steigerungen von Rüstungsausgaben im Dreieck China, Vietnam, Phililien, Malaysia, Indonesien, Indien, Pakistan laufen.. zwar zusammen immer noch weniger als die USA allein, aber langsam nähern sie sich...
Das lässt nichts Gutes ahnen.... der Krempel wird irgenwann explodieren, und die Trümmer werden auch uns Gutmenschen um die Ohren sausen...

Widerlich!

Das südchinesische Meer war und ist nicht chinesisch. Die Grenzziehungen dort sind völkerrechtlich ungklärt.

Nun jeden Kommentar welcher nicht der Staatsmeinung und dem imperialistischen Streben Chinas entspricht als Einmischung in die inneren Angelegenheiten darzustellen spricht für sich. Die Politik Chinas ist einfach widerlich.

Re: Widerlich!

Es heißt nur zufällig so ;D

Re: Re: Widerlich!

Diesen Einwand habe ich natürlich erwartet: Der Golf von Mexiko gehört auch nicht zur Gänze Mexiko, das Japanische Meer nicht zur Gänze Japan, der Finnische Meerbusen nicht alleine Finnland etc. etc. - nur weil diese Meeresteile nach einem der Anrainerstaaten benannt sind.

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Für die USA

Rüttle nicht am Watschenbaum,es reift die Frucht du merkst es kaum.

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.... Die Regierung VERBITTET sich ....


Re: .... Die Regierung VERBITTET sich ....

Nana, so VERBITTERT? Das verbiete ich mir.

Re: Re: .... Die Regierung VERBITTET sich ....

Das Wort verbitten hat nichts mit dem Verbot zu tun, sondern mit bitten. Bitter sind lediglich Ihre Rechtschreibkenntnisse.

mit der u.s. navy kann es niemand aufnehmen - auch nicht diese chinesen


Antworten Gast: hansvstein
06.08.2012 17:00
0 1

Re: mit der u.s. navy kann es niemand aufnehmen - auch nicht diese chinesen

selten so extrem dumme Postings gelesen !!!!

Antworten Gast: Ichlachdichaus
06.08.2012 14:32
0 1

Re: mit der u.s. navy kann es niemand aufnehmen - auch nicht diese chinesen

Vielleicht die "anderen" Chinesen ^^

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Re: mit der u.s. navy kann es niemand aufnehmen - auch nicht diese chinesen

Die U.S Navy kann es allerdings mit den Chinesen auch nicht aufnehmen. Carrier können in Reichweite landgestützter Missiles kaum eingesetzt werden, weil es keine wirksame Verteidigung gibt, die chinesischen U-Boote sind vermutlich mit Superkavitations-Torpedos ausgestattet, dagegen gibt es auch noch keine wirksame Abwehr und wie es trägergestützten Fliegern gegen landgestützte geht, hat man auf den Falklands gesehen.

Re: Re: mit der u.s. navy kann es niemand aufnehmen - auch nicht diese chinesen

wenn die chinesen es jemals wagen wuerden (was ausserordentlich stupid waere) irgendein schiff der navy anzugreifen, werden 9 flugzeugtraeger, mehrere u-boot und zerstoererverbaende (neuerdings testweise mit railguns ausgestattet), sowie samtliche marines, army, air-force und army-reserve truppen richtung china bewegen. ca. 4 millionen mann stark + unterstuetzung aus dem weltraum (laser, microwellen) sowie die erdbeebenwaffe aus alaska. dazu kommt noch das weltweit groesse nuklear arsenal das auf dem neuesten stand ist (sollte man diese waffentechnologie einsetzen) - die arbeitslosigkeit wuerde dann in usa gegen 0 tendieren und die staatsdefizite in den himmel, was finanzierung ueber die notenpresse notwendig macht (die kriegsfinanzierung) und den dollar stark abwertet - was in china hyperinflation verursachen wird, weil die ihre waehrung an den dollar binden. damit wird china militaerisch und finanziell das genick gebrochen.
die usa brauchen china nicht - da gibt es eben ein paar jahre (bis die produktion im inland wieder laeuft) keine neuen tvs und cell-phones mehr - das waere nur wuenschenswert. und in den naechsten 2-3 jahren werden die usa auch energie-netto exporteur (also oel-unabhaengig) dank fracking. bislang ist man ja "nur" nahrungsmittel-exporteur - und ohne das gibt's weltweit ein paar aufstaende.

fazit: don't mess with the u.s.

Antworten Antworten Antworten Gast: Messalina-X
07.08.2012 11:25
0 0

Re: Re: Re: mit der u.s. navy kann es niemand aufnehmen - auch nicht diese chinesen

so größenwahnsinnig sind nicht einmal die USA, daß sie einen Angriff auf China wagen würden

Re: Re: Re: mit der u.s. navy kann es niemand aufnehmen - auch nicht diese chinesen

Also ich weiß nicht wie sie auf 4 Millionen kommen. Nach den offiziellen Zahlen kommen die gesamten US-Streitkräfte inklusive Reservisten nicht einmal auf 3 Millionen.
Das hat China auch. Und wenn man anfängt aufzustocken kann China auf einen deutlich größeren Pool zurückgreifen.

Technisch ist die Ausstattung der US-Streitkräfte besser, aber als Angreifer ist man im Nachteil.
Die Größe des Atomarsenals ist auch recht irrelevant. Wenn China Nordamerika nur zweimal vernichten kann statt zehnmal ist das immer noch mehr als genug.

Deswegen würden die USA auch sicher, sicher nicht sofort zum Generalangriff blasen, wenn ein Schiff in umstrittenen Gewässern versenkt wird.
Es wäre auch politisch in den USA nicht durchsetzbar. Schon garnicht für das Südchinesische Meer.

Re: Re: Re: mit der u.s. navy kann es niemand aufnehmen - auch nicht diese chinesen

Ruhig But! Keiner von beiden wird so dämlich sein und einen 3WK beginnen. Kräftemessen tut man in so einem Fall durch einen Stellvertreterkrieg. Korea, Phillippinen oder sonstwer wird zum Handkuss kommen.

Re: mit der u.s. navy kann es niemand aufnehmen - auch nicht diese chinesen

... allerdings: die US Navy alleine (ohne Bodentruppen) hat und wird niemals einen Krieg gewinnen.

Re: Re: mit der u.s. navy kann es niemand aufnehmen - auch nicht diese chinesen

navy seals sind bodentruppen

Re: Re: Re: mit der u.s. navy kann es niemand aufnehmen - auch nicht diese chinesen

schon richtig, aber mit den seals werden nur begrenzte spezialeinsätze durchgeführt.

für einen halbwegs ernstzunehmenden ansatz wirds dann doch wohl die marines brauchen...

und ja, meine aussage stimmt nach wiev or: die u.s. navy (inkl. aller special forces) hat und wird niemals einen krieg agewinnen.

Gast: Haselnuss
05.08.2012 19:26
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China

Schon wieder wettern die Chinesen.

Schön langsam macht sich bei mir die Gewissheit breit, dass der WK 3 im "chinesischen" Meer ablaufen wird.

Der Fehler ist, dass man viel zu sehr von China abhängig ist und die Chinesen schön langsam begreifen, was für eine Machtfülle sie schön langsam haben!

Jetzt gilt's sich auf die Seite der bedrohten Völkerschaften zu schlagen!

Antworten Gast: 123456789101112131415
05.08.2012 20:47
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Re: China

nicht bös gemeint, aber das war jedem der ein bisschen vorausschauend denkt eh schon klar.

nachdem die neuen gegenpole china und usa sind, wo sollte der krieg ausgetragen werden? in good old europe, tausende kilometer von peking, washington und jeder art von ressourcen auf die die beiden scharf sind? die schlachtfelder des 3. wk werden in asien liegen, afrika und europa werden bestenfalls nebenschauplätze. wenn die eu länder und russland nicht ganz verblödet sind werden sie warten, und dann die scherben aufsammeln.

 
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