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Rumänien: "Minivolkszählung" soll Präsident aus dem Amt zwingen

05.08.2012 | 18:21 |   (Die Presse)

In Rumänien geht der Konflikt zwischen der sozialliberalen Regierung und Präsident Traian Basescu weiter. Nun sollen mit einer „Minivolkszählung“ die Wahllisten bis Ende August korrigiert werden.

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Bukarest/Ros. Rumäniens schon seit Anfang Juli kaltgestelltem Landesvater platzt angesichts der neuesten Manöver seiner Widersacher der Kragen. Die Kompromittierung Rumäniens müsse aufhören, „es geht zu weit“, entrüstete sich am Wochenende der suspendierte Präsident Traian Basescu.

Der Grund für seinen Ärger: Nachdem der Volksentscheid über seine Absetzung schon an der zu niedrigen Wahlbeteiligung gescheitert schien, mühen sich seine Rivalen in den Reihen der sozialliberalen Regierung, den Urnengang über eine Korrektur der Wahllisten nachträglich doch noch über das erforderliche Mindestquorum von 50 Prozent aller Wahlberechtigten zu hieven.

Bei dem von der Regierung des sozialdemokratischen Premiers, Victor Ponta, erzwungenen Urnengang hatten Ende Juli zwar 87 Prozent für die Amtsenthebung des konservativen Präsidenten gestimmt. Doch wegen des Wahlboykotts der Basescu-Anhänger war die Beteiligung mit 46,23 Prozent deutlich unter der erforderlichen 50-Prozent-Hürde geblieben. Das Verfassungsgericht hatte die Entscheidung über die eigentlich erwartete Annullierung des Votums vergangene Woche überraschend auf den 12.September vertagt. Der Grund für den Aufschub: der Regierungseinspruch, dass bei der Volksbefragung veraltete Bevölkerungsstatistiken zur Erstellung der Wählerlisten verwendet worden seien.

 

Emigration schuld an Ungenauigkeit?

Laut der Regierung, die auf die Volkszählung von 2011 verweist, liegt die Gesamtzahl der Wähler wegen der anhaltenden Emigration unter jener der offiziellen Wahlregister. Laut Basescu hätte die nun geforderte Aktualisierung der Wählerlisten jedoch maximal fünf Tage nach der Festlegung des Referendumstermins erfolgen müssen. „Nachdem sie ein Referendum organisiert haben, erheben sie nun selbst Einspruch dagegen“, kritisierte er.

Mit einer „Minivolkszählung“ sollen die Kommunen nun bis Ende August die Wahllisten „aktualisieren“. Es tue ihm leid, den Bürgermeistern die Ferien zu versauern, beteuert Premier Ponta: Doch das Verfassungsgericht habe um die Aktualisierung der Wahlregister gebeten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.08.2012)

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4 Kommentare

Sozialisten halt!

Wie in AUT, sie beschädigen sich gerne selbst, ubd bestehlen die Bürger, weil sie nach immer mehr Geld von den Bürgern greifen!

Gast: der lügenbaron
06.08.2012 12:05
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provinztheater macht furore


Das Verfassungsgericht bestätigt eine Anfrage Nr. 5305 vom 3. August 2012 an die Regierung nach dem Stand der Wählerlisten "aktualisiert gemäß den Vorgaben des Artikels 17, Absatz 2 des Gesetzes Nr. 3/2000 betreffend Organisation und Abwicklung eines Referendums" welches stipuliert, daß "die Aktualisierung der Wählerlisten binnen fünf Tagen von der Feststellung des Datum für ein Referendum durch die Bürgermeister zu erfolgen hat". Hätte demnach bis spätestens 11. Juli erfolgen sollen.
Ein nachgeordneter Beamter des Innenministeriums soll die Anfrage dahingehend manipuliert haben, daß die Aktualisierung zum Tag der Anfrage gegolten hätte, was zu den Mini-Volkszählungen geführt hat (Methode: die Leute fragen, ob in ihrer Nachbarschaft welche verstorben, verzogen oder ausgewandert sind - ist das in einem EU-Staat vorstellbar?).
Mittlerweile wurde es Rus und Dobre zu bunt und sie traten heute zurück. Respekt, bei aller Reserviertheit vor ihrem Mitspiel bei der Schaffung eines kompletten Chaos in diesem europäischen Nachzügler.

Schöne Zustände

in einem Land der EU!

Gast: hmm
05.08.2012 22:21
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bei der Gelegenheit wird offenkundig

Durch die an sich eher uninteressante bis lächerliche Theateraufführung in Bukarest wer denn nun am öffentlichen Sautrog am meisten fressen dürfe kommt die ganze Peinlichkeit des dieses Land im Auftrag von EU und Genossen beherrschenden Gesindels zu Tage.

Seit dem von außen inszenierten Militärputsch von Dezember 1989 sind zumindest 1/4 wahrscheinlich jedoch 1/3 der Bevölkerung aus dem Lande davongelaufen um der dort herrschenden Misere zu entkommen. Niemand wollte bislang wirklich genau wissen wieviele bereits davongelaufen sind!

Der EU Beitritt hat die Sache noch verschlimmert anscheinend. Jedenfalls musste seit 1990 alles was in Rumänien volkswirtschaftliche Relevanz hatte um lächerliche Beträge an ausländische Kapitalinteressen übergeben werden. Die als Kompradoren das Land knechtenden ehemaligen Nomenklaturaangehörigen haben dafür Sorge zu tragen, dass das auch so bleibt und keine Kapitalakkumulation im Lande zustandekommt wodurch neue international konkurrenzfähige rumänische Wirtschafteinheiten entstehen könnten. Rumänien hat Billigstlohnarbeiter zur Verfügung stellende verlängerte Werkbank und Lieferant von Menschenmaterial zu sein das die hohen Reproduktionskosten in den westlicheren EU Staaten zu sparen hilft.

Das Land geht dabei auf Sicht komplett zu Grunde!

Dem sich in Bukarest gestützt auf die Hilfe der im Hintergrund lauernden geballten Wirtschaftsmacht und Kriegsmaschinerie der Dominanz wichtig machenden Gesindel ist das so was von egal ...