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Chinas Führungsriege bereitet Machtwechsel vor

05.08.2012 | 19:20 |   (DiePresse.com)

Mehrwöchige Klausurtagung im Badeort Beidaihe. Vize-Präsident Xi Jinping dürfte der neue starke Mann Chinas werden.

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Die chinesische Führungsriege hat sich zu einer mehrwöchigen Klausurtagung zurückgezogen, um den anstehenden Machtwechsel vorzubereiten. Wie die staatlichen Medien am Sonntag berichteten, nimmt an den auf rund einen Monat angelegten Beratungen im Badeort Beidaihe auch Vize-Präsident Xi Jinping teil, der offenbar im Herbst die Staatsführung von Präsident Hu Jintao übernehmen soll. Als künftiger Ministerpräsident ist der derzeitige Vize-Regierungschef Li Keqiang im Gespräch.

Beidaihe liegt etwa hundert Kilometer östlich von Peking. Früher fanden die Klausurtagungen im Sommer dort regelmäßig statt, aber unter Hu wurde die Tradition weitgehend aufgegeben, weil die Treffen als zu luxuriös galten. In Beidaihe dürfte sich in den kommenden Wochen die künftige Zusammensetzung des Politbüros der regierenden Kommunisten herauskristallisieren. Derzeit gehören dem Ständigen Ausschuss des Politbüros, dem eigentlichen Spitzengremium, neun Politiker an.

Die chinesische Führung wurde in den vergangenen Wochen von einem ungewöhnlichen Skandal erschüttert. Mitte März wurde der Chef der Kommunistischen Partei in Chongqing, Bo Xilai, abgesetzt. Der Politiker hatte sich im Kampf gegen Korruption einen Namen gemacht und galt als aussichtsreicher Kandidat für einen Sitz im Ständigen Ausschuss des Politbüros.

Die Ehefrau Bos, Gu Kailai, muss sich nun aber kommende Woche wegen Ermordung eines britischen Geschäftsmanns vor Gericht verantworten. Ende Juli hatten die staatlichen Medien berichtet, dass die Justiz Anklage gegen Gu und einen Hausangestellten des Ehepaars erhoben habe. Die Anklage wirft Gu vor, zusammen mit ihrem Komplizen einen Freund des Ehepaars, Neil Heywood, vergiftet zu haben. Der in China lebende Brite war im vergangenen November in einem Hotelzimmer der südwestlichen Metropole Chongqing tot aufgefunden worden.



APA/AFP

(Ag.)

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