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Serbien: Demokraten forderten Rücktritt von Tadic

07.08.2012 | 12:31 |   (DiePresse.com)

Nach seiner Niederlage bei der Präsidentenwahl fordern seine Parteikollegen den Rücktritt von Boris Tadic. Nur so wäre ein gleichberechtigtes Rennen um die Spitzenposten in der Partei möglich.

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Der abgewählte serbische Präsident Boris Tadic muss heftige Kritik aus den eigenen Reihen einstecken. Nach seiner Niederlage bei der Präsidentenwahl im Mai wurde Tadic nun erstmals von seinen Parteikollegen offen zum Rücktritt aufgefordert. Um ein gleichberechtigtes Rennen um die Spitzenposten in der Demokratischen Partei (DS) zu sichern, müsse vor dem für Herbst angesetzten Parteitag die gesamte Führung zurücktreten, sagte DS-Spitzenfunktionär Goran Jesic der Tageszeitung "Dnevnik".

Jesic, der seit Jahren als erfolgreicher Bürgermeister der Vojvodina-Kleinstadt Indjija bekannt ist, erklärte, dass Tadic als Staats- und Parteichef nicht nur für die Erfolge, sondern auch für Misserfolge verantwortlich sei, vor allem auch, weil er einen schwachen Ministerpräsidenten (Mirko Cvetkovic, Anm.) bestellt habe. Der frühere Präsident zeichne für die schlechte Besetzung wichtiger Staatsämter in den vergangenen Jahren verantwortlich: "Wir haben auf die Wirtschaftskrise nicht adäquat reagiert und hatten eine schlechte Personalpolitik", ließ Jesic im Hinblick auf die Niederlage der Partei bei den Parlamentswahlen Anfang Mai wissen.

Seit den Parlaments- und Präsidentschaftswahl ist die Demokratische Partei nach fast zwölf Regierungsjahren erneut in der Opposition. Tadic, der den Demokraten seit 2004 vorsteht, hat nach der Wahlniederlage kein einziges Mal einen möglichen Rücktritt von der DS-Spitze angedeutet.

Neben Jesic gilt der Bürgermeister Belgrads, Dragan Djilas, als einflussreicher DS-Politiker. Djilas hatte aber erst kürzlich wissen lassen, dass er nicht für das Amt des Parteichefs kandidieren wolle, sollte sich Tadic erneut dafür bewerben.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Sachse
07.08.2012 15:43
0 0

Tadic sollte sich demokratisch zeigen

Ich glaube, dass der ehemalige serbischer Staatspräsident sollt den präfix "demokratisch" seiner Partei respektieren und endlich Mal rücktretten.
Die Bilanz seiner Herrschaft sind für das serbische Volk, und letztendlich seine Partei katastrophal. Die wirtschaftliche, politische und gesellschftliche Lage im Lande ist schlimmer als zur Milosevic's Zeiten. Die Korruption und Nepotismus sind schon eine Sache des Alltags geworden.
Seine einst respektvolle Partei ist mittlerweile das Synonym für Korruption und Kriminalität geworden. Tadic beschmückt sich mit Djindjic's Erbe, aber seine Taten zeigten etwas komplett anderes. Kein Wunder, dass die Demokraten von den Bürgern bestraft worden sind, aber offensichtlich den Boris ist das immer noch nicht klar.
Serbien braucht dringend einen Generationswechsel in der Politik. Die neue Regierung ohne Tadic und seinen Clan ist schon ein guter Anfang.