Der französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hat sich in den Syrien-Konflikt eingeschaltet: Der im Mai abgewählte konservative Staatschef habe sich ausführlich am Telefon mit dem Präsidenten des oppositionellen Syrischen Nationalrates (SNC), Abdel Basset Sida, unterhalten, teilten beide in einer gemeinsamen Erklärung am Dienstagabend mit. Dabei hätten beide "große Ähnlichkeiten mit der libyschen Krise" festgestellt. Sarkozy war eine treibende Kraft beim Nato-Militäreinsatz gegen den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi.
"Fast 40 Minuten lang" hätten Sarkozy und Sida über die Lage in Syrien gesprochen, hieß es in der gemeinsamen Erklärung weiter. Beide hätten die "völlige Übereinstimmung" ihrer Beurteilung der Schwere der Krise in Syrien festgestellt sowie die "Notwendigkeit eines schnellen Handelns der internationalen Gemeinschaft, um Massaker zu vermeiden". Der Syrische Nationalrat unter dem Vorsitz von Sida ist der wichtigste Zusammenschluss der Opposition gegen den syrischen Machthaber Bashar al-Assad.
Sarkozy: "Ich habe zumindest gehandelt"
Bereits Ende Juli hatte sich Sarkozy in die Diskussion rund um eine mögliche Militärintervention in Syrien eingeschaltet und den außenpolitischen Stil seines Nachfolgers Francois Hollande bemängelt: "Man hat mich in Bezug auf Libyen kritisiert, aber ich habe zumindest gehandelt", sagte er damals. Hollande warf er zudem vor, die "Dimension seines Postens noch nicht erfasst zu haben, insbesondere im internationalen Bereich.
(APA/AFP)
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