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Syrien: Gefechte mit jordanischen Grenztruppen

11.08.2012 | 09:12 |   (DiePresse.com)

Die tage von Syriens Staatschef Assad scheinen gezählt. US-Außenministerin Clinton berät die Lage in Istanbul. Die Rebellen nehmen unterdessen Geiseln.

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US-Außenministerin Hillary Clinton sucht in Istanbul heute nach neuen Wegen im Kampf gegen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad. Clinton werde darüber mit syrischen Oppositionellen sowie mit dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan und Präsident Abdullah Gül sprechen, teilte das US-Außenministerium am Freitag mit. Die USA versorgen die Rebellen unter anderem mit Satellitenbildern und Kommunikationstechnik. An der jordanisch-syrischen Grenze kam es am späten Freitag unterdessen zu Gefechten.

Nach Angaben aus jordanischen Sicherheitskreisen eröffneten syrische Soldaten auf eine Gruppe von etwa 500 Flüchtlingen das Feuer. Die jordanischen Grenzwachen schossen zurück, da die Flüchtlinge schon auf jordanischem Boden waren. Es habe einen etwa 30 Minuten dauernden heftigen Schusswechsel gegeben. Auf jordanischer Seite sei niemand verletzt worden.

Offiziere verlassen Assads Truppen

Unter den Flüchtlingen waren laut syrischen Aktivisten Dutzende hochrangige Offiziere der Assad-Armee. Die jordanischen Sicherheitskreise konnten nichts über die Identität der Flüchtlinge sagen. Einige der Ankommenden hätten jedoch eine Vorzugsbehandlung erhalten. Sie seien an einen geheimen Ort gebracht worden, an dem syrische Deserteure beherbergt würden.

Die Tage von Assad als syrischer Machthaber sind nach Einschätzung des deutschen Bundesnachrichtendienstes möglicherweise schon bald gezählt. "Es gibt viele Anhaltspunkte dafür, dass die Endphase des Regimes begonnen hat", sagte BND-Chef Gerhard Schindler der Zeitung "Die Welt" (Samstagsausgabe). Assads Armee habe rund 50.000 ihrer einst 320.000 Soldaten verloren. Darunter seien viele Verwundete, Deserteure und 2.000 bis 3.000 Überläufer zur militanten Opposition, die nach BND-Erkenntnissen aus rund 20.000 Kämpfern bestehe. "Die Erosion des Militärs hält an." Die kleinen, regional verankerten und äußerst wendigen Rebellengruppen zermürbten mit ihrer Art von Guerillataktik die Armee zunehmend. Der Aufstand wird dem BND-Chef zufolge aber keineswegs von Islamisten dominiert.

Nachfolger für UN-Friedensmission

Die Vereinten Nationen suchen indes fieberhaft nach einem Nachfolger für ihren gescheiterten Syriengesandten Kofi Annan. Als Favorit galt am Freitag der Krisenexperte Lakhdar Brahimi. Der 78-jährige ehemalige algerische Außenminister habe "gute Chancen", zum neuen Syriengesandten der UN und der Arabischen Liga ernannt zu werden, sagte ein westlicher Diplomat in Beirut. Ähnliches war auch von Diplomaten in New York zu hören. Brahimi hat Erfahrungen als UN-Sondergesandter unter anderem in Afghanistan und im Irak.

In Aleppo forderte der Krieg am Freitag zahlreiche Opfer in der Zivilbevölkerung. Eine Granate tötete vor einer Bäckerei mindestens elf Menschen. Die Menschen hätten sich wenige Stunden vor dem Fastenbrechen im Ramadan um Brot angestellt, sagte der Aktivist Bassam al-Halebi. Ein weiteres Geschoß traf die mittelalterliche Zitadelle im Zentrum der umkämpften nordsyrischen Großstadt. Das Eingangstor sei beschädigt worden, teilte der oppositionelle Syrische Nationalrat mit.

Von unabhängiger Seite konnten diese Berichte nicht bestätigt werden. Wer die Granaten abfeuerte, war unklar. Zwar verfügen hauptsächlich die Regierungstruppen über Artillerie, doch haben auch die Aufständischen solche Waffen erbeutet und eingesetzt.

Rebellen nehmen Geiseln

Die Aufständischen in Syrien haben nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten drei Journalisten eines staatlichen syrischen Fernsehsenders gefangengenommen.

Eine Gruppe syrischer Rebellen will indes mit der Geiselhaft von elf Libanesen eine Entschuldigung des Hisbollah-Führers Hassan Nasrallah für seine mutmaßliche Unterstützung des Regimes in Damaskus erzwingen. In seinen Reden sei Nasrallah grausam gegenüber der syrischen Revolution und dem syrischen Volk gewesen, sagte der Rebellen-Sprecher Samir Haj Omar am Freitag in der nördlichen Stadt Asas. Ohne Entschuldigung Nasrallahs würden die im Mai verschleppten schiitischen Pilger nicht freikommen.

Nach Angaben der örtlichen Koordinationskomitees wurden am Freitag in Syrien 180 Menschen getötet, davon 75 in Aleppo. Seit Beginn der Proteste gegen das Assad-Regime vor 17 Monaten kamen nach UN-Schätzungen etwa 17.000 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen Zivilisten. Die Zahl der Vertriebenen liegt laut UN bei 1,5 Millionen Syrern.

Annan hatte wegen der mangelnden Friedensbereitschaft der Konfliktparteien und der Uneinigkeit der Vetomächte im Sicherheitsrat vor einer Woche das Handtuch geworfen. "Wir wünschen uns einen starken Nachfolger für Kofi Annan", sagte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle in Berlin. Die exzessive Gewalt in Syrien erfordere "dringend den Einstieg in einen politischen Prozess".

Clinton will in Istanbul von syrischen Aktivisten "Erfahrungen aus erster Hand" erhalten. Sie werde Frauen, Studenten, Blogger treffen, aber keine bewaffneten Kämpfer, verlautete aus dem US-Außenamt. Clinton wolle erfahren, wie die US-Hilfe wirke und ob Washington mehr tun könne. Daneben setzen die USA auf Sanktionen gegen Syrien. Am Freitag setzte das US-Finanzministerium die staatlichen Ölkonzerne auf die schwarze Liste, weil sie Treibstoff an den Iran geliefert haben sollen. Zudem wurde US-Bürgern verboten, mit der Hisbollah im Libanon Geschäfte zu treiben, weil diese Assad unterstütze.

Finanzhilfe für Rebellen

Großbritannien stellt den Rebellen in Syrien Ausrüstung für fünf Millionen Pfund (6,3 Millionen Euro) zur Verfügung. Dabei handle es sich nicht um tödliche Waffen, betonte Außenminister William Hague in London. Es gehe vor allem um Funk- und Kommunikationstechnik sowie medizinische Hilfe. Auch Schutzanzüge seien dabei. Die Mittel würden zusätzlich zur humanitären Hilfe in Millionenhöhe gewährt, die Großbritannien bereits nach Syrien geschickt hat.

Der Menschenrechtsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Markus Löning, warf dem Assad-Regime eklatante Menschenrechtsverletzungen vor und verlangte die Freilassung aller politischer Gefangener. Als exemplarischen Fall nannte er den syrischen Menschenrechtler Masen Darwisch, der das Syrische Zentrum für Medien und Meinungsfreiheit geleitet hatte. Gemeinsam mit Mitarbeitern werde Darwisch seit dem 16. Februar an einem unbekannten Ort festgehalten. Es gebe Hinweise, dass ihm vor einem Militärgericht die Todesstrafe drohe.

(APA/dpa/Reuters/AFP/sda)

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33 Kommentare
 
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Gast: Friedensnobelpeisträger
11.08.2012 16:38
3 1

Es wird Zeit dass der Iran die Terrorlager in Israel, Jordanien und Türkei zerstört.

Iran sollte den Bündnisfall ausrufen, eine letzte Wahrung an diese Länder aussprechen und keinen Tag später diese Lager mit Raketen zerstören.

Antworten Gast: 43567
11.08.2012 17:19
1 0

Re: Es wird Zeit dass der Iran die Terrorlager in Israel, Jordanien und Türkei zerstört.

Bündnisfall setzt ein Bündnis voraus.

Wer wäre den Mitglied dieses Bündnisses?

Nicht jetzt Russland oder Syrien selbst aufs Tapet bringen, so lächerlich werden ja wohl nichtmal Sie sein.

Auch der Irak selbst wäre sicher nicht Mitglied eines solchen Bündnisses, also wer wäre Ihrer Meinung nach dieses Bündnis?

Antworten Antworten Gast: Friedensnobelpeisträger
11.08.2012 21:02
1 0

Re: Re: Es wird Zeit dass der Iran die Terrorlager in Israel, Jordanien und Türkei zerstört.

Syrien befindet sich mit dem Iran hochoffiziell in einem Verteidigungsbünnis.
Bei der gegenwärtigen Invasion von Aleppo mit irregulären Kräften war in Syrien und dem Iran überlegt worden, den Bündnisfall zu erklären. Entschieden wurde dabei jedoch, dass die syrische Armee stark genug ist, um mit dem Terror der Söldnerbanden fertig zu werden. Das ist sicher keine Feigheit von Seiten des Iran, sondern eher Taktik: man möchte dem Gegner nicht das moralische Argument in die Hand geben, der Iran sei zur Niederschlagung einer Revolte mit Truppen in Syrien eingefallen, so wie die Saudis in Bahrein.

Stattdessen hat der Iran nochmal bekräftigt, dass, wenn sich irgendwelche fremden Staaten mit offizielen Truppen einmischen, sei es unter dem Vorwand eines Korridors, einer No-Fly-Zone oder was auch sonst eines Vorwandes, dann der Bündnisfall gegeben ist und der Iran darauf so reagieren wird, wie auf einen Angriff gegen iraniches Territorium.

Die Verteidigungsdoktrin des Iran ist offensiv – wer auch immer den Iran angreift, muss damit rechnen, als unmittelbare Antwort sofort heftige Gegenschläge auch auf sein eigenes Territorium hinnehmen zu müssen. Mit anderen Worten: sollte die Türkei mit offiziellen Truppen in Syrien einfallen, könnte der Iran beispielsweise als direkte Antwort türkisch-Kurdistan von türkischen Truppen befreien oder Kommandozentralen in Ankara mit Raketenstreitkräften angreifen.

Antworten Antworten Antworten Gast: 43567
12.08.2012 11:51
0 0

Re: Re: Re: Es wird Zeit dass der Iran die Terrorlager in Israel, Jordanien und Türkei zerstört.

Ich bitte Sie, machen Sie sich doch nicht lächerlich mit einer Glorifizierung der iranischen Streitkräfte und Schlagkraft.

Wenn eine Flugverbotszone kommt, dann kommt sie.

Der Iran kann dagegen gar nichts machen außer heiße Luft hinausblasen.

Soviel Schwachsinn wie in Ihrem letzten Absatz habe ich ja noch nie gelesen.

Egal was passiert, sollte der Iran eine Rakete auf z.B. die Türkei, einem Bündnisspartner der USA,schießen bleibt vom Iran nach einer Woche nur mehr das übrig was ihrer Ideologie entspricht, Steinzeit.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Friedensnobelpeisträger
13.08.2012 08:36
0 0

Re: Re: Re: Re: Es wird Zeit dass der Iran die Terrorlager in Israel, Jordanien und Türkei zerstört.

Dann kommt, traut euch wenn ihr könnt.

Wir werden ja sehen, ich live, was dann passiert.

Re: Re: Re: Re: Re: Es wird Zeit dass der Iran die Terrorlager in Israel, Jordanien und Türkei zerstört.

es ist jz für die iraner zeit zum aufrüsten und viel nachzudenken....

Gast: biersauer
11.08.2012 16:34
5 1

Die Verbrecherbanden, welche sich "Rebellen" nennen, ..

bestehen aus internationalen Abenteurern, welche hier ihren persönlichen Dschihad führen und Zivile berauben und ermorden.
http://www.zukunftskinder.org/?p=24604

Re: Die Verbrecherbanden, welche sich "Rebellen" nennen, ..

...was für ein abstruser Unsinn: Wer liess zuerst pruegeln, schiessen, niedermetzeln und kartaetschen
- um dies alles mit kulanten Gesten und stereotypem Hinweis auf ''bewaffnete Terrorbanden'' frech zu leugnen?..,

Gast: wenn ich mir SIDO...
11.08.2012 13:17
1 5

Das syrische Terrorregime

hat jetzt nicht mal mehr Respekt vor seinem Nachbarstaaten.
Höchste Zeit diesen Assad und seiner Terrorbande mit ein paar Nato Bomben Feuer unter dem Ar... zu machen

US-Friedensnobelpeisträger sind ganz schön

kriegslüstern.

Gast: Demokierkratie
11.08.2012 11:25
1 1

Die Menschen hätten sich wenige Stunden vor dem Fastenbrechen im Ramadan um Brot angestellt, sagte der Aktivist Bassam al-Halebi.

Ja, alles klar! Da wird jetzt schon seit Wochen, wenn nicht Monaten, so berichtet, als wäre die Hölle los in Aleppo. Und die Menschen stehen dort gemütlich vor einer Bäckerei nach Brot an. Man will uns wirklich für dumm verkaufen.

Antworten Gast: udb34
11.08.2012 11:48
1 1

Re: Die Menschen hätten sich wenige Stunden vor dem Fastenbrechen im Ramadan um Brot angestellt, sagte der Aktivist Bassam al-Halebi.

Na zu Ihnen würde der Bäcker in der Feuerpause natürlich liefern.

Als wenn das ein syrisches Novum wäre, dass in der Feuerpause bei einem Stadtkampf, solche Feuerpausen liegen in der Natur solch eines Kampfes da ja Straße um Straße gekämpft wird, sich die Leute um Essensvorräte anstellen.

Wo steht bitte, dass die Leute GEMÜTLICH um Brot anstehen?

Unglaublich was hier für Leute posten.

Antworten Antworten Gast: Demokierkratie
11.08.2012 16:08
0 1

Re: Re: Die Menschen hätten sich wenige Stunden vor dem Fastenbrechen im Ramadan um Brot angestellt, sagte der Aktivist Bassam al-Halebi.

Oh, hab doch glatt das Video vergessen:

http://weltnetz.tv/video/371

Antworten Antworten Gast: Demokierkratie
11.08.2012 16:07
1 0

Re: Re: Die Menschen hätten sich wenige Stunden vor dem Fastenbrechen im Ramadan um Brot angestellt, sagte der Aktivist Bassam al-Halebi.

Hier mal ein Video aus Damaskus, das die wahren Zustände zeigt. Achten Sie auf die leeren Straßen, auf die Tristesse und die Zerstörung. Da traut sich keiner auf die Straße. Und es ist anzunehmen, dass es in Aleppo noch viel schlimmer ist. Glauben Sie mir, da geht keiner zum Bäcker und stellt sich für Brot an.

Antworten Antworten Antworten Gast: udb34
11.08.2012 17:32
1 0

Re: Re: Re: Die Menschen hätten sich wenige Stunden vor dem Fastenbrechen im Ramadan um Brot angestellt, sagte der Aktivist Bassam al-Halebi.

Informieren Sie sich lieber, google werden Sie ja wohl bedienen können.

Antworten Antworten Antworten Gast: udb34
11.08.2012 17:31
1 0

Re: Re: Re: Die Menschen hätten sich wenige Stunden vor dem Fastenbrechen im Ramadan um Brot angestellt, sagte der Aktivist Bassam al-Halebi.

http://www.todayheads.com/0world/death-toll-climbs-as-aleppo-battles-rage/

Antworten Antworten Antworten Gast: udb34
11.08.2012 17:27
1 0

Re: Re: Re: Die Menschen hätten sich wenige Stunden vor dem Fastenbrechen im Ramadan um Brot angestellt, sagte der Aktivist Bassam al-Halebi.

http://www.smh.com.au/world/without-water-electricity-or-fuel-they-fight-for-end-to-regime-20120805-23npr.html

Antworten Antworten Antworten Gast: udb34
11.08.2012 17:25
1 0

Re: Re: Re: Die Menschen hätten sich wenige Stunden vor dem Fastenbrechen im Ramadan um Brot angestellt, sagte der Aktivist Bassam al-Halebi.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2186183/Syria-conflict-How-residents-Aleppo-struggle-survival.html

Gast: Wasserlaeufer
11.08.2012 11:04
2 0

So giessen halt die Alliierten,

so wie in vielen anderen Buergerkriegen,
ein bisschen Oel ins Feuer um ihr
Suepplein zu koecheln.

"How a democracy goes to war"

waere der passende Buch-Titel fuer jene
die glauben, dass Demokratien
nicht kriegsluestern seien ;-)

Scharenweise laufen die Armeeangehörigen seit Monaten über...

Und dann sind es 2000 von 320 000 - woow... wieviel ist das in Prozent?
Die Tage von Assad sind gezählt... und wie lange zählen wir jetzt schon?
Meine liebe Presstituierten - euren CIA Schmonz glaubt euch niemand mehr!

Antworten Gast: Initiativen der Versöhnung
11.08.2012 12:11
4 0

Minus der jungen Leute, die die Waffen ablegen!

Initiativen der Versöhnung: zB 300 Oppositionskämpfer wollen die Waffen niederlegen. Nur darüber schwefen unsere Qualiltätsjournalisten.

Presse der Päpstliche Missionswerke:
http://www.fides.org/aree/news/newsdet.php?idnews=30567&lan=deu

Das Hauptproblem seien *ausländische* bewaffnete Rebellen, so der katholische Geistliche.

Antworten Gast: zzzuuu
11.08.2012 11:22
1 0

Re: Scharenweise laufen die Armeeangehörigen seit Monaten über...

Es steht ja,dass 2000-3000 zur Opposition übergelaufen sind, der Rest von den 50000 entweder verletzt, tot oder ins benachbarte Ausland geflüchtet sind, wenn diese Zahlen stimmen.

50000 Verlust, egal auf welchem Wege, wären schon mehr als 1% von 320000.

Wenn Sie den CIA Schmonz schon zum kommentieren wert finden sollten Sie ihn schon genau lesen.

Also weniger als 1% laufen zu den Rebellen über

Das sieht nicht wirklich nach einem Volksaufstand aus, bedenkt man, dass es sich um eine Wehrpflichtigenarmee handelt.

Antworten Antworten Antworten Gast: zzzuuu
11.08.2012 12:11
0 0

Re: Also weniger als 1% laufen zu den Rebellen über

Ja, aber auf der anderen Seite sieht es auch nicht wirklich nach einer noch schlagkräftigen syrischen Armee aus.

Mit Verlaub und ohne wirklich glaubhafte Informationen von beiden Seiten zu haben, wie wäre es bitte möglich, dass eine reguläre Armee, mit Jets, schwerer Artellerie etc, nicht fähig ist 2,3 Städte von Rebellen zu säubern wenn diese nachweislich über keine schweren Waffen verfügen und "extremly outnumbered" sind?

Wie das möglich ist?

Fragen sie die:
ehem. Sowjetischen und Jugoslawischen Partisanen,
die Veteranen des Vietkong,
die Taliban in Afghanistan,
die Rebellen in Tschetschenien.
Keine dieser Gruppen hat die Bevölkerung repräsentiert - das wird nur im Fall des Sieges so kolportiert. Partisanen werden so gut wie immer von außen eingeschleust und terrorisieren zu aller erst die Zivilbevölkerung. Erst wenn diese Angst hat, die regulären Tuppen mit Infos zu versorgen, beginnen die Partisanen mit ihrer "Arbeit". Jedes Massaker an Zivilisten kann überdies den Regulären in die Schuhe geschoben werden. Auch hier sind unsere Geschichtsbücher voll mit unterstellten Massenmorden... ich sag nur z.B. Katyn.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: zzzuuu
11.08.2012 13:03
0 0

Re: Wie das möglich ist?

Könnten Sie mir da bitte eine Literaturangabe geben betreffend der These, dass Partisanen so gut wie immer von außen eingeschleust werden.

Vor allem in Bezug auf Sowjetische und Jugoslawische, von wo wurden diese eingeschleust?
Ausgeklammert natürlich muslimische Kämpfer im Balkankrieg welche aus religöser Überzeugung in Bosnien kämpften.

Betreffend Vietcong/NFL, diese waren keineswegs von außerhalb nach Südvietnam eingeschleust sondern waren schon dort bei teilung des Landes.
Einzig das Rückzugsgebiet des Vietcong war Laos da die US Streitkräfte Laos gemieden haben, bis auf einige Operationen in grenznahen Gebieten.
Vietcong war eine klassische Grenzgänger Guerillaarmee welche aber ihren Ursprung in Südvietnam hatte.
Eingesickert sind damals nur Truppenteile der NVA aus Nordvietnam und Pathet Lao aus Laos.

 
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