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Syrien-Konflikt: Gefechte an Grenze zu Jordanien

11.08.2012 | 11:39 |   (DiePresse.com)

Die Kämpfe weiten sich gefährlich aus. Es kam zu heftigen Kampfhandlungen der Grenztruppen der beiden arabischen Länder.

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Der Syrienkonflikt droht sich gefährlich auszuweiten. An der Grenze zwischen Syrien und Jordanien lieferten einander Grenztruppen der beiden arabischen Länder in der Nacht auf Samstag schwere Gefechte. Syrische Soldaten schossen auf eine große Gruppe syrischer Flüchtlinge, auch als diese sich schon auf jordanischem Boden befanden. Die jordanischen Truppen erwiderten das Feuer, bestätigten Sicherheitskreise in Jordanien.

Gefechte an der syrisch-jordanischen Grenze sind nicht selten, doch der 30-minütige, intensive Feuerwechsel beim Grenzdorf Al-Schadshirah war einer der schwersten dieser Art, unterstrichen die jordanischen Sicherheitskreise. Auf jordanischer Seite wurde niemand verletzt, hieß es. Die Heftigkeit der Kämpfe sei darauf zurückzuführen, dass sich in der Gruppe von 500 syrischen Flüchtlingen Dutzende hochrangige Armee-Offiziere befanden, sagten syrische Aktivisten in Amman. Die Militärs waren demnach zuvor aus den syrischen Streitkräften desertiert. Trotz der konspirativen Planung hätte der syrische Geheimdienst Kenntnis von der Grenzpassage erlangt.

Neue Kämpfe um Aleppo und Damaskus

Auch in der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo und in der Hauptstadt Damaskus hat es am Samstag nach Angaben von Aufständischen und Menschenrechtsaktivisten erneut schwere Gefechte gegeben. Ein Anführer der Freien Syrischen Arme sagte, die Rebellen hätten "einige strategische Positionen" im Stadtteil Salaheddin zurückerobert. "Die Kämpfe sind heftig und dauern seit 24 Stunden an. Mehrere Gebiete in Aleppo werden (von der syrischen Armee) beschossen."

Die Aufständischen hatten sich am Donnerstag zunächst vollständig aus Salaheddin zurückgezogen. Die syrischen Regierungstruppen gingen am Samstag mit Kampfflugzeugen, Helikoptern, Panzern und schwerer Artillerie gegen die Stellungen der Aufständischen vor. "Die Belagerung durch die Regimetruppen erschwert es uns, ausreichenden Nachschub an Munition in die Stadt zu bringen", sagte der Rebellenkommandant Abu Omar al-Halebi der Deutschen Presse-Agentur am Telefon. Auch mache sich die waffentechnische Überlegenheit des angreifenden Militärs bemerkbar.

Schüsse und Explosionen in Damaskus

In Damaskus lieferten einander Rebellen und Armee nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte heftige Kämpfe um den im Süden gelegenen Stadtteil Tadamun. Im Stadtteil Kabun waren demnach Schüsse und Explosionen zu hören. Die syrische Armee hatte Anfang August erklärt, nach heftigen Kämpfen wieder die vollständige Kontrolle über die Hauptstadt errungen zu haben.

Unterdessen traf US-Außenministerin Hillary Clinton in der Nacht zum Samstag zu Gesprächen über den Syrien-Konflikt in der Türkei ein. Bei den Gesprächen mit Präsident Abdullah Gül, Regierungschef Recep Tayyip Erdogan und Außenminister Ahmet Davutoglu dürfte es vor allem um verschärfte Strafmaßnahmen gegen Damaskus gehen. Clinton sollte auch Vertreter der syrischen Opposition und syrische Flüchtlinge treffen.

5,5 Millionen Dollar von USA für Flüchtlinge

Es wird erwartet, dass Clinton eine zusätzliche Hilfe für syrische Flüchtlinge in Höhe von 5,5 Millionen Dollar bekanntgeben wird. In der Türkei halten sich derzeit mehr als 50.000 Flüchtlinge aus Syrien auf. Ankara und Washington treten für ein Ende der Herrschaft des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad ein und unterstützen die bewaffneten syrischen Rebellen.

146.667 Syrer sind mittlerweile nach UN-Angaben vor der Gewalt in ihrem Heimatland geflohen. Die Zahl der registrierten Flüchtlinge in der Türkei, Irak, Libanon und Jordanien habe sich damit weiter erhöht, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) laut Kathpress am Freitag in Genf mit. Mitte Juli lag die Zahl bei rund 112.000 Flüchtlingen - weiters hinzu kämen noch tausende Menschen, die bisher noch gar nicht registriert worden seien.

6000 Flüchtlinge in einer Woche

Allein in dieser Woche flohen laut UNHCR rund 6000 Syrer in die Türkei, viele von ihnen aus Aleppo oder umliegenden Dörfern. Damit halten sich den Angaben zufolge derzeit mehr als 50.000 syrische Flüchtlinge in der Türkei auf. Die türkische Regierung habe angekündigt, zusätzliche Camps zu errichten, um Kapazitäten für weitere 50.000 Menschen zu schaffen.

Im Irak stieg die Zahl der geflohenen Syrer den Angaben zufolge auf rund 13.600 an. Auch nehme die Zahl von Irakern, die wegen der Gewalt aus Syrien zurückkehrten, weiter zu. Seit Mitte Juli seien 23.228 Iraker in ihr Heimatland zurückgekehrt. Im Libanon halten sich laut UN-Angaben derzeit 36.841 syrische Flüchtlinge auf, in Jordanien 45.869.

(APA/dpa/AFP)

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40 Kommentare
 
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Das Kaufen von Offizieren

ist eine Kriegstaktik der USA. Bereits im kalten Krieg gab es hochdotierte Angebote für Überläufer, die mit ihrer Mig-29 desertieren sollten.

Und im Irak wurden auch Schlüsseloffiziere gekauft, die dann bei der Invasion einfach keine Befehle erteilten.

Ich würde also das Desertieren von Militärs nicht unbedingt als Abkehr von der Regierung, dem "Regime" ex Presse-Slang, interpretieren, sondern einmal neutral stehen lassen.


Re: FSA-eine Bande wahnsinniger Mörder

Jeder Protest gegen den Westen und seine Terroristen-Handlanger , die sunnitischen Mörder, ist vollkommen sinnlos. Die Mächtigen ziehen ihren Plan durch- koste es , was es wolle... Die Massenmedien verdummen uns weiter, bis zum Stumpfsinn

Antworten Gast: unnerum25
12.08.2012 11:26
1 3

Re: FSA-eine Bande wahnsinniger Mörder

Diese Seite passt zu Ihnen wie die Faust aufs Aug.
Schon alleine das theatralische Hintergrundbild löst bei jedem halbwegs Gebildeten Menschen Unbehagen und Zweifel ob der Seriosität dieser Seite aus.

Bezeichnend auch immer, dass bei diesen Schmierseiten im Impressum immer nur eine Person angeführt wird, welche weder irgendwer kennt noch irgendwann jemand etwas von dieser gelesen hätte.

Dazu noch voltairenet, zukunftskinder etc etc und wie die ganzen anderen Weltverschwörer und Insiderseiten noch heißen.

Die USA wollen also eine Flugverbotszone

Ohne UN Mandat umsetzen... viel Spass mit der russischen Flugabwehr...

Re: Die USA wollen also eine Flugverbotszone

die hat bekanntlich auch im Irak perfekt funktioniert .....

Gast: Ichlachelaut
11.08.2012 22:40
0 1

Also das Foto..

..wirkt wirklich wie aus "Wag the Dog"!

Antworten Gast: Demokierkratie
12.08.2012 09:45
0 1

Re: Also das Foto..

Nach der ganzen Fehlberichterstattung hier glaube ich mittlerweile, dass viele Fotos aus der Retorte sind. Aber das ist nicht weiter schlimm, denn....

"Der Präsident will ein weißes Kätzchen!"

USA erwägen Flugverbotszone über Syrien?

Und ich dachte immer Flugverbotszonen seien Sache der UNO!

Antworten Gast: Hannes Kannes
12.08.2012 08:52
3 2

Re: USA erwägen Flugverbotszone über Syrien?

China und Russland sollten eine Flugverbotszone über den USA in Betracht ziehen!

Antworten Gast: gigoi
11.08.2012 21:00
1 3

Re: USA erwägen Flugverbotszone über Syrien?

Sollen Sie kommen, wir Iraner werden schon ihnen ihre Flugzeuge um die Ohren hauen.

eine Flugverbotszone wie in Lybien...

das war ja sehr erfolgreich inklusive der Abschlachtung von tausenden Schwarzen durch die "Alquaida"!Aber wen interessiert das - die Medien werden darüber kaum berichten!

Gast: Gregorxxx
11.08.2012 17:59
4 10

Kein Frieden

Assad ist ein Diktator und Verbrecher, die Oppositionellen bestehen zu einem Großteil aus Islamisten, die wahrscheinlich kaum menschenfreundlicher auftreten werden. Egal was kommt, es wird nichts Gutes sein und Flüchtlingsströme werden sich nach Europa ausgießen. Mir tun die Menschen in Syrien leid, denn ich glaube nicht, dass es in den nächsten Jahren für sie besser wird.

Assad ist Geschichte !

Auch wen viele hier Glauben,das sie ihn verteidigen müssen kann ich nur sagen,ihr verteidigt einen Despoten !
Keine Angst Syrien wird nicht radikal islamisch,auch den Christen im Lande wird es danach besser gehen.
Ich würde mir mehr sorgen machen um
Israel und die Bedrohung des Iran !

Re: Assad ist Geschichte !

sie meine wohl, bedrohung DURCH den iran...

interessant. dass sogar ein artikel uber rein innerarabis he schweinereien neg. statements uber israel hervorruft.....

Gast: Christsus
11.08.2012 16:25
13 4

Jeder weiß, daß die “Freie Syrische Armee” nur als Marke, als Tarnung, als Nebelbegriff existiert, den jede Miliz, Todesschwadron, jeder Attentäter und alle Gruppen von Bewaffneten in Syrien genauso als Tarnung benutzen wie die von allen Seiten verratenen und verkauften syrischen Oppositionellen.

Was Clinton heute also versuchen wird, während sie vor dem Scherbenhaufen der maßgeblich durch ihren, auch und gerade gegenüber den Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika verantwortungslosen und höchst gefährlichen Fanatismus betriebenen Invasion steht, ist schlicht noch mehr Schaden anzurichten.

Gast: obama 2
11.08.2012 16:06
7 8

Terroranschläge in Europa

USA plant "false flag" Terroranschläge für Europa um die öffentliche Meinung zu beeinflussen
Dazu gehöre nach Erkenntnissen des Bundesnachrichtendienstes (BND) das Modell des Einzelgängers („lone wolf“), der aus dem Land des Anschlagsziels komme und im Ausland auf Attentate vorbereitet werde. „Wir wissen, dass diese Strategie aktuell auf der Agenda von Al-Kaida steht und sind entsprechend aufmerksam“, sagte Schindler. In Afghanistan habe der BND dank guter Vernetzung in dem Land bereits seit Januar 2011 19 Anschläge auf Bundeswehrsoldaten vereiteln können.

Auch die USA warnen vor Terror in Europa. Anschläge der libanesischen Hisbollah-Miliz stünden unmittelbar bevor. „Wir denken, dass die Hisbollah jederzeit und ohne irgendeine Art Vorwarnung Anschläge in Europa und anderswo begehen könnte“, erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums in Washington am Freitag.

Antworten Gast: gaslm
11.08.2012 17:39
3 8

Re: Terroranschläge in Europa

Wenn man soviel Stracher und Sarrazin liest kommt sowas wie Sie raus

Re: Re: Terroranschläge in Europa

legen sie ihre donald duck hefterl endlich ins eck!

12 4

"Rebellen"

Hier ein Bericht, den vor allem diejenigen lesen sollten, die Sympathie für die "Rebellen" hegen:

http://www.schweizmagazin.ch/news/ausland/10757-Syrien--jhriges-Kind-von-den-Rebellen-ffentlich-hingerichtet.html

Antworten Gast: 4572
11.08.2012 19:39
4 3

Re: "Rebellen"

"schweizmagazin" ist genauso glaubhaft wie die 2 Mann Menschrechtsgruppe in London welche die Rebellen immer als Gutmenschen hinstellt.

Laut einem Bericht von irakischen Menschenrechtlern........

Aha, wer sind die? Was haben die schon alles publiziert? Wo haben die ihren Sitz?
Wer überwacht die Überwacher? etc etc usw usf.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London usw. usf.

Unglaublich wie Leute auf der einen Seite solch ein Organisation ablehnen und auf der anderen Seite eine andere verlinken nur weil ihnen das dort publizierte in den Kram passt.

Die Dummheit ist echt auf dem Vormarsch.


Antworten Gast: schonwiedereingast (dauerzensuriert)
11.08.2012 15:23
9 4

Re: "Rebellen"

es gibt ein Interview mit einem syrischen Soldaten in einem Lazarett, der in einer kritischen Kampfsituation mit den Rebellen verletzt wurde, und darauf seine Kameraden bat ihn zu erschießen bevor er in die Hände der Rebellen falle.
Auf die Frage des Interviewers, warum er das tat, sagte er, dass die 'Rebellen' gefangene syr. Militärs zu Tode foltern, ihnen die Hände abhacken etc


Antworten Antworten Gast: frodrano
11.08.2012 19:47
4 1

Re: Re: "Rebellen"

Es gibt ein Interview.......... hahahaha

Es gibt auch einen Mayakalender ;-) kommen Sie sich nicht selber dumm vor wenn Sie sowas posten?

Einfach irgendetwas unüberprüfbares in ein Forum geifern.

Stellen Sie doch die Quelle oder den Link herein, sollte dieses Interview halbwegs seriös und überprüfbar sein wird es hier sicher niemanden geben welcher solche Folter und Kriegsverbrechen für gut befindet.

Antworten Antworten Antworten Gast: schonwiedereingast (dauerzensuriert)
11.08.2012 21:32
0 2

Re: Re: Re: "Rebellen"

bitte schön

http://www.quarterly-review.org/?p=948


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: frodrano
12.08.2012 11:31
1 0

Re: Re: Re: Re: "Rebellen"

Bei einer Aufdecker und Informationsseite welche nichtmal ein Impressum angibt lese ich nichtmal eine Zeile.

Warum hat eine Seite, welche sich auf seriöse Berichterstattung beruft nichtmal ein Impressum und einen Verantwortlichen?

Lächerlich was hier für Seiten ausgegraben werden.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: schonwiedereingast (dauerzensuriert)
12.08.2012 13:55
0 2

Re: Re: Re: Re: Re: "Rebellen"

das ist eine Site, welche den Originalbericht wiedergibt, das Original finde ich nicht mehr so schnell, darum habe ich auch von vornherein keinen Link angegeben;

Suderanten und Wadlbeisser gibts hier zu Hunderten, konstruktive Beiträge muß man mit der Lupe suchen - mehr lesen, weniger geifern

 
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