19.05.2013 00:11 Merkliste 0

Trittin will Spitzenkandidat der deutschen Grünen werden

11.08.2012 | 18:51 |   (DiePresse.com)

Er habe keine Präferenz für eine weibliche Mitstreiterin. Trittin plädiert für massive Finanztransfers Deutschlands in andere europäische Staaten.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im deutschen Bundestag und ehemalige Umweltminister Jürgen Trittin hat seine Bewerbung für die Spitzenkandidatur im nächsten Bundestagswahlkampf erklärt. "Ich trete an und möchte einer der beiden Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen sein", sagte er dem am Montag erscheinenden Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Trittin weigert sich aber, eine der möglichen weiblichen Spitzenleute Renate Künast, Claudia Roth oder Katrin Göring-Eckardt als Partnerin zu favorisieren: "Mit allen Frauen, über deren Kandidatur bisher spekuliert wird, kann ich gut zusammenarbeiten."

Bei einer Mitgliederabstimmung schloss Trittin sein eigenes Scheitern nicht aus: "Vielleicht will die Partei auch zwei Frauen an der Spitze. Ich bin als Mann nicht gesetzt."

Koalitionsabsage an Merkel

Wegen der Unterschiede in der Europapolitik erteilt Trittin einem Regierungsbündnis der Grünen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach der Bundestagswahl 2013 eine Absage: "Für eine solche Koalition gibt es keine Basis". Merkel sei "in der Europapolitik nicht in der Lage, sich auch nur ansatzweise rechtzeitig in der eigenen Koalition durchzusetzen". Er könne sich "nicht vorstellen, mit einer antieuropäischen Partei wie der CSU eine Regierung zu bilden".

Trittin wirbt im "Spiegel" dafür, zur Lösung der Euro-Krise auch massive Finanztransfers Deutschlands in andere europäische Staaten in Kauf zu nehmen: "Wir müssen in die Gemeinschaft Europa investieren, am Ende zum eigenen Nutzen. Wenn wir unseren Wohlstand dauerhaft erhalten wollen, müssen wir die Schuldenkrise in den Griff bekommen", sagte der Oppositionspolitiker. "Aber es gehört zur Wahrheit auch dazu, gerade hier in Deutschland, dass wir aus dieser schwierigen Situation nur rauskommen mit mehr Europa, stärkeren Institutionen und auch höheren Transfers."

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

10 Kommentare
Gast: erschowida
12.08.2012 13:38
1 0

Das wird...

...den steten Abwärtstrend der Grünen mit Sicherheit nicht stoppen. Ein Alt-Gedienter Atomkraft-Gegner dem nun jede Idee fehlt gegen was er nun die Wähler mobilisieren könnte.
Die Idee mit den höheren Finanztransfers wird bei den grünen Wählern die mittlerweile mehrheitlich im noch nicht abbezahlten Reihenhaus am Stadtrand sitzen bestimmt super ankommen...

Trittin ist ein überzeugter Kommunist

und wird die Grünen noch weiter nach links rücken als sie ohnehin schon sind. Zwischen der Partei Die Linke und den Grünen passt ideologisch kein Blatt Papier. Nur die Erklärungen und Erläuterungen sind anders formuliert.

Ein typischer

Ökofaschist!

Trittin

„Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig.”

Jürgen Trittin, Bündnis90/Die Grünen in der FAZ vom 02.01.2005, Seite 6

Dass er ein Deutschlandhasser par excellence ist, gibt er offen zu und damit ist er noch nicht einmal alleine. Es gibt noch genügend andere "Landsleute", die Deutschland liebend gerne von der Landkarte verschwinden lassen wollen.

Vor allem steht er aber dafür, unter dem Deckmantel der "Nachhaltigkeit" oder der drohenden Klimakatastrophe die Eigentumsrechte stark einzuschränken und die Wirtschaft planwirtschaftlich zu steuern. Das macht ihn wirklich gefährlich.

1 0

„Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig.”

Wer so was sagt, muß aber auch erklären wer dann die EU finanziert! Außerdem die anderen Staaten wollen auch keine Finanzunion, die wollen lediglich unterstützt werden, damit sie ihr leichtfertiges Wirtschaften weiterführen können. Aber vom Dreinreiden in ihre eigenen Bereiche ist da nirgends die Rede.

Aber möglicherweise ist das sowieso nur Wahlkampftaktik. Die Grünen haben ja noch nie Wahlversprechen oder Grundsätze eingehalten, wenn sie irgendwo ans Ruder gekommen sind!

Antworten Gast: es gibt sie noch
12.08.2012 09:26
4 0

Re: Trittin

Die Kommunisten des alten Schlags sind in Europa noch nicht ausgestorben, und das eigene Land ist das Feindbild Nr 1. Trittin und Kumpanen sind zu beachten, hinter ihrem Grün schaut das Dunkelrote heraus. Diesen Kommunismus gab es bereits - bitte nicht nochmals.

Die österreichischen Grünen

orientieren sich an den deutschen Grünen und wie kommt ein deutscher Grüner auf die ausgefallene Idee das Geld der Steuerzahler in andere Länder zu transferieren?

Seit wann sind subventionierte Volkswirtschaften für irgendetwas nützlich? Das ist also das Ziel der Grünen - eine Finanzplanwirtschaft und keine Marktwirtschaft!

Die Grünen sind für einen ESM eingetreten - Trittin hat seine Teilnahme am Bilderbergertreffen der Basis verschwiegen!


Gast: Freiheit
11.08.2012 21:18
2 0

entschuldigung aber gehts dem noch???

oh du meine guete - auf einmal erscheind der iran ja fast als eine freieres land als europa....

0 0

"Während Österreich noch um die verpassten Olympia-Medaillen weint"

Für einen in der Wolle gefärbten Muslim ist es dort vermutlich gar nicht so übel. Hierzulande muß man eben zunehmend Kommunist sein, um durchzukommen.

0 0

Hoppla, falsche Überschrift.

Muß natürlich "auf einmal erscheind der iran ja fast als eine freieres land als europa ..." lauten.