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Ägyptische Truppen töten bis zu sechs Extremisten

12.08.2012 | 10:27 |   (DiePresse.com)

Die Gefechte auf der Sinai-Halbinsel gehen weiter. In der Nähe zu Israel soll das Militär nun einen Unterschlupf von Extremisten angegriffen haben.

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Auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel haben Sicherheitskräfte am Sonntag bis zu sechs Extremisten getötet. Die Soldaten hätten die Kämpfer in einem Unterschlupf in der Nähe der Grenze zu Israel aufgespürt, hieß es in Sicherheitskreisen und von Augenzeugen.

Das Staatsfernsehen berichtete am Sonntag von neun Toten durch einen Einsatz bei Al-Joura, aus Sicherheitskreisen war aber anschließend zu erfahren, drei Soldaten seien bei einem Autounfall und nicht im Gefecht ums Leben gekommen. Die Sicherheitskräfte hätten ein kleines Haus in Al-Joura umstellt, "sie haben sechs Menschen getötet und die Leichen liegenlassen, dann sind sie mit Rettungswagen und einem Feuerwehrwagen zurückgekommen, um sie mitzunehmen", sagte ein Augenzeuge, der namentlich nicht genannt werden wollte. Die Getöteten in dem Haus waren nach Schilderungen von Zeugen bewaffnet und stammten nicht aus dem Dorf.

Die ägyptische Armee hatte in den vergangenen Tagen verstärkt mit Panzern und gepanzerten Fahrzeugen auf dem Sinai Stellung bezogen. Nach einem Überfall auf einen ägyptischen Grenzposten auf dem Sinai vor einer Woche, bei dem 16 ägyptische Soldaten getötet worden waren, leitete die ägyptische Armee einen Großeinsatz gegen "Terroristen" ein. Sie will damit die Kontrolle über den Sinai zurückgewinnen, der seit dem israelisch-ägyptischen Friedensvertrag von 1979 weitgehend entmilitarisiert wurde.

Für den neuen Präsidenten Mohammed Mursi ist der Kampf gegen die militanten Gruppen auf dem Sinai die erste Bewährungsprobe. Er ordnete eine Offensive gegen die Extremisten an und entsandte mit Duldung Israels Hunderte Soldaten in das Gebiet.

In der Wüstenregion leben Beduinenstämme, die sich von der Regierung in Kairo im Stich gelassen fühlen, aber auch anti-israelische Extremisten, Waffen- und Drogenschmuggler sowie Al-Kaida-Sympathisanten. Seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Hosni Mubarak im vergangenen Jahr hat sich die Sicherheitslage in dem Gebiet verschlechtert.

Israel befürchtet, dass sich der Sinai zum Rückzugsgebiet für Islamisten entwickelt, die von dort aus gemeinsam mit Extremisten aus dem Gazastreifen Anschläge auf den jüdischen Staat verüben und so den Friedensvertrag mit Ägypten gefährden könnten.

(APA/AFP)

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2 Kommentare

War sicher der MOSSAD,

Mister Walter Mandl aus der Steiermark!?

Antworten Gast: globetrotterneu
12.08.2012 13:45
3 0

Der Herr Fachlehrer aus Kärnten

sollte bescheidener sein ...