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Romney: "Nie weniger als 13 Prozent Steuern gezahlt"

17.08.2012 | 06:42 |   (DiePresse.com)

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber kritisiert die "kleinliche" Debatte um seine Steuererklärungen.

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Mitt Romney, Herausforderer von US-Präsident Barack Obama und Multimillionär, hat sich nach langem Zögern zum Thema seiner persönlichen Steuern geäußert. Er habe "niemals weniger als 13 Prozent gezahlt", sagte er am Donnerstag (Ortszeit). Zugleich wies er empört Behauptungen des politischen Gegners zurück, dass er sich ganz um die Steuer drücke. "Ich habe jedes Jahr Steuern bezahlt." Alle anderen Behauptungen seien "völlig falsch".

13 Prozent Steuern sind auf den ersten Blick nicht viel für einen Mann mit einem 200-Millionen-Dollar-Vermögen. Romneys Behauptung legt nahe, dass er prozentual deutlich weniger Steuern zahlt als Millionen Arbeitnehmer in den USA. Dies ist möglich, weil in den USA Kapitaleinkommen geringer besteuert werden als Einkünfte aus Arbeit.

Romney steht seit längerem unter erheblich Druck wegen des Steuerthemas. Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, behauptete gar, Romney habe mehrere Jahre überhaupt keine Steuern gezahlt, ohne dafür Beweise vorzulegen. Obama forderte Romney mehrfach zu mehr Transparenz auf. Er solle mehr zeigen, als lediglich die Steuererklärungen der vergangenen Jahre zu veröffentlichen. Zudem wirft Obama seinem Konkurrenten in TV-Wahlkampfspots vor, sein Geld in Steueroasen in der Karibik zu bunkern.

"Faszination für meine Steuern ist kleinlich"

Der ehemalige Private-Equity-Mann Romney tut dies als kleinkarierte Kritik ab, mit der Obama lediglich von seiner schlechten Bilanz auf dem Arbeitsmarkt ablenken wolle. Der designierte Kandidat der Republikaner sagte am Donnerstag, dass er die "Faszination für meine Steuern" angesichts der "Herausforderungen, vor denen Amerika steht" für "kleinlich" halte. Er sei stolz darauf, im Leben auch materiell erfolgreich zu sein, beteuert Romney immer wieder.

Romney hatte angegeben, 2010 auf Einnahmen von fast 22 Millionen Dollar (17,9 Mio. Euro) einen Steuersatz von 13,9 Prozent gezahlt zu haben. Den Großteil bezog er dabei aus Kapitaleinkünften, die in den USA deutlich niedriger besteuert werden als Lohneinkommen. Die Steuerbescheide aus früheren Jahren hält Romney dagegen unter Verschluss. Romney soll Ende August auf dem Parteitag der Republikaner offiziell zum Herausforderer von Präsident Obama gekürt werden. Am Samstag hatte Romney den Abgeordneten Paul Ryan zu seinem Vizekandidaten gemacht, der als Architekt der republikanischen Steuer- und Haushaltspolitik im Kongress gilt.

Obama will Steuern für Wohlhabende erhöhen

Auch ansonsten sind Steuern ein wichtiges Thema im US-Wahlkampf: Obama setzt in seiner Kampagne auf das Versprechen, die Steuersätze für Wohlhabende mit einem Jahreseinkommen von 250.000 Dollar (205.000 Euro) pro Haushalt zu erhöhen. Romney und die Republikaner lehnen das rundweg ab. Höhere Steuern würden das Wirtschaftswachstum abwürgen und seien Gift in der gegenwärtigen flauen Konjunkturlage.

Obama erhält für seine Pläne Unterstützung vom Multimilliardär und Investor Warren Buffett. Dieser hat sich vor Monaten damit geoutet, dass er einen geringeren Steuersatz als seine Sekretärin zahle. Er sei gerne bereit, mehr Geld an den Fiskus abzuführen.

(APA/dpa)

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12 Kommentare
Gast: Vernunftwende
18.08.2012 09:58
1 0

Was nicht kostet ist auch nichts wert - gilt auch für Steuern. Dass einem Kandidaten für das höchste Amt im Staat dieser Staat nicht mehr als 13 % seines ohnehin leistungslosen Einkommens wert ist, sagt alles.


Gast: freiheit
17.08.2012 18:46
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naja - wenn das einkuenfte aus kapital sind

heisst es auch dass die kaptialfirmen ja davor steuern bezahlen haben muessen, denn sonst koennen sie das nicht ausbezahlen.... 35%......
aber erkennt wie absurd die politiker mit dem thema umgehen und wie absurd wenig wissen sie ueber die steuern haben. was klar darauf hinweisst, dass die schon lange nicht mehr wissen was sie tun - deswegen vereinfachung des steuerrechts, ausnahmen, abschreibungen, etc stoppen. 1 steuersatz fuer kapital und lohn - 25% fuer alle ohne ausnahmen, abschreibungsposten etc. wenn der staat bestimmte gruppen foerdern will ueber die steuer dann zuerst eine volksbefragung und diese foerderung auch zeitlich begrenzen. 2-3 jahre max. (problem wird dann sein, dass unsere politiker auf den geschmack von volksbefragungen kommen und dann haetten wir eine jede woche)

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Re: naja - wenn das einkuenfte aus kapital sind

Entschuldigung - aber Unsinn hoch drei!
Na selbstverständlich zahlen die Firmen eine Art Körperschaftssteuer - aber das, was als Gewinn dann an Investoren privat zugeteilt wird, ist in keinem Land dieser Erde steuerfrei.

Und im übrigen würde ich auch sehr sehr gerne 14% Steuern zahlen. Sogar freiwillig 20%.

Betrug

nur max. (maximal) 13% bezahlt

das ist ein professioneller Steuerhinterzieher und Betrüger

keine Gnade

aber passt zum avisiertem Posten

Gast: JOSEF HALLER
17.08.2012 12:18
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Urschitze Fehlinformationen in seinem Artikel von vorgestern

Besteuerung in den USA:
Im obigen Artikel steht:
"Dies ist möglich, weil in den USA Kapitaleinkommen geringer besteuert werden als Einkünfte aus Arbeit."

Herr Urschitz hat vorgestern in seinem Artikel bezüglich der österr. hohen Besteuerung und Reformverweigerung das Gegenteil behauptet, als er schrieb, daß in den USA Kapital stärker als Arbeit besteuert wird.

Gast: Nurnedneidigsein
17.08.2012 12:12
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13 % von 22 Mio $

also hat er persönlich ins amerikanische Gesamtbudget 2,86 Mio $ im Jahr 2010 eingezahlt und das ist sicher mehr als viele viele andere .....

Gast: Gastastast
17.08.2012 10:12
3 0

13%

Ein Traum. Da kann man als österreichischer Höchstsatzzahler nur neidisch blicken...

Antworten Gast: Vernunftwende
18.08.2012 09:55
2 0

Re: 13%

Ihr Problem ist vermutlich dass Sie für ihr Geld noch arbeiten müssen. Da ist Romney anders, für solche Sozialfälle sind 13 % natürlich schon viel zu hoch...

"Nie weniger als 13 Prozent Steuern gezahlt"

Das wollte ich einmal von Mitgliedern unserer Leistungsgesellschaft vernehmen:

Diese tüchtigen Menschen jammern immer über den Höchst-Steuersatz, welchen Sie aber mit allen Tricks und Tipps zu umgehen wissen und sehr gerne die 10.000 €uronen komplett unversteuert einstecken – als wären sie ebenso hilfsbedürftig, wie unsere Sozialfürsorge-Bezieher!

13% Steuer auf jedes Einkommen wäre eine Ausschüttung, welche dem Staat sofort einen Budget-Überschuss bescherte!

50%

noch nie weniger als 43% gezahlt, den Arbeitgeberanteil noch nicht mitgerechnet!
Wie abgehoben, weltfremd, naiv oder doch nur dumm ist der sich damit zu rechtfertigen?

Re: 50% ... Arbeitgeberanteil noch nicht mitgerechnet!

Sie müssen sich über den Unterschied "Steuern und Sozialabgaben" einmal "g'scheit machen"!

Wenn Sie aber auch "den AG-Anteil" ansprechen, heißt das, Sie sind auf einer Lohnliste gereiht? :-(

ESt ist flexibel, LSt-Empfänger = gefesselt!

Antworten Gast: NPT
17.08.2012 10:01
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Re: 50%

Er ist abgehoben, weltfremd UND dumm (im Sinne von Bildung) - das hat er mehrmals "bewiesen", ist aber damit bei der Masse der US-Amerikaner gut aufgehoben.