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Assange fordert Ende von "Hexenjagd" gegen Wikileaks

19.08.2012 | 16:57 |   (DiePresse.com)

Öffentlicher Auftritt von Assange auf dem Balkon der Botschaft von Ecuador in London: Er dankt allen, die ihm geholfen haben. Angeblich ist er bereit, sich unter Auflagen den schwedischen Behörden zu stellen.

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Erster öffentlicher Auftritt des Wikileaks-Gründers Julian Assange seit seiner Flucht in die ecuadorianische Botschaft in London: Er danke allen, die ihm geholfen hätten, vor allem Ecuador, sagte Assange am Sonntag auf einem Balkon der Botschaft. Ecuador hatte dem Australier, der vor zwei Monaten in Ecuadors Londoner Botschaft geflohen war, am Donnerstag diplomatisches Asyl gewährt.

Zudem forderte Assange US-Präsident Barack Obama auf, die "Hexenjagd" auf die Enthüllungsplattform Wikileaks zu beenden. Assange äußerte sich von dem Balkon aus, um eine drohende Festnahme durch britische Polizisten zu verhindern. Diese bewachen die Botschaft, um den 41-Jährigen festzunehmen, sobald er das Gebäude verlassen sollte.

Jubel von Unterstützern

Eine große Zahl Unterstützer jubelte Assange bei seiner knapp zehnminütigen Ansprache zu. In seiner ersten öffentlichen Ansprache seit Monaten dankte er Präsident Rafael Correa für seinen Mut. Assange dankte seinen Unterstützern: In der Nacht vor der Asyl-Entscheidung habe er schon die Polizei auf der Feuertreppe gehört, ein Zugriff und seine Verhaftung seien nur nicht erfolgt, weil genug Zeugen vor Ort gewesen seien. Auch bedankte er sich bei den Angestellten der Botschaft.

Er forderte die Regierung der USA auf, die Rechte von Journalisten zu achten und den mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten Bradley Manning freizulassen, der seit mehr als 800 Tagen in Haft sitzt.

 (AP Photo / Sean Dempsey, PA)

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Gerüchte um Annäherung zwischen Assange und Schweden

Kurz vor dem Auftritt hatte Assanges Anwalt gesagt, ein weiterer juristischer Schritt sei geplant. Details dazu gab es nicht. Assange ist nach Angaben seines rechtlichen Beraters Baltasar Garzon in "Kampfstimmung" und hat sein Anwälteteam mit weiteren juristischen Schritten beauftragt. "Assange hat seine Anwälte beauftragt, einen juristischen Schritt zu vollziehen, um die Rechte von Wikileaks, von Julian selber und allen, gegen die derzeit ermittelt wird, zu schützen", so der frühere spanische Star-Ermittlungsrichter Garzon.

Die "Sunday Times" hatte zuvor berichtet, der 41-Jährige sei bereit, sich den schwedischen Behörden zu stellen, wenn er eine Garantie bekomme, nicht an die USA ausgeliefert zu werden. Die Zeitung bezog sich dabei auf namentlich genannte Vertraute Assanges.

Gegen Assange liegt ein Auslieferungsbefehl nach Schweden vor. Dort soll Assange zu Vorwürfen befragt werden, er habe zwei Frauen sexuell belästigt beziehungsweise vergewaltigt. Der Australier fürchtet nach eigener Aussage, im Fall einer Auslieferung an Schweden weiter in die USA überstellt zu werden.

Nach übereinstimmenden Angaben aus den USA, Schweden und Großbritannien hat Washington jedoch bisher keine Schritte unternommen, um seine Auslieferung zu erreichen. Wikileaks hat mit der Veröffentlichung vertraulicher US-Diplomatendepeschen und brisanter Dokumente aus den Kriegen in Irak und Afghanistan den Zorn der USA auf sich gezogen.

Unterstützung für Ecuador

Ecuador erhält im Streit mit Großbritannien Rückendeckung von anderen südamerikanischen Staaten. Venezuelas Präsident Hugo Chavez rief am Samstag zu Solidarität mit Ecuador auf: "Lateinamerika muss respektiert werden, unser Volk muss respektiert werden, aber nur gemeinsam können wir uns diesen Respekt verschaffen".

Die linksgerichtete Bolivarische Allianz für die Völker unseres Amerika (ALBA) unterstützte am Samstag ausdrücklich das Recht Ecuadors, Assange diplomatisches Asyl zu gewähren. Zudem forderten sie eine Debatte in den Vereinten Nationen über die Unantastbarkeit der diplomatischen Vertretungen. Der Allianz gehören Venezuela, Kuba, Nicaragua, Bolivien, Ecuador und drei kleinere Karibik-Staaten an.

Julian Assange: Vom Hacker zum Asylanten

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(APA/dpa/AFP/sda)

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406 Kommentare
 
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Assanges Schwedenangst

Dass die Gefahr einer Auslieferung in die USA ausgerechnet im neutralen, antiamerikanischen Schweden höher sein sollte als in Großbritannien, erscheint wohl nicht sehr logisch.

Trotzdem hat Julien Assange gute Gründe, sich vor einer Auslieferung nach Schweden zu fürchten:

http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/08/18/die-angst-eines-weisen-erfolgreichen-mannes/


Antworten Gast: noch einer
19.08.2012 15:52
1 2

Stalinös

Die üblichen Verlemdungskampagnen
gegen Kritiker und Aufdecker westlicher Politik

... unter Auflagen den schwedischen Behörden zu stellen.

Noch vor dem Überflug der Schären wird der Flieger den Kurs in Richtung Kuba-Bay ändern müssen!

Re: ... in Richtung Kuba-Bay ändern:

Die Befüllung der Tanks wird den vorbereiteten Langstreckenflug auch aus demokratischer Sicht legitimieren!

Gast: Mokdo
19.08.2012 12:45
7 3

2 Delikte

Ja Herr Assange hatte mit einer der beiden Frauen Sex ohne Kondom bzw. behauptet er das Kondom sei gerissen.

Herr Assange soll aber auch Sex mit einer zweiten, schlafenden Frau gehabt haben. Und das wäre auch nach österreichischem Recht eine Vergewaltigung.

Wenn man da ganze natürlich nur auf das gerissene Kondom beschränkt zieht man das ganze nur ins lächerliche.

Re: Sex mit einer zweiten, beischlafenden Frau gehabt?

Sie sollten "die Satz Aussage" nicht nur vom Kläger her beäugen!

haare schwarz färben,

pass wegschmeißen, sich per fernlaster nach österreich schleppen lassen, hier aussteigen und laut "asyl" schreien - und schon ist er sicher.

3 19

Mir egal, wo der hintritt.

Solange es nur auf nimmerwiedersehen ist.

jaja

der Gute ist auf zu viele Zehen gestiegen. Ich dachte, der wäre jünger. Sieht gar nicht aus, wie 41.

Gast: zensiert, zensiert, zensiert sind wir schon im Faschismus angekommen?
18.08.2012 17:47
24 4

Armes EUDSSR, schon Ecuador führt uns vor was Demokratie ist.

Wenn ein südamerikanisches Land mehr Demokratie und Sinn für Menschenrechte zeigt wie die sogenannten Säulen der westlichen Demokratie, die USA und GB, dann wissen wir, der Laden stinkt zu Himmel. Wenn die kriminellsten Bankster wie Bob Diamond, der ex Chef von Barclays, oder Jamie Dimon, Vorsitzender von JPMorgan Chase, und Jon Corzine, der ex Chef von Goldman Sachs, für ihren millionenfachen Raub und Betrug straffrei gehen, aber dafür Julian Assange wie ein Schwerverbrecher verfolgt wird, nur weil er vertrauliche Dokumente veröffentlicht hat, dann wissen wir, der Westen besteht aus Diktaturen und wir leben in einem Unrechtssystem.


Re: Armes EUDSSR, schon Ecuador führt uns vor was Demokratie ist.

Was immer vergessen wird, ist der Zweck, warum er die Dokumente veröffentlicht hat. Wären nicht Menschen wie Manning und Assange, dann würden 95 % der Österreicher immer noch vom klinisch sauberen Krieg träumen. So sind es nur noch 90 %.

18 3

Die USA wollen sich nicht einmischen,

... denn sie haben ohnehin den Briten ganz genau gesagt, was sie zu tun haben.

Der Eifer Englands

ist mehr als eigenartig. Allein die Drohung eine ausländische Botschaft stürmen zu wollen, um eine Person, die dem Land (GB) an sich nichts zu bedeuten hat, an einen anderen Staat wegen einer zweifelhaften Befragung auszuliefern, ist mehr als grenzwertig.
An sich müsste es wohl möglich sein eine Befragung von Assange in GB durch schwedische Beamte zu organisieren.
In Wahrheit dürfte es wohl nur darum gehen Assange an die USA auszuliefern, wo ihm die Todesstrafe droht. An sich dürfte Schweden eben aus diesem Grund nach der MRK gar nicht an die USA ausliefern, doch wird sich Schweden wohl nicht sehr darum kümmern und sich mit einer Vesicherung der USA dass wahrscheinich, also unverbindlich, keine Todesstrafe verhängt werden wird, begnügen und Assange ausliefern, sobald er in Schweden ist.
Die ganze Geschichte macht jedenfalls keinen sehr seriösen Eindruck und es bestehen erhebliche Bedenken, ob internationales Recht beachtet werden würde. Die Interessen der USA an der Person Assange sind einfach zu groß.

3 14

Gute Idee

keine Extrawurst für Assange! Alle Männer denen schon einmal das Kondom verrutscht oder gerissen ist - ab nach Guantanamo!
Dann regieren wir Frauen die Welt!
:-))

hmmm... wir brauchen a größere Insel

Re: Gute Idee

Es ist richtig, dass die Reaktion Englands nicht mit den Vorwürfen in Schweden zu erklären ist.

Aber tun Sie jetzt nicht so, als ob es keinen Unterschied zwischen "mir ist das Kondom gerissen" und "mir ist das Kondom gerissen und ich habe mich trotz Aufforderung der Partnerin geweigert, den Sex abzubrechen" gibt.

Es gibt auch einen Unterschied zwischen "die Vorwürfe in Schweden sind im Gesamtkontext eher mit Vorsicht zu genießen" und "ist ja wurscht, ob es stimmt oder nicht, wer einen Mann in die Wohnung mitnimmt, hat jeglicher Sexualhandlung automatisch zugestimmt".

6 2

Re: Re: Gute Idee

äh.. tun sie jetzt nicht so.. was wolln Sie denn jetzt von mir?
Wollen wir über Ironie diskutieren?

Es ist bekannt- vielleicht nicht Ihnen, dass die beiden Damen noch Tage später mit ihrer Eroberung geprahlt hatten, sie haben öffentlich auf Twitter von Assange geschwärmt, haben eine Party ihm zu Ehren gegeben. Es ist dokumentiert da sie getwittert haben, sms geschickt haben etc. Bis Wochen später dachten sie selber dass sie übereinstimmenden Beischlaf gehabt hätten. Wenn das Recht sein soll, dann kann ich fast jeden Mann drankriegen, und bitte diskutierns da jetzt nicht weiter mit mir, sondern holen sie sich unabhängige Informationen

julian Assange

Die österreichische Politik sagt dazu nicht viel. Zu heiß? Zu feige?

Re: julian Assange

Die haben vor lauter Russland Hetze wahrscheinlich noch nicht die Zeit dafür gehabt :)

10 2

Re: julian Assange

Wenn die EU befiehlt, hat Österreich zu schweigen. Ecuador ist ja souverän.

Antworten Gast: noch einer
18.08.2012 13:35
9 4

Re: julian Assange

Das wäre ein zentrales Thema der Grünen .
Aber die schnöseln nur noch im gefahrenfreien Gutmenschentum .

Re: julian Assange

who would care?

0 0

Re: julian Assange

Wir haben schon einen Holec, der genügt.

Gast: EKO
17.08.2012 20:36
8 7

Assange will an die Öffentlichkeit treten

... na fein, dann soll er halt die Botschaft verlassen.

Gast: A Lercherl
17.08.2012 20:06
21 11

Hexenprozesse?

In Russland müssen drei Gören wegen einem unbequemen Lied für zwei Jahre in den Knast.
Im England muss einer um sein Leben bangen oder lebenslänglich in der Botschaft eingesperrt bleiben, weil er ein Kondom zerissen hat.

Beide Fälle erreichen die Ebene von mittelalterlichen Hexenprozessen. Ich glaub ich bin im falschen Film.

Re: Hexenprozesse?

Nicht Gefängnis sondern Arbeitslager.

1 0

Re: Re: Hexenprozesse?

Viel besser ... ???

Ich will auch Asyl.

Es müsste doch reichen, wenn man sagt, dass man aus Europa kommt, oder?

Re: Ich will auch Asyl.

Absolut (sie müssen halt sagen, dass sie nicht in der Schweiz wohnen)

Aber immer mehr Nordkoreaner sagen sich auch schon, dass sie ganz froh sind nicht in Europa sein zu müssen.

Re: Ich will auch Asyl.

wenn du deinem asylantrag in den staaten eine handlungsbilanz der rot-grünen stadtregierung schickst, solltest du zumindest als wiener aufgenommen werden... bei deren paranoia vor "zu viel staat" ;-)

Re: Ich will auch Asyl.

Neonazis haben in den USA schon erfolgreich beantragt...

30 6

zuckerberg ein held, assange ein verbrecher?

es ist interessant. wenn man sich mark zuckerberg und julian assange ansieht, dann stellt man fest, dass sie im wesentlichen dasselbe tun.

sie leiten informationen weiter. informationen zwischen wirtschaftlcher und politischer führung einer- und breiter bevölkerung andererseits.

zuckerberg verkauft unsere privaten informatioen millionenfach an "die mächtigen" und wird damit reich. assange zeigt uns, was "die mächtigen" vor uns verstecken wollen, und soll dafür (ums eck) hingerichtet werden.

ein schelm ist, wer da böses denkt...

Antworten Gast: John Galliano
19.08.2012 10:38
0 3

Re: zuckerberg ein held, assange ein verbrecher?

Schon alt, gibts als Meme:

http://tinyurl.com/crevy5f

Re: Re: zuckerberg ein held, assange ein verbrecher?

bravo, columbo.

12 3

interessani:manche scheinen wirklich zu glauben,dass es hier um einen gerissene gummi(sic!) geht;welche strafe wäre da wohl angemessen?


Gast: Rating Agent 007
17.08.2012 13:16
7 7

Die Botschaften südamerikanischer Staaten sind eben

leichter zu filzen als die der USA oder Russlands. Hier werden weltweite Hierachien geschaffen. England eine Supermacht hinter den USA aber noch weit vor allen anderen Staaten. Die Queen soll zurücktreten.

Re: Die Botschaften südamerikanischer Staaten sind eben

Was jetzt plötzlich die Queen damit zu tun hat ist wirklich fraglich...

Re: Re: Die Botschaften südamerikanischer Staaten sind eben

Dass sie NICHTS damit zu tun hat, ist aber noch viel fraglicher.

Re: Die Botschaften südamerikanischer Staaten sind eben

Was die Queen damit zu tun hat ist wirklich fraglich...

Das ist also Qualitätsjournalismus?

Offenbar sind der/dem Redakteur/in die exzentrischen Eigenschaften viel wichtiger als die massiven Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen die diese Organisation und Ihr Anführer aufgedeckt haben.

Die verantwortlichen Regierungen machen sich sorgen um einige ihrer Agenten während sie selbst, unter dem Deckmantel der Befreiung der Welt, Bewahrung des Friedens und der möglichst billigen Erschließung von Rohstoffen, unzählige Kriege und tausende unschuldiger Menschenleben zu verantworten haben.

Das diese nackte Wahrheit vielen Regierungen und deren beteiligter Firmen, die diese Verbrechen über Jahre und Jahrzehnte erfolgreich vertuscht haben, wie faule Eier aufstößt, ist genauso klar, wie dass es auch hier Kollateralschäden gibt. Würden wir nicht den nahen Osten und die Dritte Welt für unseren Macht und Ressourcengier missbrauchen, hätte man auch diese Kollateralschäden vermeiden können. Wir sind also selbst Schuld an der Situation, ob es uns schmeckt oder nicht.

Wir können natürlich unseren maßlosen Überfluss viel besser genießen, wenn wir von dem Leid dass wir ausserhalb unseres Horizonts verursachen, nichts mitbekommen. Deshalb scheinen auch hier im Forum viele auf die menschlichen Schwächen von Julian Assange auszuweichen, anstatt sich einmal mit der Realität auseinander zu setzen, aber so ist der Mensch nun mal.

Das sich aber die Presse zu einer solch unqualifizierten und einseitigen Berichterstattung hinreißen lässt, ist traurig wie bezeichnend zugleich.

Re: Das ist also Qualitätsjournalismus?

gutes posting!!

Re: Das ist also Qualitätsjournalismus?

Ein sehr guter Kommentar. Glückwunsch.

Re: Re: Das ist also Qualitätsjournalismus?

Dankeschön, zum Glück sind die Postings auf 1500 Zeichen beschränkt ;)

0 4

http://alles-schallundrauch.blogspot.co.at/2010/12/was-in-schweden-als-vergewaltigung-gilt.html



Gast: fugazi
17.08.2012 12:59
14 5

...

wunderbar dass die poster hier, trotz der sehr oft entgegengesetzten politischen meinungen, sich zusammenfinden und den weg der wahrheit wählen!

mir graut vor diesem systematischen wahnsinn, man braucht kein verschwörungstheoretiker zu sein um zu wissen was hier passiert, umso trauriger der weg der presse, deren aufgabe es eigentlich sein sollte den menschen wahrheiten zu vermitteln und sich ehrlich und dadurch glaubwürdig gegen diesen komplott zu stellen!

anscheinend liegt jegliche hoffnung nur mehr im kleinen mann..


Re: ...

Alle Medien die es in Österreich gibt, sind nichts anders als Manipulationsmaschinen der Regierung. Die berichten, was ihnen angeschafft wird.

Re: Re: ...

Ich bin anderer Meinung. Sie berichten was sich am besten verkauft. Am besten verkaufen lässt sich das was die Menschen hören wollen. Dies muss oft nichts oder nur wenig mit der Realität zu tu haben, sondern einfach nur die Sensationslust der Menschen wecken. Deshalb ist die Kronenzeitung ja so erfolgreich. Über die menschlichen Fehler, Skandale oder Missgeschicke anderer zu lesen macht es einem selbst leichter die eigene Schwäche und oft schmäriche Realität zu verdrängen.

Re: Re: Re: ...

Tja, das mag alles ab dem Politik Teil zutreffen wollen. Nur im Politik Teil haben Sie keine Ahnung wie das abläuft.

Der normale Ablauf ist der, da treffen sich Journalist und Politiker im Hinterhof bei einem Kaffee. Er erzählt dann, wie es wirklich ist und sagt, was man da schreiben darf oder nicht.

Antworten Antworten Antworten Gast: Kaspar Hauser
17.08.2012 15:46
4 1

Re: Re: Re: ...

Die Regierung und die Medien gehen händchenhaltend durch die Welt und halten sich an das Motto: Hilfst du mir, dann hilf ich dir. Wenn die Medien einen genehmen Artikel schreiben werden sie mit Anzeigen belohnt, wenn sie mit Anzeigen oder Informationen belohnt werden schreiben sie politikerfreundliche Artikel. Schließlich muss man zusammenhalten, sonst könnte der Souverän noch aufmüpfig werden.

hab vor kurzem

einen Bericht über Assange gesehen und dachte: na ein bissi blauäugig war der aber schon, zu meinen, er komme damit ungeschoren davon. Und auch fand ich, dass er etwas einseitig mit der Aufdeckerei unterwegs war. Ein bissi was aus dem Kreml oder Teheran hätte die Sache vielleicht mehr in Balance gezeigt.

Gast: gabi
17.08.2012 12:48
5 11

Assange nach Schweden

Wozu die viele Aufregung um einen völlig bedeutungslosen und unsympatischen Australier, der im Sold des Schlächters Putin steht. Seine Zeit ist vorbei, lasst ihn doch machen was er will. Im übrigen traue ich den Schweden zu, dass sie ihm einen fairen Prozess machen. Eine Auslieferung an die USA kommt laut geltendem EU-Recht ohnehin nicht in Frage. Sich in die Botschaft von Ecuador (!!) zu flüchten, zeigt wohl wessen geistiges Kind er ist.

 
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