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"Pussy Riot": Regimegegner für Sanktionen gegen Putin

19.08.2012 | 18:59 |   (DiePresse.com)

Die Opposition fodert Zwangsmaßnahmen gegen Putins "korruptes Umfeld". Das Urteil gegen "Pussy Riot" wird möglicherweise aufgehoben.

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Der Fall "Pussy Riot" scheint die russische Opposition zu radikalisieren. Erstmals verlangte ein prominenter Regimegegner internationale Sanktionen gegen Präsident Wladimir Putin. Nach dem harten Urteil gegen Mitglieder der Punkband "Pussy Riot" müsse das Ausland Zwangsmaßnahmen gegen Putins "korruptes Umfeld" verhängen, sagte der Blogger und Oppositionsführer Alexej Nawalny zum deutschen Magazin "Spiegel".

Das offizielle Russland hat die scharfe weltweite Kritik an dem Urteil gegen die drei Aktivistinnen indirekt zurückgewiesen und im Gegenzug auf Gesetze im Westen verwiesen. In Deutschland drohten für die Beleidigung religiöser Gefühle laut Gesetz bis zu drei Jahre Haft, sagte Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch auf eine im Internet veröffentlichte Frage der Staatsagentur Ria Nowosti. Eine offizielle Moskauer Stellungnahme zu der internationalen Kritik gab es zunächst nicht.

Ein Moskauer Gericht hatte am Freitag drei Sängerinnen von "Pussy Riot" zu zwei Jahren Straflager verurteilt, weil sie in einer Kirche in einem „Punkgebet“ um den Rücktritt Putins gefleht haben. Sie haben bereits ein halbes Jahr in Untersuchungshaft verbracht.

Russische Medien und Beobachter äußerten am Samstag die Erwartung, dass die Strafe von jeweils zwei Jahren Lagerhaft für die drei Frauen in einem Berufungsverfahren reduziert werden dürfte. Nach der Berufung durch die Verteidiger werde das zuständige Moskauer Gericht vermutlich die zwei Jahre Lagerhaft in ein Jahr verwandeln und "diese Idiotinnen freilassen, damit sie ihre Kinder und Angehörigen wiedersehen können", schrieb die Zeitung "Komsomolskaja Prawda" am Samstag.

Andere  Beobachter allerdings gehen sogar davon aus, dass das Urteil demnächst aufgehoben werden könnte. In dem Prozess gab es mehrere Verfahrensfehler.

(APA/AFP/dpa)

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86 Kommentare
 
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Gast: superquant
20.08.2012 15:31
3 0

Lächerlich

Ich mein was soll das ganze Pussy Riot Theater. In Ö steht auf Hausfriedensbruch, dieser Art auch bis zu 3 Jahren Haft ( § 109 STGB) . Also auch in Ö wäre so ein Urteil möglich. Bei uns werde Kriminelle ala Strasser, Grasser, Fayman Graf Ali nicht verfolgt, in Russland werden Gesetzesübertretungen noch geandet. Stellt sich die Frage welches Land eher ein Rechtstaat ist. Also wir als Österreicher brauchen uns mit unserem Justizsystem garnicht aufspielen.

Freitag,Tatort Kiev

Da empört sich niemand im Westen, die orchestrierte Presse schweigt: Femen, eine gottlose Bande, schneidet mit einer Kettensäge ein Kreuz um. Toll. ist das auch so ein verzeihliches Kavaliersdelikt?

OMG, ein Kreuz!

Vielleicht gibts ja ein wirksames Medikament dagegen?

Gast: General Schnitzelsemmel
20.08.2012 10:12
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Deppert wie unsere Rohrkrepierer von EU-Politiker sind

finden sie sich ja dazu im Namen der USA bereit. Können eh den ganzen Winter auf Hawaii Urlaub machen falls der Zar Europa dann den Gashahn abdreht.

Gast: Journailliebobachter
20.08.2012 07:43
7 0

Spanischer Buergerkrieg as Vorbild

Auch dort haben die Sozialdemokraten Kirchen geschaendet, Leichen aus den Graebern ausgegraben, und TAUSENDE Priester auf bestialischste Weise umgebracht (Vorbild, die Mutter der Demokratie, die Guillotine, in Frankreich).
¡No pasarán! war schliesslich auch der Schlachtruf von PR, und ihr grosses Vorbild ist Dolores Ibárruri Gómez. Solches herauszufinden uebersteigt ja leider die Faehigkeit der Journaillie um Groessenordnungen.

Antworten Gast: Wasserlaeufer
20.08.2012 10:08
4 0

Re: Spanischer Buergerkrieg as Vorbild

Der Darbos und seine juengste
Grab-Action spricht ja Baende.

Wie nennt man eigentlich Leute
die Graeber pluendern?

Gast: Marsmensch
19.08.2012 23:57
1 0

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Jetzt geht das Bashing gegen die Russen nach hinten los. Wer hat mehr Dreck am Stecken.

Gast: werbistdu
19.08.2012 22:20
0 8

Die ganze Aktion

der Pussy Riot hat sich voll gelohnt.
Russland hat sich vor der ganzen Welt blamiert.
Diese 3 Girls zwingen den mächtigen Herrn im Kreml in die Knie.
Geschieht diesem Ar...sch...gesicht zu Recht.
Und wer jetzt immer noch von einer Beleidigung einer Religion spricht, hat absolut nichts verstanden.

Ich geh morgen in eine Moschee,

schrei dort durch die Gegend, spiel Punkmusik und hüpf in Schuhen auf den Betteppichen herum. Dann sag ich, das ist nur mein Protest gegen den Assad. Die Grünen verteidigen sicher meinen "friedlichen Protest".

Ich hoffe doch, daß sie es tun -

ich fürchte jedoch, daß sie lieber laut "nicht hilfreich" rufen.

Eine Besitzstörungsklage - ja.

Aber Sonderrechte für jeden beliebigen Aberglauben müssen in einer aufgeklärten Gesellschaft wirklich nicht sein.

Antworten Gast: der kleine Maxi
19.08.2012 21:17
2 0

Re: Ich geh morgen in eine Moschee,

Das würde ich mir an Ihrer Stelle nicht tun außer Sie sind lebensmüde. Da verstehen die friedlichen Moslems gar keinen Spaß. Wie war das doch gleich mit diesem Karikaturisten vor einigen Jahren?

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Opposition

verlangt internationale Sanktionen gegen Putin. Dümmer gehts wohl in der Sommerzeit nicht. Russland hat ein Rechtssystem, mit eigenen Gerichten - so wie bei uns halt. Die dummen Mädchen wurden von einem Gericht verurteilt. Wie bei uns, nicht von Putin. Die Russen haben Gesetze, wie wir halt auch, und die Kindsköpfe sollen sich bei der Uno beschweren, über die Richter.

0 1

Re: Opposition

Vielleicht ist es manchmal sinnvoll, einen Artikel zu lesen, bevor man ihn kommentiert....Freisprüche 0,3 %...Russland hat ein durch und durch korruptes Rechtssystem, dass es auch in Russland Menschen gibt, die dagegen aufbegehren und sich so selbst in Gefahr bringen, halte ich für mutig. In Österreich haben es viele Menschen längst vergessen, dass es manchmal gefährlich sein kann und Mut erfordert, für seine Überzeugung einzustehen...

Gast: Russlands Alkoholiker auf Entzug
19.08.2012 19:55
1 14

Putins "korruptes Umfeld"

Da sieht man wieder klar und deutlich
was Alkohol aus einer ehemaligen Supermacht machen kann.

3 1

Re: Putins "korruptes Umfeld"

Das ist Putin, nicht Jelzin. Sie sind in der falschen Zeit.

Gast: Nikolaj
19.08.2012 19:34
11 4

Propaganda

In Deutschland:
"Köln - Drei Nachahmer der russischen Frauen-Punkband Pussy Riot haben am Sonntag einen Gottesdienst im Kölner Dom gestört. Sie wurden von Kirchenordnungskräften aus der Kathedrale gebracht, wie die Polizei am Abend mitteilte. Die Frau (20) sowie zwei Männer (23 und 35) hätten am Morgen Lieder gesungen und Plakate hochgehalten. Sie erhielten eine Anzeige wegen Störung der Religionsausübung, Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Versammlungsrecht."

Ich sehe kein Wort darüber, dass Recht kommt aus Bundestag etc.

Genau so ist in Russland, Vestoss gegen Gesetzt --Bestrafung, und hört auf alles auf Putin zu schieben.

Einfach Bestellarikel, nix mit Wahrheit.
Ins Mülleiner......

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Re: Propaganda

Lieber Niki,
es ist ein Unterschied ob man 200 EUR wegen einer Anzeige bezahlen muss, oder ob man für 2-3 Jahre in ein Arbeitslager muss.
Aber es ist schon richtig, Dummheit ist nicht auf Russland beschränkt.
Siehe Tierschützerprozess bei uns in Österreich.

Allerdings werden z.B. in Russland 98% der Tatverdächtigen auch tatsächlich verurteilt, weil die Korruption blüht und es Boni für erfolgreiche Verhaftungen gibt.
Quelle für diese Zahl ist entweder ein Presse-Artikel od. eine N-TV-Sendung. Hab es leider vergessen...

Antworten Antworten Gast: superquant
20.08.2012 15:38
2 0

Re: Re: Propaganda

Und die Leute die sich über das Urteil gegen Pussy Riot aufregen, weil zu hart sind die selben die dann schreien wenn z.b. gegen Birnbacher und Co ein zu mildes Urteil gefällt wird. In Ö ist Hausfriedenbruch dieser Art auch mit bis zu 3 Jahren bestrafbar. Und ich finde, dass in Ö die Justiz teilweise zu mild ist (Alkolenker tötet Fußgänger und kriegt 3 Monate bedingt) Also so toll ist unser System auch nicht

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"es ist ein Unterschied ob man 200 EUR wegen einer Anzeige bezahlen muss, oder ob man für 2-3 Jahre in ein Arbeitslager muss."

Richtig. Und weil man hier wegen des Spaßbeitrags von €200 nicht nachdenkt, was man da eigentlich tut, sich prinzipiell im Recht und daher im rechtsfreien Raum wähnt, sind 2-3 Jahre Arbeitslager die bessere Alternative.

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Re: "es ist ein Unterschied ob man 200 EUR wegen einer Anzeige bezahlen muss, oder ob man für 2-3 Jahre in ein Arbeitslager muss."

Jawoll echt Law und Order und ein bisschen lieber Gott spielen, aber nur bei den anderen...bleibt nur die Beruhigung dass es Menschen ihrer Denkweise nie zu einem Entscheidungsposten in der Justiz schaffen, sonst hätten wir die Inquisition wieder....

0 0

Re: Re: "es ist ein Unterschied ob man 200 EUR wegen einer Anzeige bezahlen muss, oder ob man für 2-3 Jahre in ein Arbeitslager muss."

Ihre verzerrte Wahrnehmung der Realität spricht Bände. Sie reden Chaos und Anarchie das Wort und wollen mir inquisitorische Tendenzen unterstellen? So etwas kommt immer, wenn man den sich für besser haltenden nicht alles erlauben will, was ihnen gerade einfällt. Nächste Stufe ist dann die beliebte Na*ikeule.

Gast: b745
19.08.2012 19:30
1 8

schon lange überfällig auch wegen syrien


Re: schon lange überfällig auch wegen syrien

Verblendeter oder besser geblendeter.

Antworten Antworten Gast: b745
19.08.2012 21:44
1 2

Re: Re: schon lange überfällig auch wegen syrien

dafür haben wir ja rechte durchblicker wie dich

Gast: suchender
19.08.2012 18:38
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Tja, und was ist mit dem US-Regime?

wer sanktioniert das?

Nun - neben den Mitläufern und gekauften (u.a. EU-Regime, saudisches Regime, Georgien-regime, zionistisches Regime in Palästina), immer weniger.

Wenn ich mir dagegen die Welt in der mitte der 90er Jahre anschaue:

USA regierte fakt. weltweit, beanspruchte das Monopol auf "Wohlstand und Demokratie" völlig alleine.

Russland war unbedeutend, militärisch als auch ökonomisch, detto auch China.
Der naheosten wurde de facto militärisch von den Isr.-Zionisten beherrscht, die Nachbarländer waren US-gekaufte Diktaturen die auf Geheiss und unter Finanzierung des US-Regimes ihre Völker unterdrückten (Ägypten-Mubarak, Irak-Hussein, Saudi-arabien-Königshaus, Tunesien, etc.).

Lateinamerika war der Hinterhof der USA, und war völlig den US-interessen unterworfen, die Bevölkerung und die Rohstoffe wurden von US-Konzernen ausgebeutet (ohne dass die US-Regimemedien das gejuckt hätte).

Dagegen HEUTE:

Russland: militärisch und ökonomisch gestärkt, die Bevölkerung SEHR antiUSAisch, die Führung kritisch gegen die USA und ihre VAsallen in der EU.
China: hat nur noch wg. der Dollar-bestände Interesse an der USA; China produziert mehr als USA+EU zusammen, bei nominal nur einem Zehntel der "Wirtschaftsleistung" in US-Dollar...

Südamerika: Venezuela, Bolivien, Ecuador, Kuba, Nicaragua: durch Erfahrung mit der "demokrat. Supermacht" heute offiziell Feind des US-Regimes.

Naher Osten: die bevölkerung verbittert gegen die USA wg. der bedingungslosen Unterstützung der Zionisten!

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Das Recht geht vom Kreml aus

Natürlich ist das Urteil überzogen und es soll ja auch hauptsächlich Einfluß auf zukünftige Demonstrationen und den daraus resultierenden Unruhen im Land haben.Wenn
man die Medien und das Geschehen in den "demokratische" Ländern der Welt vorurteilslos betrachtet und nicht durch die Brille der USA sieht, dann hat alles, was in der westlichen Welt geschieht, nur ein einziges Ziel: die USA als stärkste, wichtigste und maßgeblichste Nation der Welt zu stärken. Natürlich ist Russland aber auch China für die USA eine Bedrohung (obwohl die USA China über 2 Billionen Dollar schuldet, das glaubt man zu wissen, es könnten noch mehr sein), also wird alles verurteil. Nehmen wir England, was für einen Aufschrei hätte es gegeben wenn Russland angedroht hätte, eine Botschaft zu stürmen weil sich dort ein Asylant aufhielt, dessen Verurteilung sicher nicht ohne seinen Veröffentlichungen von Dokumenten, die für die USA schwerwiegend waren, erfolgt wäre. Und Österreich? Was ist mit unseren Gleicheren als Gleichen, bzw. mit unseren"es gilt die Unschuldsvermutung"? Die gilt ja unbeeineinflußt jahrein jahraus. Man sollte die Kirche im Dorf lassen und zuerst vor der eigene Haustüre kehren!

 
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Im Fadenkreuz der Terroristen