Damaskus/Ag. Es ist ein Symbol der Unbeugsamkeit: Syriens bedrängter Präsident Bashar al-Assad zeigte sich am Sonntag, beim Fest des Fastenbrechens zum Ende des Ramadan, erstmals seit Langem in der Öffentlichkeit. Er ließ sich zusammen mit seinem Außenminister Muallem und seinem neuen Premier Hijad beim Beten in einer Moschee in Damaskus filmen.
Gerüchte, Vizepräsident Sharaa habe sich abgesetzt, bestritt das syrische Regime. Gleichzeitig tobten Kämpfe in mehreren Vierteln der syrischen Hauptstadt. Regierungstruppen griffen Rebellennester in den Bezirken al-Kadam und Asali an. Auch aus Daraa und der Provinz Deir as-Saut wurden Gefechte gemeldet.
Lakhdar Brahimi, der neue UN-Sondervermittler für Syrien, forderte unterdessen den Sicherheitsrat auf, ihm ein klares Mandat zu erteilen. Wenn ihn der Sicherheitsrat nicht unterstütze, gebe es auch nichts für ihn zu tun, sagte der 78-jährige Algerier. Vor ihm hatte der ehemalige UN-Generalsekretär seine Verhandlungsmission entnervt hingeworfen.
Am Wochenende lief die UN-Beobachtermission in Syrien aus. Deren Leiter, der senegalesische General Babacar Gaye, beschwerte sich öffentlich, dass sich weder das Regime noch die Rebellen an Vereinbarungen hielten.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.08.2012)
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