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Deutsche Geheimdiensthilfe in Syrien: Klarheit gefordert

20.08.2012 | 06:42 |   (DiePresse.com)

Grüne und Linke fordern Klarheit über die deutsche Hilfe für die syrische Opposition. Deren Vertreter bereiten im Ausland bereits den "Day after" vor.

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Die Linkspartei hat Informationen über den Einsatz eines deutschen Marineschiffes vor der syrischen Küste und die Stationierung von BND-Agenten im türkischen Nato-Stützpunkt Incirlik gefordert. "Wir verlangen Aufklärung, und das sofort. Alle Deutschen müssen sofort aus der Konfliktzone abgezogen werden", sagte erklärte Linke-Chef Bernd Riexinger der "Passauer Neuen Presse" (Montag). Er nehme "zur Kenntnis, dass die deutsche Marine offenbar gemeinsam mit dem Geheimdienst in einen bewaffneten Konflikt auf fremdem Territorium eingreift, und das ohne Zustimmung des Bundestags".

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele erwägt zu dem Fall eine Sondersitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Er sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag): "Die Bundesregierung muss schleunigst Klarheit schaffen, sonst muss sich das Kontrollgremium für die Geheimdienste zeitnah mit Syrien beschäftigen." Ströbele betonte, sollte der Bundesnachrichtendienst (BND) Informationen an die Rebellen in Syrien weiterleiten, sei dies nicht mit seiner Aufgabe vereinbar. Mit Blick auf den Einsatz eines Flottendienstbootes im östlichen Mittelmeer sagte er: "Über Einsätze der Bundeswehr muss immer noch der Bundestag entscheiden."

Am Sonntag war bekanntgeworden, das ein Aufklärungsschiff der Marine auf dem Weg zu einem Einsatz im östlichen Mittelmeer ist. Über den genauen Auftrag wollte sich das Verteidigungsministerium nicht äußern - das Schiff habe aber keinen Spionageauftrag, sagte ein Sprecher. Er reagierte damit auf einen Bericht der "Bild am Sonntag", wonach ein deutsches Spionageschiff vor der syrischen Küste kreuze. Der Sprecher sagte, dass es seit Jahren solche Aufklärungseinsätze im östlichen Mittelmeer gebe. Außerdem sind laut "Bild am Sonntag" BND-Agenten im Nato-Stützpunkt Incirlik bei Adana stationiert. Von der Türkei aus hörten sie Telefonate und Funkverkehr aus Syrien ab.

Planungen für den Tag nach Assads Sturz

Die syrische Opposition hat mit Unterstützung Deutschlands und der USA in Berlin sechs Monate lang die Zeit nach einem möglichen Sturz von Präsident Bashar al-Assad vorbereitet. "Wenn Assad stürzt, stehen wir nicht mit leeren Händen da", sagte der Exilsyrer Ferhad Ahma in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP über das Projekt "The Day After".

Der Berliner Grünen-Politiker, der seit 1996 in Deutschland lebt und seit 2010 wegen seines Engagements in der Opposition auf der syrischen Fahndungsliste steht, beteiligte sich an den Verhandlungen bei der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), die aus Sicherheitsgründen lange geheim gehalten wurden. Dabei wurden in sechs Bereichen die Grundlagen für die Zeit nach Assad erarbeitet, darunter die Reform des syrischen Sicherheitsapparats, der Prozess der nationalen Aussöhnung und die Entwicklung einer neuen Verfassung.

"Wollen niemandem etwas vorschreiben"

"Die Versöhnung wird kein einfacher Prozess, nach Assad ist mit Chaos zu rechnen", sagte Ahma. "Aber die Erfahrung aus anderen arabischen Ländern gibt uns Hoffnung, dass das auch in Syrien gelingen kann." Es sei wichtig gewesen, jetzt mit den Plänen zu beginnen und nicht erst nach Assad. "Sollten wir daran scheitern, dann wird das Land auseinanderfallen. Wenn wir aber Erfolg damit haben, wird Syrien ein gutes Beispiel für die gesamte Region sein."

Mit dem Projekt "wollen wir niemandem etwas vorschreiben, keiner Oppositionsgruppe", sagte der 37-jährige syrische Kurde. Da alle syrischen Gruppen - die verschiedenen Ethnien und Religionen, Strömungen der Opposition sowie Männer und Frauen - bei den Beratungen vertreten gewesen seien, sei es ein "gesamtsyrisches Projekt". Der oppositionelle Syrische Nationalrat, in dem Ahma Mitglied ist, will die Ergebnisse am 28. August veröffentlichen und dann als Fahrplan übernehmen.

 

 

 

(APA/dpa/AFP)

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14 Kommentare
Gast: Massa
21.08.2012 17:33
1 0

Linksgrüne Pharisäer!

Die haben ganz genau gewußt was da gemacht wird. Zur Vernebelung dürfen die ein wenig rumplärren, wissen aber genau daß die Befehle von der Gegend um Washington kommen und D hat zu gehorchen.

Deutschland mordet wieder

Wer atomwaffenfähige U-Boottechnik - entgegen seinen Grundgesetzen - an ein seit Jahrzehnten Krieg führendes Regime versendet, hat Verantwortung für die Verwendung der Massenvernichtungswaffe.
Deutschland, längst zum Vasallen der City of London verkommen, ist berechtigtes Mitglied im Bunde der Schurken-Staaten!

Re: Deutschland mordet wieder

Sonst sind Sie aber noch ganz gesund ... ?

Gast: werbistdu
20.08.2012 20:50
4 4

Das ist wieder ein gefundenes Fressen für Linken

Haben diese Staudenhocker sonst nichts zu tun, als immer nur im Schlamm zu wühlen.
Wenn auch nur ein Menschenleben durch den deutschen Einsatz gerettet werden kann, ist die ganze Sache höchst lobenswert.
Aber was kümmert einen grünen Staudenhocker das Leiden und Sterben der syrischen Kinder.

Gast: Hermann Nieberle
20.08.2012 18:50
5 0

VOM REGEN IN DIE TRAUFE Die Demokratisierung BEI UNSEREN RECHTGLÄUBIGEN BRÜDERN IST IM VOLLEN GANGE. Nach und nach übernehmen die Muslim-Brüder (siehe Ägypten(Tunesien/Irak) das Ruder. Die Sharia lässt grüßen.

Was unsere - meist linke – Presse gerne verschweigt.

Nun gehen syrische Rebellen auf Christen-Treibjagd.

Vor kurzem erst warnte Nahost-Experte Peter Scholl-Latour vor einer Christenverfolgung in Syrien wie im Irak. Es sei ein Skandal - so Scholl-Latour - dass in Europa niemand über die Bedrohung der Christen in dem Bürgerkriegsland spreche (ich berichtete darüber).
Nun ist es soweit. Koran-entfesselte syrische "Rebellen" überfielen die ersten Christendörfer, drangen in sie ein und köpften wahllos Männer und Kinder. Kreuznet berichtete gestern vom Überfall auf das griechisch-katholische Dorf Dmeine Scharkieh nahe der syrischen Stadt Al-Quseir. Sie köpften zehn Männer und Jungen. Viele Bewohner des Dorfes flohen in die Berge.
http://kreuz.net/article.15712.html
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Die Berufsempörten

sind wieder am Werk.

Sie sind gegen alles, gegen die Gewalt, gegen das Einschreiten dagegen.

Hauptsache Wind machen.

Gast: Ggrufti
20.08.2012 11:07
8 0

Frage

Man kennt also schon die Islamisten - und Mullahgruppe, die nachher die Menschen dort schikanieren werden?

Es ist geheim!

Was gehen solche Einsätze die linken und grünen Krawallmachern an? Schweigen ist oft besser als dumm daherzureden. Das gilt auch für diese Spezien...

Gast: N.N.N.
20.08.2012 08:58
5 1

Aufklärung

Um Aufklärung zu bekommen, muss an richtiger Stelle nachgefragt werden und nicht an der Zweigstelle.

die linken und

grünen dep p en sollen einfach nur ruhig sein !

Re: die linken und

Grün ist ja die Farbe des Propheten!

Antworten Antworten Gast: helgomon
20.08.2012 19:00
0 0

Re: Re: die linken und

und blau, das ist die farbe der denkfaulen

Die Linke und die Grünen

plärren herum,denn die DDR und Sowietunion haben ja das Regime der Assads in Syrien massiv unterstützt.

Antworten Gast: N.N.N.
20.08.2012 09:04
3 0

Re: Die Linke und die Grünen

So what, die Welt ist nun mal in zwei Machtbereiche aufgeteilt. Laut Hillary Clintons Prognose nicht mehr lange, sie werden es erwarten können.uq7