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Ungarn: Hetze gegen Juden empört Israel

20.08.2012 | 18:25 |   (Die Presse)

Bei einem Fußballmatch Ungarn–Israel in Budapest wurden antisemitische Slogans skandiert. Das Verhältnis Ungarns zu Jerusalem ist schon länger belastet.

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Wien/Budapest/Apa/Red. Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Israel und Ungarn dürften sich weiter verschlechtern. In Israel sorgen nun Medienberichte für Aufsehen, wonach es vergangene Woche zu antisemitischen Zwischenfällen während eines Fußballspiels der ungarischen und israelischen Nationalmannschaft in Budapest kam. Die „Jerusalem Post“ kritisiert, dass sich die ungarischen Behörden bis jetzt noch nicht für die Vorfälle während des Spiels entschuldigt haben.

Ungarische Fans begleiteten das Abspielen der israelischen Nationalhymne mit Pfiffen. Manche wandten dem Spielfeld den Rücken zu. Zudem waren Zwischenrufe wie „Dreckige Juden“, „Buchenwald“ oder „Viva Mussolini“ zu hören. Auch palästinensische und iranische Fahnen wurden gesichtet. In einem auf YouTube veröffentlichten Videoclip ist zu sehen, dass es sich dabei nicht um Einzeltäter handelt. Ganze Fangruppen beteiligten sich an den Schmähungen.

 

Häufung antisemitischer Vorfälle

Bereits zuvor war es zu antisemitischen Vorfällen in Ungarn gekommen. Anfang Juni wurde ein Oberrabbiner der jüdischen Gemeinde in Budapest attackiert. Rechtsradikale schändeten mehrere Holocaust-Mahnmale.

Zu einer diplomatischen Verstimmung kam es Ende Juni, als die Regierung in Jerusalem den ungarischen Parlamentspräsidenten Laszlo Köver von einer Israel-Reise ausgeladen hatte. Grund waren dessen öffentliche Sympathien für den rechtsextremen ungarischen Autor und Politiker aus der Nazi-Zeit, Jozsef Nyirö.

Der Direktor des Simon Wiesenthal Centers in Israel, Efraim Zuroff, fordert bereits seit Jahren ein entschiedeneres Vorgehen der ungarischen Behörden gegen Antisemitismus. Dieser werde durch die ultranationalistische Jobbik-Partei gefördert, die die ungarische Mittäterschaft an den Holocaust-Verbrechen leugnet. Die jüngsten Vorfälle wiesen auf einen stark wachsenden Antisemitismus hin, sagt Zuroff.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.08.2012)

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15 Kommentare
Gast: geh anders
31.08.2012 08:20
0 0

?

Wie konnte das niemand wissen, was in Hitlerösterreich z.B. los war, z.B. gegen jüdisch Gläubige (mehr oder weniger)? Hätten nicht Verwandte in Frankreich zu Botschaften gehen können, nachdem sie Briefe erhalten haben von österr. Verwandten über die Lage für "Juden"? Wurde in den Medien der Judenhass verschwiegen, sodass Betroffene praktisch dadurch informiert wurden?

Gast: werbistdu
21.08.2012 17:32
0 0

Und so was

hat man in die EU geholt

Gast: maso
21.08.2012 06:43
0 0

Antisemitismau zunehmend in ganz Europa

Das Verhalten Israels der letzten Jahrzehnte, sowohl der nach innen als auch nach außen, macht es nahezu unmöglich, Antisemitismus entgegenzutreten. Leider, doch um teuflisches zu bekämpfen kann man sich nicht mit der Hölle einlassen.

Gast: Miso
20.08.2012 20:40
1 2

Nichts neues!

Dass Magyaren ein rassistisches Volk ains, ist mir auch diesen Sommer klar geworden. Es liegt Antiziganismus und Antisemitismus in der ungarischen Luft. Es muss sich was ändern!

Gast: Aus Budapest
20.08.2012 19:47
3 0

Das sind keine Landsleute von mir

Bei solchen Auftritten schäme ich mich für meine ungarische Herkunft :-(

Gast: Imperialist
20.08.2012 19:25
0 3

aber

auch das sind doch keine Antisemiten, sondern laute Judenkritiker. Nicht wahr, Genossen?

Gast: INTRIGANTEN
20.08.2012 19:06
1 0

mfg

Folgendes war es heute in Nachrichten zu lesen:

"Der Angriff jüdischer Jugendlicher auf eine Gruppe von Arabern erschüttert Israel. Das Opfer entkam nur knapp dem Tod. Die Tat im Zentrum Jerusalems ist nur der jüngste Vorfall in einer Kette von Übergriffen gegen Palästinenser."

Israel bezeichnet sich als einzige Demokratie  in nahen Osten und dann SO WAS!
Ich denke das in einer Demokratie gibt es kein Platz für Apartheid, und Massen Freiluft Gefängnisse . Israel  hat Land Gewinnung nur mit Übergriffen, Besatzung und Krieg erreicht. Das kann nicht Demokratie sein.

Gast: pfff...
20.08.2012 10:33
4 0

...

dass der tiefste plebs sich unter fußballfans befindet, ist ja nun keine neuigkeit mehr.
die frage aber ist, wieso wurden diese nicht aus dem stadion entfernt?
und warum bestand das israelische team nicht darauf?
wenn während meine hymne ertönt, buhrufe kommen, dann mache ich da sicher nicht mit. dann haben die halt pech und sehen kein spiel und geldzurück spielts auch nicht.
ich hätte mich in die wiese gesetzt und abgewartet dass ordnung gemacht wird.
man muss aber bedenken, paar tage nach der ankündigung eines geplanten präventivschlags gegen den iran, ist der herzliche empfang naturgemäß nicht mehr weltweit gewährleistet. und da wird die kritik dazu je nach milieu ausfallen. wenn aber die ungarn so viel rumjammern dass sie im songcontest aus politischen gründen jedes mal schlecht abschneiden, sollten auch sie darauf achten dass sie ein bewusstsein dafür entwickeln, wo politik hingehört und wo nicht. sport ist ein diplomatischer nährboden für frieden, wer keinen respekt davor hat, gehört aus dem zuschauerfeld entfernt.

Re: ...

hihi, die ungarischen fans schämen sich jetzt sicher in grund und boden... jett, wo sie den moralapostel heraushängenk haben lassen. ungarn ist rechts. da gibts nichts zum schönreden.

Gast: abcdefghijklmnop
20.08.2012 10:10
0 3

Ach

ich wusste gar nicht dass unsere Grünzen dort waren.


Die Pfeilkreuzler

wieder im Aufwind?

1 2

Warum mit Fragezeichen?


Typischer Mischmasch

Keine Frage, Antisemitismus ist eine Sache, der energisch entgegengetreten werden muss.

Aber schon wieder kommt hintenherum durch - Wiesenthalcenter - dass auch Kritik an Israel und deren Nahostpolitik ja antisemitisch sei.

Für mich repräsentiert die Israelische Fahne bzw. die israelische Hymne Israel in seiner völkerrechtlichen Position. Erst an zweiter Stelle kommt mir der Gedanke, dass das auch eine Frage der jüdischen, religiösen Identität wäre.

Aber wenn ich mir die Haltung orthodoxer Juden in Wien anhöre, dann sind das schlichtweg - von ihrer Seite her gesehen - Symbole des Zionismus.

Zionismuskritik ist auch grundsätzlich antisemitistisch?

Nein!

PS: ich selbst bin aber der Meinung, dass den Rechten in Ungarn schon ordentlich auf die Finger geklopft werden sollte. Und sie sich gefälligst Nachhilfe in Geschichte nehmen sollten.

Antworten Gast: globetrotterneu
20.08.2012 11:14
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Rufe wie "dreckige Juden", "Buchenwald" oder "Viva Mussolini" !?!

Das ist für dich "Aussenpolitik"?

Die Pfeilkreuzler

befinden sich eben im Aufwind!

Da wird wieder braun gekotzt

und vor 20 Jahren waren sie noch Parade-Kommunisten

bei Länderspielen gegen Österreich.

Im Fadenkreuz der Terroristen