26.05.2013 10:40 Merkliste 0

Trotz EU-Verbot: Südkorea will Öl aus Iran importieren

21.08.2012 | 14:07 |   (DiePresse.com)

Zwei südkoreanische Raffinerien wollen ab September wieder Öl aus dem Iran einführen. Es handle sich um eine "industrielle Angelegenheit".

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Nach wochenlanger Unterbrechung wollen zwei südkoreanische Raffinerien wieder Rohöl aus dem mit einem Lieferembargo belegten Iran importieren. SK Energy und Hyundai Oil Bank könnten die Ölimporte frühestens im September wiederaufnehmen, teilte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Seoul am Dienstag mit. Es handle sich um eine "industrielle Angelegenheit".

Nach Angaben von SK - der größten Raffinerie des Landes - wird erwartet, dass der Iran eigene Öltanker im September beladen und auch den erforderlichen Versicherungsschutz für den Transport nach Südkorea stellen wird. Das Öl könne im Oktober eintreffen, sagte eine Unternehmenssprecherin in Seoul. Die Verhandlungen mit iranischen Unternehmen und der Regierung in Teheran seien noch nicht abgeschlossen.

Firmen umgehen EU-Verbot

Durch den Schritt könnten die südkoreanischen Firmen das Verbot der Europäischen Union umgehen, Tanker mit iranischem Öl zu versichern. Seit dem 1. Juli gilt zugleich für die EU ein Stopp für alle Öleinfuhren aus dem islamischen Land. Durch die EU-Sanktionen gegen den Iran hatte sich Südkorea gezwungen gesehen, seine Ölimporte aus dem Iran ebenfalls am 1. Juli vorübergehend zu stoppen. Die EU will mit den Sanktionen im Streit um das iranische Atomprogramm den Druck auf die Führung in Teheran erhöhen.

Südkorea ist der weltweit fünftgrößte Ölimporteur. Zugleich war das Land vor dem Einfuhrstopp der viertgrößte Importeur von iranischem Rohöl. Südkorea und andere asiatische Länder wurden von Strafen der USA ausgenommen, nachdem sie den Import aus dem Iran deutlich reduziert hatten.

(APA/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

13 Kommentare
Gast: Wasserlaeufer
23.08.2012 17:33
0 0

Je mehr das Oel kuenstlich verknappt

wird, desto mehr verdienen die
amerikanisch-englischen Oelmultis daran.

Und welche "gewisse Volksgrupppe" haelt wohl
die meisten Oel-Aktien?

Gast: Taifun
21.08.2012 20:24
2 0

Trotz EU-Verbot:

gehört Südkorea zu EU???

Netanyahu

Der Druck auf USA und EU,und schon wird sanktioniert.
Warum wird Israel nicht sanktioniert ?
Nicht der Iran,sondern Israels Umgang mit den Palästinensern sollte
sanktioniert werden.

1 0

eu

ich kann sie lachen hoeren die koreaner aus dem sueden!

Gast: b745
21.08.2012 18:37
0 1

sofort den import von kia und hyundai stoppen


Gast: Gast: Leser
21.08.2012 17:37
4 0

EU-Verbot?

Was heißt hier eigentlich "EU-Verbot"? Lässt sich denn Südkorea von der EU etwas verbieten? Wohl eher nicht, nehme ich an!

Gast: biersauer
21.08.2012 17:22
0 0

Werd ich noch in diesem Jahrzehnt erleben,..

dass de Sprit an die 10€ kosten wird?

Antworten Gast: Bärenfalle...
21.08.2012 17:57
0 0

Re: Werd ich noch in diesem Jahrzehnt erleben,..

Optimist.

Mit den Südländern an der Spitze der Eurozone wird schon das Eiskugerl im Sommer bald 10.000 Euros kosten.

So wie früher halt im Italienurlaub.

Gast: Kofferbeobachter
21.08.2012 16:17
3 0

Wir hingegen zahlen gerne an der Tankstelle fuer Sanktionen

Denn wir sind ja so deppert! Seit Figl die Neutralitaet nach Schweizer Vorbild erreicht hat, werden wir nur noch von Vollkoffern regiert.

Was erlauben Süd-Korea

Ese gibte Verbote aus EU, was erlauben Süd ähhhh Korea?

Nix Respekt ähhhäähh, oder was?


Was sollte ein EU Verbot die Südkoreaner kümmern? Eine ziemlich einfältige Schlagzeile.


Gast: Wos sogst do?
21.08.2012 14:35
7 0

Die sind ja auch nicht so deppert wie unsere Polittrantüten

Die Südkoreaner lassen sich von den USA beschützen - ohne sich zu ihren Sklaven zu machen oder von ihnen abhängig zu werden.

Antworten Gast: Hurz IV
21.08.2012 15:10
2 0

Re: Die sind ja auch nicht so deppert wie unsere Polittrantüten

Wir zahlen doch gern Kriegssteuer an der Tankstelle, demnaechst 1,50.