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Italien streicht 35.000 Polizistenstellen

21.08.2012 | 14:29 |   (DiePresse.com)

Obwohl die Zahl der Verbrechen in Italien zunimmt, soll in den kommenden drei Jahren bei Polizei, Carabinieri und Steuerpolizei eingespart werden. Die Zahl der Soldaten von 183.000 auf 150.000 sinken.

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Während die Zahl der Verbrechen in Italien zunimmt, sind immer weniger Ordnungshüter auf den Straßen im Einsatz. In den kommenden drei Jahren wird es wegen der Einsparungen der Regierung zu 35.000 Stellenkürzungen bei Polizei, Carabinieri und Steuerpolizei kommen. Infolge der vom Kabinett Monti beschlossenen Ausgabenkürzungen sollen bis 2014 nur noch 20 Polizisten und Carabinieri pro 100 Ordnungshüter angestellt werden, die pensioniert werden. Dank dieser Personalkürzungen soll der Staat im laufenden Jahr 94,8 Millionen Euro einsparen. 2015 werden es 1,46 Milliarden Euro sein, verlautete in Rom.

"Es ist unvermeidbar, dass wir auf lokaler Ebene mehrere Kasernen schließen müssen", sagte Nicola Tanzi, Generalsekretär der Polizeigewerkschaft SAP. Das Innenministerium will die Zahl der Polizisten reduzieren, die zur Sicherheit von Politikern eingesetzt werden. Die Leibwächter, die somit entlastet werden, sollen im Kampf gegen die Kriminalität eingesetzt werden.

Eskorten werden reduziert

Das Recht auf eine Eskorte sollen von nun an ausschließlich das Staatsoberhaupt, die Kammerpräsidenten, die Parteisekretäre und einige Regierungsmitglieder haben.

So wurde dem Ex-Reformenminister Roberto Calderoli zuletzt eine achtköpfige Eskorte gekürzt. Der Lega-Spitzenpolitiker war wegen seiner islamfeindlichen Aussagen im Jahr 2006 ins Visier fundamentalistischer Terrorgruppen geraten und stand seitdem unter Personenschutz. Allein in Rom werden über 1000 Polizisten und Carabinieri als Eskorte eingesetzt. Bis vor kurzem hatten ehemalige Regierungschefs und Staatsoberhäupter sowie Ex-Innen- und Justizminister und Hunderte von Staatsanwälten eine Eskorte.

Ein Drittel weniger Generäle

Auch beim Heer wird stark gespart. Die Zahl der Soldaten von 183.000 auf 150.000 sinken. Die Zahl der Generäle soll um ein Drittel gekürzt werden. Jeder dritte Stelle im Verteidigungswesen soll gestrichen werden, damit soll die Zahl der Beamten von 30.000 auf 20.000 fallen. Der italienische Verteidigungsminister Giampaolo Di Paola erklärte kürzlich in einer Ansprache vor dem Parlament, dass die Ausgaben für Verteidigung in sechs Jahren um ein Drittel schrumpfen sollen. 183.000 Soldaten seien für ein Land wie Italien einfach zu viel, klagte der Minister.

(APA)

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10 Kommentare

das heisst also die mafia ist pleite, weil

sie sich 35.000 informelle Mitarbeiter nicht mehr leisten kann?

die richtige Nachricht lautet:

Italien stellt weitere 70.000 Polizisten und Steuerfander ein

Gast: Hubertus
22.08.2012 09:44
0 0

Nicht überraschend

Da erkennt man die Prioritäten in Italien.Freie Fahrt für Mafia und Steuerhinterzieher. Und mit solchen Leuten sollen wir Solidarität üben? Mit den Craxis, Andreottis ,Berlusconis und deren Nachfolgern? Italien hätte nie in den Euro gehört. Das hat der seinerzeitige Gouverneur der Banca dItalia Fazio immer gesagt. Aber Kohl und andere Komiker in Europa haben anders entschieden. Und wir haben jetzt den Scherm auf. Wieder einer der vielen Vorteile der EU und des Euro. Danke EU.

Re: Nicht überraschend

Was hat die Verwaltungskosteneinsparung mit der Mafia oder Steuerhinterzieher zu tun?

in der neuen Weltordnung

kommt in Krisen dann die Eurogendfor zum Einsatz!

Sparen

Die öffentliche Verwaltung kostet viel Geld. In Italien noch mehr. Wer soll das bezahlen?

friedmann lässt grüssen

und wenns eng wird kommen söldner, aus welchem land auch immer. schöne neue welt...

0 0

Die Familie erhält Zuwachs.

Na super.

Gast: IlDuce
21.08.2012 17:55
1 1

soll in den kommenden drei Jahren bei Polizei, Carabinieri und Steuerpolizei eingespart werden

Wie seinerzeit in Österreich unter dem Schüssel.

Gast: Buusch
21.08.2012 16:06
0 1

zuerst verwirtschaften, dann die Leut' auf die Strass'

. . . dass dies zum Bankrott führt, bekommt nicht einmal das Stimmvieh mit.