Die USA lockern vorübergehend Sanktionsregeln zu finanziellen Transaktionen, um Erdbebenhilfe für den Iran zu erleichtern. Das Finanzministerium erteilte nach eigenen Angaben am Dienstag Nichtregierungsorganisationen eine Sondergenehmigung, 45 Tage lang Geld für humanitäre Hilfe und Wiederaufbauhilfe für den Iran zu sammeln. Jede der NGOs darf demnach bis zu 300.000 Dollar (etwa 240.000 Euro) in den Iran schicken.
Die US-Regierung selbst hatte nach dem Beben am 11. August Hilfe für das iranische Volk angeboten. Die Führung in Teheran lehnte das aber ab und warf den USA Heuchelei vor.
Nahrungsmittel und Medizin ausgenommen
Nichtregierungsorganisationen leisteten bereits in den vergangenen Tagen Hilfe. Spenden von Nahrungsmitteln und Medizin für humanitäre Zwecke sind generell von den Sanktionen ausgenommen, die Washington wegen des iranischen Atomprogramms verhängt hat.
Mit der Sondergenehmigung unterstreiche die US-Regierung ihre Bereitschaft, den von der Katastrophe betroffenen Menschen im Iran zu helfen, hieß es in einer Ministeriumsmitteilung. Bei dem Beben waren mindestens 300 Menschen getötet und 5000 Einwohner verletzt worden.
(APA/dpa)
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