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USA: Republikaner für vollständiges Abtreibungsverbot

22.08.2012 | 08:45 |   (DiePresse.com)

Nach dem Vergewaltigungs-Sager des Senatskandidaten Akin, gibt sich der Republikaner Romney tolerant - seine Partei nicht. Sie ortet bei Fehlgeburten Kindesmisshandlung und will Homo-Ehen verbieten.

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Die US-Republikaner sind im Skandal um die Vergewaltigungs-Bemerkung des Senatskandidaten Todd Akin um Schadensbegrenzung bemüht. Nachdem sich Präsidentschaftskandidat Mitt Romney von dem Politiker distanzierte und dessen Äußerungen als "beleidigend, unentschuldbar und schlichtweg falsch" bewertete, stellt sich nun praktisch die gesamte republikanische Parteispitze gegen Akin.

Der Senator von Massachusetts, Scott Brown, forderte Akin offen zur Rücknahme seiner Kandidatur auf. Parteichef Reince Priebus ging noch einen Schritt weiter und riet ihm, erst gar nicht zum Parteitag nächste Woche zu kommen. Dort soll Romney offiziell zum Spitzenkandidaten für die Wahl um das Präsidentenamt im November gekürt werden.

Akin zeigte sich bislang nicht zu einem Rückzug bereit: Er sei kein Drückeberger, räumte aber ein, sich versprochen zu haben. Er habe "gewaltsame Vergewaltigung" ("forcible rape") sagen wollen. Vergewaltigung sei schließlich niemals "legitim". Er wisse außerdem, dass Frauen durch eine Vergewaltigung schwanger werden könnten.

Vollständiges Abtreibungsverbot

Trotz des Skandals, wollen die Republikaner an ihrer konservativen Linie festhalten und diese sogar noch unterstreichen. So kündigten sie an, ein vollständiges Abtreibungsverbot in ihren politischen Leitlinien für die kommenden vier Jahre festschreiben zu wollen. Das sehe ihr nun fertiggestelltes Wahlkampfprogramm vor, das am Dienstag offiziell vorgestellt und beschlossen werden soll.

Noch ist das Programm zwar unter Verschluss, doch Insider haben die zentralen Passagen bereits den US-Medien zugespielt, darunter "CNN". Demnach sollen auch Abtreibungen in Vergewaltigungs- oder Inzestfällen verboten werden.

Romney widersprach dieser Forderung am Dienstag. Er wolle diese Ausnahmen im schlimmsten Fall zulassen. Die übrigen Republikaner wollen dagegen noch weiter gehen: Schon ein Embryo gilt für sie als Person, was sie per Verfassungszusatz verankern wollen. Das könnte Mütter bei Fehlgeburten dem Vorwurf der Kindesmisshandlung aussetzen, wie "CNN" berichtete.

Homo-Ehe ist "Anschlag auf Gesellschaft"

Das Wahlkampfprogramm umfasst auch Vorschriften bzw. Vorstellungen rund um die Themenbereiche Einwanderung, Waffenkontrollen und Schwulenrechte. So soll unter anderem die gleichgeschlechtliche Ehe per Verfassungszusatz verboten werden. Zwar sprechen die Republikaner Homosexuellen im gleichen Atemzug "Respekt und Würde" zu, Taten folgen diesen Worten aber nicht. Immerhin wurde die entsprechende Passage von Tony Perkins verfasst, dem Chef der Anti-Schwulen-Lobby Family Research Council.

Die Homo-Ehe, die derzeit in sechs US-Staaten offiziell anerkannt ist, sei "ein Anschlag auf die Fundamente unserer Gesellschaft", heißt es laut "CNN" in dem Programm. Die Ehe zwischen "Mann und Frau" dagegen bestimme "unseren Erfolg als Nation". Nur sie erbringe "psychologisch und emotional gesunde" Kinder.

(Red./APA/AFP/dpa)

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41 Kommentare
 
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Gast: flieger1961
23.08.2012 03:53
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Ein wenig mittelalterlich...

...mutet Herrn Akins Logik schon an: Wird das Opfer schwanger, dann war's keine "echte" Vergewaltigung, also willigte das Opfer ein, also ist der Taeter nicht strafbar?...

Gast: Mostsaat
23.08.2012 01:08
1 0

Trotz des Skandals, wollen die Republikaner an ihrer konservativen Linie festhalten

Die klingen ja wie radikale islamische Fundamentalisten.

Re: Trotz des Skandals, wollen die Republikaner an ihrer konservativen Linie festhalten

"alles was nicht sozialistisch ist, ist schlecht!!!!"

Wieder einmal ein objektiver Artikel...

...bei dem man keineswegs die Meinung des Redakteurs bzw. der Redakteure heraushört. Oder?

Irrenstaat

Also sollten die Rep. die Wahl gewinnen - was ohnehin kein normal denkender Mensch erwartet - dann hätten wir in Europa ein ernstes Problem - viele Millionen Amerikaner müssten wohl auch nach Europa auswandern - denn dann wären die USA ein Irrenstaat.

Typisch...

Männer die Politik machen. Die sollten sich mal, in eine vergewaltigte Frau hineinfühlen, und dann dürfen sie VIELLEICHT etwas sagen. Es ist für eine Frau sehr schwer, nach einer Vergewaltigung das Kind nicht abzutreiben. Automatisch wird das Kind mit dem Vergewaltiger gleichgesetzt. Und wenn man nicht ständig an dieses Erlebnis erinnert werden will, ist es somit die logische Schlussfolgerung, dass das Kind abtrieben wird. Zu den Homosexuellen ist nur eines zusagen, DAS IST IM GESAMTEN TIERREICH NICHT ANDERS und der Mensch ist schliesslich und endlich nichts anderes als ein Tier, auch wenn das gerne vergessen wird.

Re: Typisch...

Als Gegner von Abtreibungen gebe ich Ihnen aber durchaus Recht. In erster Linie sollte endlich bekämpft werden, dass millionenfach zukünftiges, gesundes Menschenleben, welches von augenscheinlich geistig und körperlich gesunden Eltern (dazu zähle ich nicht Gewalttäter, Vergewaltiger, Homosexuelle)gezeugt wird, ausgelöscht wird.
Selbstverständlich gibt es auch im Tierreich die von Ihnen angesprochenen Abnormitäten. Dass diese in der menschlichen Gesellschaft nicht mehr "ausgemerzt" werden, wie noch in den meisten Staaten der Erde bis vor wenigen Jahrzehnten, ist durchaus ein Fortschrift aus humanistischer Sicht.
Ein Zeugnis totaler Kurzsichtigkeit, ja völliger Verworfenheit ist es allerdings, diesen wohl mit dem abnormsten Verhalten behafteten Menschen die Ehe, Adoption und als Gipfel die Zeugung von Nachkommen über Umwegen, zu erlauben.
Leider hüllen die Republikaner diese zwei richtigen, weil lebensbejahenden und -schützenden Forderungen in ein stupides religiöses Kleid, welches aufgeklärte Menschen einfach nicht annehmen wollen und können.
Der Kampf gegen die Abtreibung und die "Normalisierung des Abnormen" kann, ja SOLL ohne religiösen Hintergrund geführt werden.

Re: Re: Typisch...

homosexuellen die geistige und/oder körperliche gesundheit absprechen, sie als abnorm zubezeichnen hat genau so wenig mit aufgeklärt sein zu tun.

die einzige quelle für solch eine meinung kann nur religion (nicht hinterfragte jahrtausenalte regeln) sein.

homosexuelle schaden niemandem, tu niemandem weh. sie haben einfach andere begehren als heterosexuelle. politik, und schon gar nicht ideologie, haben nichts im schlafzimmer verloren.

Antworten Gast: Su Nuraxi
22.08.2012 18:08
0 0

Re: Hab ich das richtig verstanden?

Die Dinge, die es im Tierreich gibt, soll es auch unter Menschen geben dürfen?

Gast: mens sana
22.08.2012 15:42
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Zwischenfrage

Was ist eigentlich so zivilisiert daran, ein bei einer Vergewaltigung gezeugtes Kind zu töten?

Wenn schon unbedingt jemand getötet werden muss, warum nicht der Vergewaltiger?

(Den Standpunkt derer, die gegen die Todesstrafe aber zugleich für die Abtreibung sind, habe ich noch nie begriffen.)

Antworten Gast: Hellgate
23.08.2012 00:20
1 0

Re: Zwischenfrage

Ich kann ihnen leider hier nich mitteilen was ich von Ihrem posting halte ( Presse Zensur).
Fest steht aber; Wurde ich das tun, würde ich gegen Alles verstoßen was uns Recht und Heiling ist.

3 1

Re: Zwischenfrage

Zellen töten =/= entwickeltes Leben töten

Re: Re: Zwischenfrage

nein!!!
Ein Fötus ist nicht nur ein Zellhaufen!!!
Bei Abtreibungen wird dem Kind ins bereits schlagende Herz gestochen.
hat es für Sie also nur deswegen kein Recht zum Leben, weil es sich noch im Mutterleib befindet.

Re: Zwischenfrage

Man könnte natürlich auch das Kind nach der Geburt zur Adoption freigeben, aber der Staat darf von einer Frau nicht verlangen die Brut ihres Vergewaltigers auszutragen. Vor allem da eine Schwangerschaft für die Mutter in seltenen Fällen auch gefährlich ausgehen kann.
Hut ab vor allen Frauen, die das schaffen - aber ich und etliche andere könnten das nicht. Und wenn es in meinem Land nicht erlaubt wäre, würde ich die Abtreibung eben im Ausland vornehmen lassen.


.

Die Republikaner, die Muslimbrüder des Westens.

0 0

Re: .

In der Tat gibt es viele Gemeinsamkeiten.

Wozu Abtreibung in den USA

Die brauchen die Abtreibung nicht, die Regeln das nach der Geburt mit der Todesstrafe

Gast: SinusP
22.08.2012 14:08
3 1

Steinzeit

ZURÜCK IN DIE STEINZEIT - ab sofort auch in Ihrem Kino...

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sehr enttaeuschend

nachdem sich sogar Sarah Palin seinerzeit gegen ein Abtreibungsverbot ausgesprochen hatte (besonders auf Bundesebene) obwohl sie selbst persoenlich dagegen ist. Andererseits ists ja nur ein zeitungsartikel und morgen s chauts wieder ganz anders aus.

Gast: General Schnitzelsemmel
22.08.2012 14:01
0 0

Das Problem sind nicht deren Überzeugungen, sondern dass die Alternative (Demokraten) nur ein Spiegelbild sind.

Siehe Obama. Viel hat sich geändert, im Unterschied zum Bush. Guantanamo hat er geschlossen, Arbeitsplätze geschaffen, den Irak u Afghanistankrieg beendet, er würde nie Menschen mittels Luftschlägen ohne Gerichtsverfahren ermorden, die Waffengesetze sind strenger geworden...

Da bietet doch auch die Alternative einen erhebenden Ausblick, oder?
(Das Problem sind jene, die im Hintergrund stehen)

Gast: E.T.
22.08.2012 13:57
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Ich frage mich allen Ernstes,

ob wir bald wieder im Mittelalter landen werden.

In England bemühen sich islamische Gruppen die Scharia durchzusetzen. In den USA bekämpft man Frauenrechte. In Europa verarmen alle und die Schere zwischen Arm und Reich geht immer schneller auseinander.

Schöne neue Welt - kann ich da nur sagen.

Gast: heino der heino
22.08.2012 13:38
3 3

rechts konservativ

jetzt schimpfen sie wieder unsere lieben rechts-konservativen poster im forum, dabei sind sie doch idiologisch die oesterreichische variante der republikaner. die fpoevp kommt ja in summe mit dem gleichen mist daher...jaja, die guten alten werte

Na ja. Dann wird#s a' gmahte Wiesn für Obama!

Die Frauenstimmen haben's jedenfalls verspielt!

Antworten Gast: E.T.
22.08.2012 14:19
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Re: Na ja. Dann wird#s a' gmahte Wiesn für Obama!

Also da bin ich nicht so sicher.

Genug Frauen verstehen es bestens sich immer den schlechtesten Teil vom Kuchen abzuschneiden und merken das erst, wenn es zu spät ist.

Gast: Ggrufti
22.08.2012 10:22
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Gedanken

Wer ohne mit der Wimper zu zucken, fuer Millionen Tote verantwortlich zeichnet, sollte nicht den moralischen Finger heben, wenn es um Schwangerschaftsabbruch geht.

Antworten Gast: mens sana
22.08.2012 11:56
6 11

Re: Gedanken

Sprechen Sie von den Abtreibungsbefürwortern? Die sind in der Tat (laut UN Statistiken) für 50 Millionen Tote jährlich verantwortlich.

 
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