Acht Jahre nach dem Tod des früheren palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat werden dessen sterbliche Überreste obduziert. Die Leiche werde auf eine mögliche Polonium-Vergiftung untersucht, erklärte ein Sprecher des Schweizer Instituts für Radiophysik am Universitätsklinikum von Lausanne am Freitag. Die Schweizer Experten wollen dazu ins Westjordanland reisen, um Proben von den sterblichen Überresten Arafats zu nehmen.
Das Labor war von der Witwe Arafats und der palästinensischen Autonomiebehörde mit der Autopsie beauftragt worden,. Der Grund: Der Fernsehsender al-Jazeera hatte im Juli berichtet, dass an persönlichen Gegenständen Arafats erhöhte Polonium-Werte festgestellt worden seien.
Arafats Witwe Suha und die gemeinsame Tochter erstatteten daraufhin wegen Mordes Anzeige gegen unbekannt in Frankreich, wo Arafat 2004 in einem Militärkrankenhaus bei Paris gestorben war. Die Todesursache wurde nie völlig geklärt. Palästina verdächtigt Israel, Arafat ermordet zu haben.
(APA/AFP)
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