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Experte glaubt an Freilassung Assanges nach Verhör

24.08.2012 | 13:25 |   (DiePresse.com)

Der schwedische Rechtswissenschaftler Bring sieht nicht genügend Beweise für eine Anklage gegen den Wikileaks-Gründer.

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Der schwedische Rechtswissenschafter Ove Bring glaubt, dass Wikileaks-Gründer Julian Assange bei einer möglichen Auslieferung nach Schweden von den Behörden angehört und dann vermutlich freigelassen werde. Der Fall werde dann womöglich sehr rasch zurückgelegt, sagte Bring am Freitag zu Radio Schweden International.

"Wenn er nach Schweden geht, wird er verhört, und dann, so erwarte ich, wird der Fall zurückgelegt, denn die Beweismittel reichen nicht für eine Anklage", sagte der emeritierte Professor der schwedischen Nationalen Verteidigungsakademie laut der Website des Radiosenders. Assange wird von den schwedischen Behörden in zwei Fällen sexueller Nötigung gesucht.

"Nun ist es zu spät"

Als Grund, warum Assange nicht an seinem derzeitigen Aufenthaltsort London verhört wird, sieht der Rechtsexperte eine Prestigefrage. Ein Verhör in der britischen Hauptsadt wäre zwar rechtlich möglich und plausibel gewesen, aber: "Grundsätzlich gilt, das schwedische Bürger, die wegen Straftaten unter Verdacht stehen, in Schweden verhört werden sollen. Und nun ist es zu spät, für Herrn Julian Assange eine Ausnahme zu machen. Das würde keinen guten Präzedenzfall für das schwedische Rechtssystem schaffen".

Assange hatte sich 2010 durch eine Reise nach Großbritannien den schwedischen Behörden entzogen. Zuletzt flüchtete er vor einem Auslieferungsantrag der Schweden in die ecuadorianische Botschaft, wo er um Asyl ansuchte. Der Wikileaks-Gründer fürchtet eine mögliche Auslieferung in die USA und ein Strafverfolgung wegen der von ihm enthüllten Militär- und Diplomatengeheimnisse.

(APA)

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4 Kommentare

ass..ange

was fuer ein armseliger Tropf dieser Feigling doch ist...

Gast: Rosenresli
24.08.2012 17:11
3 1

Man kann es so und so sehen

Gerade weil Assange nicht ganz grundlos große Angst hat und diesen Aufwand getrieben hat, sollten die Schweden darauf Rücksicht nehmen und ihn in England befragen. Wenn die Schweden auf stur schalten, schaden sie ihrem Image mehr, als wenn sie Verständnis für die Angst aufbringen.

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...

nicht boese sein, aber die zivilgesellschaft kennt sich wohl besser mit den praxen aus als die taeter.

Schweden würde sich viel mehr lächerlich...

... machen wenn es jahrelang ein Theater wegen der Auslieferung macht, um ihn dann zu verhören - damit er dann freigelassen wird (bzw. es nicht zu einem Prozess kommt).

...als wenn es Assange in London verhören/ befragen würde.

Aber ja, ich glaube in diesem Gerangel gibt es nur Verlierer!