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Pussy-Riot-Aktivistinnen fliehen ins Ausland

26.08.2012 | 18:42 |   (Die Presse)

Zwei nicht verurteilte Mitglieder der zwölf-köpfigen Punkband konnten das Land verlassen. Insgesamt fünf Mitglieder hatten im Februar an der provokanten Performance teilgenommen.

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Moskau/Ag. „Zwei unserer Mitglieder haben erfolgreich das Land verlassen! Wir rekrutieren ausländische Feministinnen, um weitere Aktionen vorzubereiten!“ Mit dieser etwas hämischen Nachricht auf der Online-Kommunikationsplattform Twitter ließ die regierungskritische Punkband Pussy Riot am Sonntag wissen, dass zwei ihrer Mitglieder sich ins Ausland abgesetzt haben, um einer Strafverfolgung zu entgehen. In Russland verbleiben aber mindestens zwölf weitere Pussy-Riot-Musikerinnen, heißt es weiter im Twitter-Eintrag.

Provokante Performance

Insgesamt fünf Pussy-Riot-Mitglieder hatten im Februar an der provokanten Performance in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale teilgenommen, die zur Verurteilung von Band-Chefin Nadeschda Tolokonnikowa sowie den Musikerinnen Jekterina Samuzewitsch und Marija Aljochina führte. Die Gruppe wollte dagegen protestieren, dass der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche die Gläubigen dazu aufgefordert hatte, bei der Präsidentschaftswahl für Wladimir Putin zu stimmen. Die russisch-orthodoxe Kirche ist traditionell regierungsfreundlich.

Die Frauen hatten bei der Performance ihr Markenzeichen getragen, verschiedenfarbige Wollmützen, die sie über das ganze Gesicht ziehen, um unerkannt zu bleiben. Nur drei von ihnen wurden damals identifiziert und festgenommen. Nach einem umstrittenen und weltweit von Politikern, Musikern und Menschenrechtlern kritisierten Prozess waren sie am 17. August zu je zwei Jahren Arbeitslager verurteilt worden.

Nur wenige Tage später hatte die Polizei verkündet, man suche nach den zwei Mittäterinnen – eine klare Warnung an die Polit-Aktivistinnen, sich fortan mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten zurückzuhalten.

„Sie sind an einem sicheren Ort“

Die Anwälte der drei inhaftierten Frauen werden vermutlich in der kommenden Woche Berufung gegen das Urteil einreichen. Tolokonnikowas Ehemann, Pjotr Wersilow, bestätigte am Sonntag, dass es sich bei den beiden Geflohenen um jene zwei gesuchten Frauen handelt, die bei dem Auftritt in der Christ-Erlöser-Kathedrale dabei waren. „Sie sind an einem sicheren Ort, wo die russische Polizei sie nicht erreichen kann.“ Die Frage, ob es sich um ein Land handele, das kein Auslieferungsabkommen mit Russland habe, sagte er: „Ja, vermutlich.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.08.2012)

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9 Kommentare

Pussy-Riot-Aktivistinnen fliehen ins Ausland

Ich wette, die suchen im Rot-Grünen Wien Unterschlupf.
Gebt ihnen eine Gemeindewohnung auf Kosten der Steuerzahler!
Arbeiten könnten sie bei ZARA oder SOS Mitmensch.
Regelmäßige Auftritte im ORF würden die österreichische Kultur ungemein bereichern.

Gast: xxxx
27.08.2012 15:04
2 2

Na, der durchschnittliche Presseleser kann das "pussy riot" gar nicht übersetzen!

denken sich nur: "Ausländer!"

Gast: Imperialist
27.08.2012 14:54
2 3

gut zu wissen

wie viele Sympathisanten von Diktaturen es hier gibt. In dem Fall des klerikalfaschischtischen KGB-Russland.

"Feminismus" = sakrosankt?

Dank des inhärenten linken moralischen Relativismus ist man sakrosankt, sobald man sich als "Feministin" bezeichnet.

In Besitz des sakrosankten Status dürfen Gesetze und Vorschriften beliebig gebrochen und missachtet werden, da man ja automatisch Opfer ist und somit jede Straftat als legitimer "Widerstand" verklärt wird.

Wer auch immer das kritisiert, wird in diesem Weltbild automatisch zum Oppressor.

Das Suhlen in selbstgerechter Empörung über die "Oppression" erspart die Auseinandersetzung mit den unangenehmen Konsequenzen bzw. der Verantwortung für die eigenen Taten.

Gast: teo
27.08.2012 10:47
3 2

Die Pussies werden im Westen

von ihren gleichgesinnten linken Genossen von vorne und hinten bestens bedient. Vielleich werden sie von ihrem Verschwörertum ablassen, wenn sie erkennen, das im Westen auch genug kleine Putins gibt

diese

"pussys" interessiert sowieso keiner !

putin wirds schon richten mit diesen femi nisten schwa ch si nn !

"konnten das Land verlassen"

Weil sie ja so drakonisch verfolgt werden, oder?

Gast: b745
26.08.2012 20:58
2 5

dieser putin strotzt vor mut unglaublich wie der todesmutig gegen diese schwerverbrecherinnen stellt bravo

du bist mein held

3 0

Re: dieser putin strotzt vor mut unglaublich wie der todesmutig gegen diese schwerverbrecherinnen stellt bravo

Ja im Westen besonders in den USA sind die Stafen human und verhältnismäßig zum Beispiel: http://derstandard.at/1345165181119/30-Songs-gedownloadet-675000-Dollar-Strafe-fuer-Studenten-fix
Diese Existenz ist ruiniert