Sechs US-Soldaten erhalten wegen der versehentlichen Verbrennung von Koran-Exemplaren und anderen religiösen Texte in Afghanistan Disziplinarstrafen. Das teilten die US-Streitkräfte am Montag mit.
Die Untersuchung der Koranverbrennung in der US-Luftwaffenbasis Bagram habe ergeben, dass keine böswillige Missachtung des Korans oder eine Diffamierung des Islam vorgelegen habe. Der den Vorfall untersuchende General kam nach Angaben des Pressedienstes der US-Streitkräfte zu dem Schluss, dass fehlende Kommunikation, schlechte Führung und falsche Entscheidungen die Ursachen waren. Es sei der einfache Weg gewählt worden anstelle des richtigen Weges zum Umgang mit dem Problem.
Außerdem wurden über drei weitere US-Soldaten im Zusammenhang mit einer Leichenschändung Disziplinarstrafen verhängt. Einer der drei Marines hatte zugegeben, auf die Leiche eines Taliban-Kämpfers uriniert zu haben. Ein zweiter hatte sich schuldig bekannt, ein Video gemacht zu haben, das international für Empörung gesorgt hatte. Ein dritter hatte gestanden, den Vorfall nicht gemeldet zu haben.
Worin die verhängten Disziplinarstrafen bestehen, wurde nicht mitgeteilt. Solche Strafen können unter anderem Degradierungen, zusätzliche Dienste oder Soldkürzungen beinhalten.
(APA/dpa)
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