22.05.2013 07:44 Merkliste 0

Syrien: Opposition stellt Plan für Ära nach Assad vor

28.08.2012 | 18:51 |   (Die Presse)

45 syrische Regimekritiker präsentierten in Berlin einen Plan für die Post-Assad-Ära. Paris ruft die Opposition indes zur Bildung einer Übergangsregierung auf. USA kritisieren französischen Vorstoß als „verfrüht“.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien/Berlin/Paris/Ag. Während in Syrien die Kämpfe gegen das Regime täglich an Brutalität zunehmen, bereitet sich die Opposition im Exil bereits auf die Post-Assad-Ära vor: 45 syrische Regimekritiker präsentierten dazu am Dienstag einen Entwurf in Berlin. Das Papier wurde seit Jahresbeginn von unterschiedlichen politischen, ethnischen und religiösen Oppositionsgruppen, darunter dem tonangebenden Syrischen Nationalrat (SNC), erarbeitet. Die Regimekritiker bekennen sich in dem Dokument zu Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Ziel ist die Vorbereitung einer Übergangsregierung.

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle lobte den Vorstoß : „Das sind wichtige Denkanstöße für einen demokratischen Neubeginn.“ Er forderte die Opposition auf, unter „dem Dach von Demokratie und religiöser Pluralität“ zusammenzufinden.

„Opposition zu gespalten“

Für heftige Kontroversen sorgte unterdessen ein Vorstoß aus Frankreich. Als erster westlicher Regierungschef hatte Montagabend der französische Präsident François Hollande die syrische Opposition zur Bildung einer provisorischen Übergangsregierung aufgerufen. Frankreich würde diese anerkennen, sagte er. Hollande warnte das syrische Regime außerdem vor dem Einsatz von chemischen Waffen. Sonst würde Frankreich militärisch in den Konflikt eingreifen, drohte er.

Die USA kritisierten den Vorstoß aus Frankreich. Für eine Übergangsregierung sei es noch zu früh, hieß es aus Washington. Die Opposition sei zu gespalten. Die syrische Opposition selbst müsse entscheiden, wann sie bereit sei, Namen für eine Übergangsregierung zu nennen.

Im Kampf gegen die Aufständischen setzt das syrische Regime indes immer stärker auf den Einsatz der Luftwaffe. Die Kämpfe in Damaskus erreichen unterdessen auch Stadtteile, die von der Gewalt bisher weitgehend verschont geblieben sind.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

16 Kommentare

"the day after"

Man sollte diesen Film wieder öfters zeigen; um zu erinnern mit welchen Konsequenzen bei Kiegstreiberei zu rechnen sind.

Gast: Die Presse war frei 1848
29.08.2012 10:32
9 0

Das ewige Propagandarauschen ist für die Masse

nicht für den reflektierenden Leser der Presse.

Die Redaktion lässt sich offensichtlich (i) durch die Kriegstreiber instrumentalisieren, (ii) ist simpel gestrickt, oder beides.

Gast: derfrager
29.08.2012 09:58
3 0

Frage an die Opposition...

Assad hat mehrere millionen Anhänger !
Was habt ihr mit denen vor ? Bekommen sie auch Sitz in eurem "demokratischen Parlament" ???

Gast: biersauer
29.08.2012 09:29
3 0

Die sollten sich lieber auf einen Gottesstaat einstellen!


Gast: Abdullah
28.08.2012 19:03
14 0

The day after ....

... dem Ende des 3. Weltkrieges werden hoffentlich auch die Kriegstreiber nicht erleben...

3 20

Es wird ...

Es wird höchste Zeit, daß dieses abscheuliche Grusel-Monster Assad ein absoluter feiger Kinder und Frauenmörder, verschwindet und das natürlich in die Hölle, wo der Satan schon auf ihn sehnsüchtig wartet !!!

Antworten Gast: Huschhusch
28.08.2012 23:59
1 0

Re: Es wird ...

...slalom!...

Antworten Gast: Hellboy
28.08.2012 15:26
4 0

Re: Es wird ...

Amen...

3 21

Endlich !!!

endlich können die Rebellen diese Satansbrut und Mörder des eigenes Volkes mit Hilfe der Stinger-Raketen abschließen !!!

Gast: Presse als Propagandablatt des Islam?
28.08.2012 10:13
10 2

Die einzige Zeitung österreichische (und wohl internationale, mit Ausnahme der rainbow press) die hierzu keinen Artikel brachte

http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-taliban-enthaupten-dorfbewohner-a-852211.html

keinen Artikel brachte aber uns dafür erzählen will wie super die Radikalos - ich meinte die Rebellen sind.

10 3

Für die Zeit nach dem Ende des Fundamentalistenterrors in Syrien

wird es wohl einige Plätze in der österreichischen Asylantenbetreuung brauchen. Ich könnte mir vorstellen, das die Assad-Regierung etwas nachtragend sein wird, wenn sie das Land erst einmal von Terroristen gesäubert hat.

Gast: General Schnitzelsemmel sagt Prost Mahlzeit, oder in Anbetracht der Umstände eher AllahFuckbar
28.08.2012 10:05
10 2

Wenn ich mir so die Leute anschaue von deren Schlag auch die meisten dieser Rebellen sind

http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-taliban-enthaupten-dorfbewohner-a-852211.html

da glaub ich den Artikel doch aufs Wort!

Gast: Gruftmaus
28.08.2012 08:53
13 3

Unsinn.

Der Plan ist, sich Rohstoffe in Zukunft in Dollar abgelten lassen zu müssen und dem steht das derzeitige Regime im Wege, genauso wie all die anderen bisherigen US Opfer.
Iran übrigens auch noch und dann passts wieder eine Zeit lang.
Die USA sind kaputter als Griechenland und drucken seit vielen Jahren Inflationspapierln, die wir alle schlucken müssen.
DOCH ES REICHT JETZT !!!

Re: Unsinn.

genau so stehts im PNAC Papier nachzulesen, aber für das Fussvolk gibts die andere Version mit Menschenrechten etc.

"auf die brutalste Art und Weise durch das Regime"

Bravo, Frau Nuland! Da haben Sie voll mit dem Kopf den Nagel getroffen. Die "Rebellen" werden aus einem Ort vertrieben und das erste was die legitime syrische Armee dann macht, ist, hinzugehen und die Leute, die sich vorher aus Angst vor den "Rebellen" in Kellern udgl versteckt hatten, umzubringen - wohlwissend, dass von solchen Massakern ausschließlich die "Rebellen" profitieren werden. Das ist derart an den Haaren herbeigezogen, dass damit nicht einmal Volksschüler zu überzeugen wären. Frau Nuland entblödet sich aber dennoch nicht, eben das als offizielle Meinung der USA zu verbreiten.

Ich verabscheue Religionsfanatiker zutiefst, aber schön langsam scheinen mir dennoch die Mullahs in Teheran sympathischer als die amerikanischen Imperatoren... ;-)

Antworten Gast: Frontschwein (pic)
28.08.2012 09:05
7 2

Re: "auf die brutalste Art und Weise durch das Regime"

Was ist den von Frau 0& anderes zu erwarten?