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Frankreich: „Schlimmer als Sarkozy“

28.08.2012 | 18:51 |   (Die Presse)

Die sozialistische Regierung setzt die Roma-Politik ihrer Vorgänger fort und räumt illegale Lager.

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Paris/R.B. Unbeeindruckt von Protesten der Hilfsorganisationen und empörten Einwänden aus Kreisen der politischen Linken fährt der sozialistische Innenminister Manuel Valls fort, illegal errichtete Lager von Roma-Familien mit Polizeigewalt zu räumen. Am Dienstag wurde ein Camp mit 180 Bewohnern in einem Vorort von Lyon geräumt. Die Behörden gaben an, das von ihnen besetzte private Grundstück werde für Bauarbeiten benötigt. In der Folge ließen sich die Roma in einem benachbarten Park nieder.

Die ersten Polizeiaktionen zu Monatsbeginn in der Region Lille und Lyon hatten lautstarke Proteste Linksgerichteter provoziert. Von rechts dagegen bekam Valls Beifall. Das wiederum bestärkt bei seinen Kritikern nur den Verdacht, dass der neue Innenminister die repressive Politik gegen die Migranten aus Rumänien und Bulgarien weiterführe. Genau diese Politik unter Präsident Sarkozy habe dazu geführt, dass Frankreich in der EU wegen diskriminierenden Vorgehens angeprangert wurde.

Vor einer Woche hat die Regierung über ihre Roma-Politik beraten. Dabei wurden die Bestimmungen beim Zugang zum Arbeitsmarkt für die EU-Bürger gelockert, um deren berufliche Integration zu fördern. Sonst aber ändert sich nichts Grundlegendes. Auf die Abschiebung in die Herkunftsländer und die Räumung von Lagern will die Regierung im Namen der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenwürde nicht verzichten.

Familien bereits mehrfach verjagt

Aus der Sicht der betroffenen Familien unterscheidet sich das Vorgehen der Ordnungshüter auf Geheiß des sozialistischen Innenministers in nichts von den Aktionen seiner konservativen Vorgänger. Die bei der gestrigen Räumung anwesende Gilberte Renard von der Menschenrechtsliga bedauerte, dass diese Roma-Familien bereits mehrfach verjagt worden seien. Räumungen ohne alternative Unterbringung seien keine Lösung. „Valls ist schlimmer als Sarkozy!“, protestierte ein Mitglied einer Roma-NGO vor TV-Kameras.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2012)

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5 Kommentare
Gast: Cybernomade
29.08.2012 01:59
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Wer die Wahrheit im falschen Moment sagt, gilt als Zyniker.

Roma-Clans - Betteln und stehlen im Auftrag der Sippe
http://www.holzgibtgas.com/viewtopic.php?f=8&t=6981

Menschen sind Menschen immer und überall

Es soll zu denken geben, wie der Mensch mit dem Menschen umgeht. Egal ob vertriebene Menschen im Amazonasgebiet oder Menschen Mitten im aufgeklärten Europa - ich begreife es nicht, wie man dazu fähig sein kann Kinder, Junge Erwachsene, Frauen, Männer, Alte aus ihren Behausungen zu werfen um sie dann wieder in ihrem Elend zurück zu lassen. Für solche gewaltsamen Übergriffe kann man/Frau nur ablehnende Haltung haben. Bitte liebe "kultivierten" Menschen - lasst den Mensch (Roma) endlich in Würde und Akzeptanz nach seinen Lebenskonzepten leben. Es ist wirklich scheußlich mitbekommen zu müssen dass wir wieder alles zulassen, nichts bemerken, nichts dagegen tun und leise zustimmen und wegschauen. Der Mensch ist zu jeder Zeit und an jedem Ort ein Mensch mit Würde und hat ein Recht auf Lachen Spielen Freude und eine Umgebung die ihn liebt und wertschätzt. Wir müssen uns bald auf die Füße stellen und der bedenklichen Entwicklung in Europa mit friedlicher Abwehr entgegentreten.

Antworten Gast: schlÄchter
29.08.2012 11:29
0 0

Re: Menschen sind Menschen immer und überall

sg pro humanis!
es gibt kein weltweites recht auf niederlassungsfreiheit - aus gutem grund -und haben sich auch fast alle staaten zum respekt des privateigentums durchgerungen.
wenn eine gruppe eben nach ihren "lebenskonzepten" die rechte anderer - privateigentum, nationale grenzen usw. negiert wird sie in konflikt mit anderen und der rechtsordnung (aufgeklärter) staaten und gesellschaften kommen.

mfg
s.

Unfassbar

Schlimm und scheußlich, was der Mensch dem Mensch (Roma) antut!

Menschen sind Menschen immer und überall

Es soll zu denken geben, wie der Mensch mit dem Menschen umgeht. Egal ob vertriebene Menschen im Amazonasgebiet oder Menschen Mitten im aufgeklärten Europa - ich begreife es nicht, wie man dazu fähig sein kann Kinder, Junge Erwachsene, Frauen, Männer, Alte aus ihren Behausungen zu werfen um sie dann wieder in ihrem Elend zurück zu lassen. Für solche gewaltsamen Übergriffe kann man/Frau nur ablehnende Haltung haben. Bitte liebe "kultivierten" Menschen - lasst den Mensch (Roma) endlich in Würde und Akzeptanz nach seinen Lebenskonzepten leben. Es ist wirklich scheußlich mitbekommen zu müssen dass wir wieder alles zulassen, nichts bemerken, nichts dagegen tun und leise zustimmen und wegschauen. Der Mensch ist zu jeder Zeit und an jedem Ort ein Mensch mit Würde und hat ein Recht auf Lachen Spielen Freude und eine Umgebung die ihn liebt und wertschätzt. Wir müssen uns bald auf die Füße stellen und der bedenklichen Entwicklung in Europa mit friedlicher Abwehr entgegentreten.