Fast eineinhalb Jahre nach dem Beginn des Syrien-Konflikts rechnet Machthaber Bashar al-Assad mit noch lange dauernden Kämpfen. "Wir haben noch nicht gewonnen, das braucht noch Zeit", sagte er in einem Interview mit dem regierungstreuen Fernsehsender Al-Dunia. Die Regierungstruppen kämen aber voran.
Assad forderte seine Landsleute auf, sich aktiv am Kampf gegen die Rebellen zu beteiligen. Jeder müsse die "Helden" der Armee in der "Schlacht des Willens" bzw. der "Säuberung des Staates" unterstützen.
Zugleich spottete Assad über die Flucht von ranghohen Militärangehörigen und Führungskräften in den vergangenen Monaten: "Patriotische und gute Menschen fliehen nicht". Die Überläufer hätten aber letztlich zur "Selbstreinigung" des Staates beigetragen.
Die Einrichtung einer Schutzzone für Flüchtlinge lehnte der Diktator ab. Zum einen stehe dies gar nicht zur Debatte, zum anderen sei der Vorschlag des Westens und der Türkei ohnehin "unrealistisch", sagte der Staatschef, der den Mitte März 2011 begonnenen Aufstand blutig niederschlagen lässt. Der türkische Außenminister forderte am Mittwoch die UNO zum Schutz der syrischen Flüchtlinge in Syrien auf. In dem Konflikt zwischen Aufständischen und Regierungstruppen kamen nach Angaben von Aktivisten seit März 2011 rund 25.000 Menschen ums Leben.
(APA/AFP/Reuters)
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