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Republikaner Ryan zerfleddert Obamas Wirtschaftspolitik

30.08.2012 | 18:21 |  Von unserem Korrespondenten THOMAS VIEREGGE (Die Presse)

Die Schuldenuhr symbolisiert für die Konservativen das Versagen der Regierung. Den Obama-Vorgänger George W. Bush blendet die republikanische Partei fast völlig aus, stattdessen feiert sie "Young Gun" Paul Ryan.

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Tampa. In rasantem Tempo rücken die Ziffern mit den schier endlosen Dezimalstellen voran – unaufhaltsam, wie von einer fernen, unkontrollierbaren Macht gelenkt. Auf der Galerie der Sportarena von Tampa haben die Republikaner zwei Digitalanzeigen fixiert. Die eine Schuldenuhr zeigt die Gesamtschulden der USA an: 15,98 Billionen Dollar. Und die andere summiert die Schulden seit Beginn der Obama-Ära: fünf Billionen Dollar. Für die Republikaner ist dies das Symbol für das eklatante Versagen der Obama-Regierung, für Mitt Romney das triftigste Argument im Wahlkampf.

Für denjenigen, der das Land nach Jahren der Budgetüberschüsse unter Bill Clinton durch seine Steuerkürzungen und seine beiden Kriege im Irak und in Afghanistan – verschlimmert durch die Finanzkrise – erst ins Schuldenfiasko führte, hat die Partei bei ihrem Anti-Obama-Konvent indes kein Augenmerk. George W. Bushs Grußbotschaft per Video aus der texanischen Heimat ist nicht mehr als der notwendige Tribut an den Expräsidenten. Im Gegensatz zu Bill Clinton, der in der kommenden Woche beim Parteitag der Demokraten in Charlotte umjubelt werden wird, ist Bush junior fast völlig von der Bildfläche verschwunden. Und die Republikaner sind heilfroh darüber.

 

Generalangriff in Außenpolitik

Von der alten Garde der „Bushianer“ billigte die Grand Old Party nur der einstigen Außenministerin Condoleezza Rice eine prominente Rolle zu, und die nutzte die Stanford-Professorin zu einem Generalangriff gegen die Außenpolitik Barack Obamas. Es fehle an Führungskraft in Washington, das Weiße Haus überlasse China in der internationalen Wirtschaftspolitik das Terrain. „Wer seine Finanzen nicht im Griff hat, verliert die Kontrolle über sein Schicksal“, raunte sie. 2008 hatte Rice, so kolportieren Insider, noch für Obama gestimmt. Heuer brachten einige US-Medien sie sogar als Vizepräsidentschaftskandidatin ins Gespräch. Ins selbe Horn stieß Ex-Präsidentschaftskandidat John McCain am Abend seines 76.Geburtstags. Doch der altgediente Senator hat seine Niederlage vor vier Jahren noch nicht verwunden, wie seine Rede implizierte.

Repräsentiert McCain die Vergangenheit, so verkörpert Susana Martinez eine neue Generation. „In America todo es possibile“, beschwor die hispanischstämmige Gouverneurin von New Mexico mit einem spanischen Zitat enthusiasmiert den „American Dream“, den ihre Eltern vorexerzierten. Nach einem Lunch mit republikanischen Honoratioren war es der Exdemokratin wie Schuppen von den Augen gefallen: „Verdammt, ich bin Republikanerin.“

Da brandete frenetischer Applaus auf. Und als sie nachsetzte, ihr Vater habe sie als 18-Jährige in ihrem Nebenjob als Parkplatzwächterin mit einer schweren „Smith & Wesson 357 Magnum“ ausgestattet, tobte die Halle. Martinez hatte ins republikanische Herz getroffen. Dennoch haben die Republikaner gerade bei den Latinos ein massives Defizit: Zwei Drittel unterstützen Obama.

 

Blauer Elefant trompetet

Vor der zum Höhepunkt stilisierten Rede Mitt Romneys in der Nacht zum Freitag und dem Auftritt eines geheimnisumwitterten Überraschungsredners – gerüchtehalber Clint Eastwood – brachte Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan die Seele der Partei mit seiner halbstündigen Polemik zum Schwingen. Der 42-jährige intellektuelle Kopf der Kongressfraktion, fiskalpolitisch ein Adept des österreichischen Ökonomen und Nobelpreisträgers Friedrich August von Hayek und gesellschaftspolitisch erzkonservativ, zerfledderte die Wirtschaftspolitik des Präsidenten. Ideenlos, ohne Führungskraft, an der Macht klebend – so punzierte Ryan die Regierung und riss die Anhänger von ihren Sitzen.

Stattdessen propagiere Obama eine Politik der „Angst und Spaltung“. Den Obama-Kurs charakterisierte er mit einer Metapher: „Wie ein Schiff, das mit dem Wind von gestern unterwegs ist.“ Er zeichnete ein düsteres Bild vom Obama-Amerika: von den College-Absolventen, die in ihren Kinderzimmern schlafen und auf die vergilbten Poster starren. „Eine Erholung ist nirgends in Sicht.“

Er selbst porträtierte sich als „Kid aus Janesville“, einer Kleinstadt in Wisconsin. Dabei ist der Fitness-Freak und Hardrock-Fan, einer der republikanischen „Young Guns“ (so ihr programmatischer Buchtitel), die Personifikation eines Insiders, der Karriere in Washington machte. Und der es mit den Fakten nicht so ganz genau nimmt. Hauptsache, der Elefant, das Wappentier der Republikaner, trompetete. In Tampa ist das Logo omnipräsent – mit aufgestelltem Rüssel.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2012)

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49 Kommentare
 
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Gast: ryantakeover
07.09.2012 00:01
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Wofür steht Romney

Wieso ist der nicht Kandidat? Wenigstens steht er für etwas (Wirtschaftsliberalismus). Wofür steht Romney? In meinen Augen für nichts.

Amerikanische Weltherrschaft?

Romney propagiert offen die amerikanische Weltherrschaft und wird die 12 Millionen Jobs (wenn überhaupt) nur durch vermehrte Rüstung und in nicht allzuferner Zeit durch einen Erstschlag in Richtung Iran oder Syrien schaffen. Seine angeblich religiöse Gesinnung ist Schall und Rauch; früher war er z.B. noch f ü r die Abtreibung, jetzt ist er plötzlich dagegen; alles aus Opportunismus. Obama war in seiner Abtreibungsbefürwortung konstant, nicht hingegen hinsichtlich der Kriegstreiberei. Er hat ebenfalls schon martialische Töne angeschlagen, wobei er sich nicht entblödete zu erklären, auch ein Friedensnobelpreisträger müsse unter bestimmten Umständen (die natürlich alle sehr hehr sind) für kriegerische Maßnahmen sein. Also in milderer Form dasselbe in Grün. Amerika wird wahrscheinlich die Frechheit haben, Europa den Schwarzen Peter bezüglich der Wirtschaftskrise zuzuspielen, sich auf dem Boden allgemeiner Misere zu sanieren und Europa auch noch zur Mitwirkung an der kriegerischen Durchsetzung seiner Hegemoniegelüste zu vergattern. Möge dieses Kalkül nicht aufgehen.

stronachwooding ;-)

hier mal was anderes - damit es bei aller ernsthaftigkeit nicht zu ernst abgeht - zum thema eastwooding ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=chUCzPlyP14&list=UU8br4zcu0ketZU8wz-bYOVQ&index=1&feature=plpp_video

Gast: Gruftmaus
31.08.2012 08:29
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Hoffnung?

USA sind ein Soldaten - und Sklavenimperium nach dem Vorbild des alten Rom.
Der Kaiser, der seinen Kopf auf die Münzen prägen ließ, wurde durch eine (ebenfalls private) Diktatorenrunde modernisiert, die fed. reserve.
Das Sagen haben dieser Privatverein sowie eine völlig pervertierte Kriegslobby.

Solange Europa seine wertvollen Waren und Technologien gegen das Infltionspapierl Dollar hergeben muß, werden wir allesamt weiter verarmen. Der Dollar seinerseits wird zu Hauf gedruckt und sein "Wert" militärisch durchgesetzt, denn er ist NUR militärisch durchzusetzen.
Eine Konfrntation ist unausweichlich, oder europ. Elend. Sucht euch aus was es sein soll.

Antworten Gast: tatsaechliich
07.09.2012 00:02
0 0

Re: Hoffnung?

In Sachen Militär ist da tatsächlich eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Rom Julius Cäsars!

Immer das selbe Genöle!

Bei jeder US-Amerikanischen Wahlveranstaltung ist es das selbe! Besonders bei den Republikanern. Selbstbeweihräucherung, Realitätsverlust und eine ordentliche Portion religiöses Gefasel.

Der Ryan will 12 Mio.. Jobs schaffen? Wie denn bitte?
Einfach mit den Fingern schnippen?
Die USA müssen wieder "Führungskraft" haben? Wie denn bitte? Einen neuen Krieg anzetteln?

Fakt ist doch, dass es Typen wie dieser Romney waren die in den USA Jobs vernichtet, und die Produktion ins "billige" Ausland verlagert haben. Da dürfen die Menschen dann "moderne Sklavenarbeit" verrichten, damit sich die Konzerne die Taschen füllen können. Und die horrenden Schulden der USA hat dieser Bush zu verantworten!
Nur, dass auch die im billigen Ausland produzierten Produkte in den USA niemand kauft der arbeitslos ist das haben die Herren nicht bedacht. Aber wer arbeitslos ist in den USA ist ja selber schuld! Wehe dem der da von Arbeitslosenhilfe faselt!

Ich verstehe nicht warum die Amis das nicht sehen? Wie kann dieser Romney so viele Unterstützer haben?
Der wird die USA wie einen Konzern zerschlagen und stückchenweise verhökern, wie er es schon so oft mit Firmen getan hat!

Und Obama war schon vor seiner Amtseinführung die Zielscheibe republikanischen Hasses!
Da geht es nicht um Versicherungen und so, das ist purer Rassismus! In den USA! In genau den USA die sich als Moralapostel der Welt aufspielen!

Antworten Gast: Lingus
31.08.2012 13:16
2 0

Re: Immer das selbe Genöle!

Bei allem was Sie den Republikaner an "Genöle" vorwerfen, was ist den bitte von "yes we can" umgesetzt worden?

Da können Sie die Rassistenkeule ruhig im Schrank lassen!

Romney ist mit Sicherheit kein Genie und Teile seiner Partei sind gelinde geagt nicht von dieser Welt.
Jedoch hat der amtierende Präsident seine Wahlversprechen auf breiter Front nicht einglöst. Dies und die Tatsache, dass Obama auch seine vermeintliche Strahlkraft verloren hat, machen es Romney erst möglich vom Wahlsieg zu träumen.

Antworten Antworten Gast: nanonanetnie
07.09.2012 00:04
0 0

Re: Re: Immer das selbe Genöle!

Na no na net hat er sie nicht eingelöst, bei der breiten Front gegen ihn und seine Kollegen von den Dems!

Re: Re: Immer das selbe Genöle!

Erst einmal richtig lesen, und dann kommentieren!
Ich habe geschrieben bei JEDER US-Wahlveranstaltung...

Und zu behaupten, dass es in den USA keinen Rassismus gäbe ist, gelinde gesagt, unwahr!

Ich war noch nie überzeugt von Obama, aber er wurde von G. W. Bush auch vor nahezu unlösbare Aufgaben gestellt, außerdem war, und ist, er von allen immer noch das kleinere Übel!

"Der amtierende Präsident" wurde übrigens massiv von den konservativen Elementen und vor allem von der Tea Party Bewegung ausgebremst damit er nur ja keinen Erfolg verbuchen kann, wie klein er auch sein mag.
Das muss man auch mal sagen.

Es bedarf grundlegender Veränderungen in den USA, aber das System dort erlaubt keine grundlegenden Veränderungen.

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Republicans... as usual full of shit!

Obama got a country on the brink of bankruptcy, from George W. Bush. Bush destroyed everything Bill Clinton did, and sank what was still afloat. Now the Republicans blame Obama for their own bullshit?
Wow... this people should take Memorex or Stupidex!

Antworten Gast: TI36
31.08.2012 07:51
0 0

Re: Republicans... as usual full of shit!

We all known what Clinton did with "this woman".
Democrats ... are less then shit!

Antworten Antworten Gast: wgaf
07.09.2012 00:05
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Re: Re: Republicans... as usual full of shit!

Who give a sh*t about politicians' private life?

so it's richtig ryan

am besten medicare & medicaid ganz einstellen- dann kann das militaeretat verdoppelt werden

hurrah!!

Gast: Wasserlaeufer
30.08.2012 20:38
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Weder einen George Walker Romney

noch einen Matin Luther Obama ist
das was Amerika heutzutage braucht.

Die sind Schnee von gestern!

so viele US-Basher hier

Ich finde zwar auch bei weitem nicht alles toll, was die US Amerikaner machen. Aber Europäer waren noch nie am Mond (haben 40 Jahr Zeit gehabt) und ohne US hätte es das Internet auch erst 10 Jahre später gegeben, und den Macci, den so viele verpönen (warum macht er dann so viel Geschäft in Europa) gäbe es ohne USA so in dieser Form auch nicht.

Antworten Gast: bewirbdich
07.09.2012 00:07
0 0

Re: so viele US-Basher hier

Willst du auch am Mond sein? Bewirb dich bei der NASA.

Antworten Gast: tblisabrit
07.09.2012 00:07
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Re: so viele US-Basher hier

Tim Berners-Lee ist BRITE

Re: so viele US-Basher hier

es ist wirklich beeindruckend, wieviel die menschen (der usa natürlich, denn andernorts gibt es ja bestenfalls lebewesen) in den 6000 jahren seit sie und ihr planet erschaffen wurde, geleistet haben.

ps.: wann endlich werden die eliteunis der usa mit in den usa geborenen und ausgebildeteten professoren versorgt? ohne den rest der welt auf allen gebieten auszubeuten, wären die usa heute auf dem level eines steinzeitstaates!

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Re: so viele US-Basher hier

who said we were on the moon???
mac produces in china!!!
to say that the internet happened earlier because of the USA is also not accurate.
the internet was already in place long before, but only for the military, and this worldwide!!!
russians, americans, europeans, they all wanted to communicate on a reliable way.
it is not a coincidence that most internet companies were founded by retired military personnel...

Macht ist langweilig

Es ist eine Illusion zu glauben Macht zu haben wäre spannend oder aufregend. Macht ist nur solange interessant und attraktiv, wie man sie nicht hat. Ist man einmal an der Macht, entlarvt sie sich sehr rasch als unspektakulär und eigentlich nicht erstrebenswert. Eines der größten Probleme mächtiger Menschen ist die Langeweile. Mächtige Menschen fürchten die Langweile mehr als den Tod. Deshalb gehen sie in ihrem Bestreben sich die Zeit zu vertreiben über Leichen, wenn es sein muss. Betrachtet man die Mimik mächtiger Menschen, so haben sie alle etwas gemeinsam: sie signalisieren Langeweile.

Antworten Gast: genauws
07.09.2012 00:10
0 0

Re: Macht ist langweilig

"They placed in my hands a fruitless crown..."

Seht ihr, es zahlt sich aus, in English aufzupassen. Wahre Worte sind das von Shakespeare.

Re: Macht ist langweilig

erst als ich Macht und Reichtum verlor wurde ich zum Menschen.

Gast: Lothar Frohlein
30.08.2012 16:47
2 2

Macht ist langweilig

Es ist eine Illusion zu glauben Macht zu haben wäre spannend oder aufregend. Macht ist nur solange interessant und attraktiv, wie man sie nicht hat. Ist man einmal an der Macht, entlarvt sie sich sehr rasch als unspektakulär und eigentlich nicht erstrebenswert. Eines der größten Probleme mächtiger Menschen ist die Langeweile. Mächtige Menschen fürchten die Langweile mehr als den Tod. Deshalb gehen sie in ihrem Bestreben sich die Zeit zu vertreiben über Leichen, wenn es sein muss. Betrachtet man die Mimik mächtiger Menschen, so haben sie alle etwas gemeinsam: sie signalisieren Langeweile.

Gast: NPT
30.08.2012 16:30
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!

Wenn diese beiden Großmäuler die Wahl gewinnen, dann könnte das mit dem 21. 12. 2012 hinhauen - denn die sind skrupellos und vor allem blöd genug einen dritten Weltkrieg anzuzetteln (wie Romney ja schon durchklingen ließ)!

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usa

wer ist die usa, ohne ihre wahnsinnig grosse arme und ihrer gebalten kraft waeren sie am a..der welt. ohne ihren dollar waeren sie nirgends und das gilt es mit allen mitteln zu verteidigen, jeder der sich gegen den dollar stellt wird mit krieg ueberzogen beispiele gibt es genug zuletzt hussain usw. jetzt ist der iran dran

man muss sich immer vor augen halten das es den amis nur um den dollar und um recursen geht nur darum sonst nichts. ich wuerd gern wissen was das amerikanische volk sagen wuerde wen sie wissen taeten das sie nicht einmal eine eigene waehrung haben,der dollar ist in privaten haenden und von da aus geht auch die macht dieser erde.


Re: usa

Bitte lerne Deutsch, bitte!!!!!

 
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