Wien/Pjöngjang/Ag. Die gestrige Erklärung des nordkoreanischen Außenministeriums war eine Drohung in Richtung Washington: Man werde weiterhin Atomwaffen „über die Vorstellungskraft der USA hinaus“ entwickeln, um sich gegen eine nukleare Bedrohung zu schützen. Nordkorea arbeitet seit Jahrzehnten an Nuklearwaffen, 2006 und 2009 haben Atomwaffentests für heftige internationale Kritik gesorgt.
Am Donnerstag veröffentlichte die Internationale Atomenergiebehörde in Wien einen Bericht über das nordkoreanische Atomprogramm. Die UN-Organisation zeigte sich darin „ernsthaft besorgt“. Das autoritäre Regime hätte im vergangenen Jahr enorme Fortschritte bei der Konstruktion eines Leichtwasseratomreaktors erzielt. Dieser könne laut US-Experten genug waffenfähiges Plutonium für eine Atombombe pro Jahr produzieren.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.09.2012)
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