Ein neuer Ausbruch von Gewalt. Bei zwei Selbstmordanschlägen vor einem NATO-Stützpunkt in Afghanistan sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Ein Selbstmordattentäter habe sich am Samstag in der Nähe des Tors des Stützpunkts in Sajedabad in die Luft gesprengt und so den Weg für einen Laster mit Sprengstoff frei gemacht, teilte die Polizei in der Provinz Wardak mit. US-Drohnen töteten im Nordwesten Pakistans vier radikalislamische Aufständische.
Durch die beiden Explosionen in Afghanistan wurden laut Polizei zahlreiche Menschen verletzt. "Es gibt so viele Verletzte, dass sie kaum gezählt werden können, sagte ein Sprecher. Demnach trafen die Anschläge vor allem einen Markt bei dem NATO-Stützpunkt, der durch die Attacken völlig zerstört worden sei. Bei den Toten handle es sich um zehn Zivilisten und zwei Polizisten.
Taliban bekannte sich zu dem Anschlag
Nach Angaben der Gesundheitsbehörden lag die Zahl der Verletzten bei mehr als 40. Zehn von ihnen seien wegen der Schwere ihrer Verletzungen zur Behandlung in die Hauptstadt Kabul gebracht worden. Ein westlicher Militärangehöriger sprach zudem von zwei verletzten NATO-Soldaten, was die ISAF-Truppe aber dementierte.
Ein Sprecher der radikalislamischen Taliban bekannte sich in einer SMS an die Nachrichtenagentur AFP zu dem Anschlag im Osten Afghanistans. Laut den Vereinten Nationen wurden in Afghanistan in den ersten sechs Monaten dieses Jahres etwa 1145 Zivilisten getötet. Knapp 2000 Zivilisten wurden demnach verletzt.
US-Drohnen beschossen Degan
Im Nordwesten Pakistans wurden bei einem Angriff mit US-Drohnen auf einen Stützpunkt von Aufständischen an der Grenze zu Afghanistan indes vier radikalislamische Kämpfer getötet, wie Vertreter der Sicherheitsbehörden sagten. Die Attacke ereignete sich in der Region Degan in der Provinz Nord-Waziristan.
Das Gebiet gilt als Rückzugsort für aufständische Taliban und Anhänger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Laut Angaben schossen mehrere US-Drohnen vier Geschoße ab. Zur Zeit des Angriffs waren demnach zudem mehrere weitere Drohnen in der Region im Einsatz.
(APA/AFP)
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