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Atomstreit: "Die Vergeltung wird enorm sein"

04.09.2012 | 07:02 |   (DiePresse.com)

Die Hisbollah warnte Israel vor einem Krieg gegen den Iran im Atomstreit. Nasrallah fordert von der syrischen Opposition ein Ende des Blutvergießens.

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Der Anführer der libanesischen Hisbollah-Partei hat Israel vor einem Angriff auf iranische Atomanlagen gewarnt. Iranische Beamte hätten ihm gesagt, dass der Iran im Falle eines derartigen Angriffs Israel und Militärstützpunkte der USA in der Region angreifen würden, sagte Hassan Nasrallah.

Er habe von iranischen Vertretern gehört, "dass die Vergeltung enorm sein wird und der Iran einen Anschlag auf seine Atomanlagen nicht verzeihen wird", sagte Nasrallah dem libanesischen Fernsehsender Al-Mayadeen am Montag weiter. "Amerika übernimmt die Verantwortung für das, was Israel tut".

Israelische Regierungsvertreter haben die Möglichkeit von Luftangriffen gegen die iranischen Atomanlagen angedeutet, sollte es der internationalen Gemeinschaft nicht gelingen, das Atomprogramm Teherans mit Sanktionen und Diplomatie zu stoppen. Die USA und ihre Verbündeten verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach der Entwicklung von Atomwaffen zu streben. Teheran bestreitet dies.

Die Hisbollah gilt als enge Verbündete Irans, der die Bewegung mit Waffen und Geld unterstützt. Es wird nicht ausgeschlossen, dass der militärische Arm der Partei mit Vergeltungsschlägen reagieren würde, sollte der Iran angegriffen werden.

"Wir haben keine Chemiewaffen"

Die Miliz der Hisbollah verfügt nach Angaben ihres Anführers zwar nicht über Chemiewaffen. "Wir haben keine Chemiewaffen", sagte Nasrallah. Das islamische Recht und humanitäre Gründe widersprächen dem Einsatz solcher Waffen. Aber ihre Raketen könnten Ziele in ganz Israel zerstören und damit "dieselben Ergebnisse" wie mit Massenvernichtungswaffen erzielen, sagte Nasrallah weiter.

Ende Juli hatten mehrere israelische Vertreter vor einer Bewaffnung der Hisbollah mit syrischen Chemiewaffen gewarnt. Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman sagte, in einem solchen Fall werde Israel "sofort" und so "hart wie möglich" reagieren. Im Libanon-Krieg zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Bewegung waren 2006 rund 1.200 Libanesen - überwiegend Zivilisten - und 160 Israelis getötet worden. Die Hisbollah kontrolliert den Südlibanon.

Die Hisbollah wird auch von Syrien unterstützt. Die syrische Regierung von Präsident Bashar al-Assad sieht sich seit 18 Monaten einem landesweiten Aufstand gegenüber. Im Juli hatte Damaskus erstmals offen eingestanden, Chemiewaffen zu besitzen und gedroht, sie im Falle einer Militärintervention gegen ausländische Truppen einzusetzen. Der Konflikt ist auch auf den Libanon übergeschwappt.

Nasrallah forderte von der syrischen Opposition ein Ende des gewaltsamen Widerstands. Die Regimegegner sollten aufhören, ihr eigenes Land zu zerstören und die syrischen Soldaten zu töten.

(APA/sda/AFP/dpa )

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9 Kommentare
Gast: dulband4creditcaed
12.09.2012 07:29
0 0

Der schlecht geklebte Bart


Gast: Imperialist
04.09.2012 23:04
0 0

genau

"Die Vergeltung wird enorm sein"

Da hat der sehr kurz und trefflich beschrieben, was seinem Hetzbollahstan in diesem Fall blüht.

ein sympatischer Onkel!

Könnte den Weihnachtsmann machen, mit einem andern Käppchen natürlich...


viel zu gefährlich....

... geworden, im "Westen" seine "freie" Meinung zu äußern ....

viel zu gefährlich....


wenn mir jemand vor 20 Jahren gesagt hätte,

dass die Konflikte des 21. Jahrhunderts hauptsächlich von geistesgestörten Religionsfanatikern befeuert werden, dann hätte ich ihn ausgelacht.

Gast: Be-obachter
04.09.2012 16:35
0 0

...wird enorm sein...

Ah ja?

Plötzlich schwafeln die Großgoscherten nicht mehr vom Angriff, sondern von Vergeltung?
Seltsam, seltsam..

Gast: Uncle Sams Neffe
04.09.2012 14:39
0 0

Wieso so ein Stress

wenn die Hisbollah keinerlei Massenvernichtungswaffen hat bzw. Libanon dann braucht er sich doch keine Sorgen machen. Ganz zu schweigen davon zwingt die Hisbollah niemand den Libanon in irgend einen Krieg mit dem Iran hineinzuziehen (es sei denn sie wollen unbedingt).

Interessant ist auch er hat kein Wort über Biowaffen verloren.

Aber sollte er solche Waffen haben hätte uns bestimmt Mr. Transparent Julian Assange davor gewarnt. Immerhin war dieser Terrorpate sein erster Interviewpartner bei Russia Today.