Vor dem Hintergrund des Atomkonflikts mit dem Iran hat der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak vor "schwerwiegenden Konsequenzen" gewarnt. Es gebe Situationen, "in denen ein Angriff (noch) nicht notwendig erscheint, aber es klar ist, dass er zu einem späteren Augenblick nicht mehr möglich ist", zitierte die Zeitung "Times of Israel" den Minister am Freitag. In solchen Fällen könnten die Folgen von Zögerlichkeit gravierend und militärische Präventivschläge deshalb geboten sein. Den Iran und sein umstrittenes Atomprogramm erwähnte er nicht.
Allerdings hatte Barak in der Vergangenheit wiederholt gewarnt, der Iran könne durch die Verlagerung seiner Atomanlagen in Bunker schon in naher Zukunft "immun" gegen israelische Militärschläge werden. Medien hatten dies als Warnung verstanden, Israel wolle den Iran schon bald angreifen. Die militärisch wesentlich stärkeren USA könnten mit ihren Waffen jedoch auch später noch effektiv eingreifen und drängen Israel deshalb, Sanktionen und Diplomatie mehr Zeit einzuräumen. Notfalls will jedoch auch Amerika den Iran militärisch daran hindern, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen. Der Iran bestreitet, Atomwaffen anzustreben.
(APA/dpa)
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