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Al-Qaida: Vom globalen Jihad zur lokalen Bedrohung

11.09.2012 | 18:10 |  WIELAND SCHNEIDER (Die Presse)

Elf Jahre nach 9/11 kämpfen die USA noch immer gegen die Terrororganisation. Die besteht mittlerweile aus einem Sammelsurium örtlicher Gruppen mit lokalen Zielen.

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Mohammed Nasser Ahmed entging nur knapp dem Tod. Jemens Verteidigungsminister war am Dienstag auf dem Weg zum Sitz des Regierungschefs, als neben seinem Fahrzeugkonvoi eine Autobombe detonierte. Der Anschlag kam nur Stunden, nachdem die Streitkräfte des arabischen Landes mit einer besonderen Siegesmeldung aufgewartet hatten: Said al-Shehri, Nummer zwei der Terrororganisation „al-Qaida auf der arabischen Halbinsel“, war bei einer Militäraktion getötet worden. Elf Jahre nach den Anschlägen vom 11.September führen die USA nach wie vor einen Kampf gegen al-Qaida. Und dabei ist neben Afghanistan und Pakistan der Jemen zum wichtigsten Schlachtfeld geworden. Unbemannte Flugkörper, sogenannte Drohnen, der US-Streitkräfte machen dort Jagd auf Terrorführer. Am Boden geht Jemens Armee gegen die Untergrundorganisation vor.

 

Zawahiri ruft zur Rache am Westen auf

Die al-Qaida-Männer auf der arabischen Halbinsel gehören ideologisch gesehen zur alten Garde. Sie träumen weiterhin vom „globalen Jihad“ gegen den Westen. Osama bin Laden hatte Ende der Neunzigerjahre zu diesem weltweiten Kampf aufgerufen. Im Mai 2011 wurde der al-Qaida-Chef von US-Soldaten in seinem Versteck im pakistanischen Abottabad getötet. Seither steht Ayman al-Zawahiri an der Spitze der Organisation. Kurz vor dem Jahrestag der Attentate vom 11.September meldete sich Zawahiri in einer Videobotschaft zu Wort. Darin rief er dazu auf, den Tod seines führenden Mitstreiters Abu Yahya al-Libi zu rächen und die westlichen „Kreuzfahrer“ zu töten.

Wenn al-Qaida in den vergangenen Jahren Personen aus dem Westen umbrachte, so waren dies zum Großteil Soldaten, die in Afghanistan oder im Irak fielen. Spektakuläre Anschläge in den USA oder Europa brachte die Organisation nicht mehr zuwege. Pläne für solche Attentate wurden aber immer wieder geschmiedet – vor allem von den Anhängern des „globalen Jihad“ im Jemen.

Zwar sprechen die Männer um Zawahiri und ihre Verbündeten auf der arabischen Halbinsel nach wie vor von einem weltweiten Kampf gegen den Westen. De facto ist al-Qaida heute aber eine Ansammlung lokaler Untergrundgruppen. Diese gewalttätigen islamistischen Gruppen verfolgen örtlich begrenzte Ziele, benutzen aber die Trademark al-Qaida, um gefährlicher und bedeutender zu erscheinen. Zudem können sie im Gegenzug mit der Unterstützung internationaler jihadistischer Netzwerke rechnen.

 

Extremisten unterwandern Syriens Rebellen

Ein Beispiel dafür sind die Extremisten, die den Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht haben. Sie wollen einen Staat errichten, der ihren steinzeitlichen Vorstellungen eines angeblich „wahren Islam“ entspricht. Ähnliches schwebt den al-Shabaab-Milizen für Somalia vor. Ihr Arm reicht bis Kenia und Uganda, wo sie sich mit Attentaten für das militärische Engagement beider Länder in Somalia rächen.

Auf die jüngsten Umbrüche in der arabischen Welt hatte al-Qaida so gut wie keinen Einfluss. Zwar wetterten Bin Laden und Zawahiri stets gegen die korrupten Regime in diesen Staaten. Die Autokraten in Tunesien und Ägypten wurden aber nicht von einer Elite „rechtgläubiger“ Selbstmordattentäter weggebombt, sondern von hunderttausenden Demonstranten vertrieben.

Am Aufstand in Libyen beteiligten sich hingegen islamistische Veteranen aus dem Afghanistan-Krieg. Diese Kämpfer bildeten aber nur eine von vielen Fraktionen und kooperierten mit der Nato. Ein „Jihad“ gegen den Westen scheint derzeit nicht auf ihrem Programm zu stehen. Und das Libyen nach der Revolution ist kein al-Qaida-Staat.

Syrien scheint für al-Qaida ein geeigneteres Schlachtfeld darzustellen. Machthaber Bashar al-Assad ist Alawit und aus der Sicht radikaler Sunniten somit kein richtiger Muslim. Zahlreiche Jihadisten sollen sich bereits auf den Weg gemacht haben, um Syriens Rebellen zu unterstützen. Je mehr sich die Aufständischen vom Westen im Stich gelassen fühlen, desto größer könnte der Einfluss der Extremisten werden.

Im Jemen konnte al-Qaida mittlerweile aus einigen jener Regionen zurückgedrängt werden, die sie zuvor kontrolliert hatte. Jemens Streitkräfte erhielten dabei Unterstützung lokaler Bürgerwehren. So wie zuvor schon im Irak hatten die Extremisten mit ihrem Terrorregime selbst streng konservative Stämme verprellt. Al-Qaida hat den Bogen überspannt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.09.2012)

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44 Kommentare
 
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Die absurdeste Verschwörungstheorie von allen

Laut der Bush-Regierung haben eine Gruppe von Araber, hauptsächlich Staatsbürger aus Saudi Arabien, völlig eigenständig und ohne Hilfe von irgendeiner staatlichen Stelle, ohne von einem Geheimdienst geholfen, ausgebildet oder finanziert zu werden, also irgendwelche Typen die man von der Strasse geholt hat, die keine militärische Ausbildung haben, keine Fähigkeit im Geheimen zu operieren ... die haben die CIA, das FBI, die NSA und alle anderen 16 amerikanischen Geheimdienste des Pentagon, einschliesslich die ausländischen Geheimdienste der US-Alliierten, wie MI6, Mossad, BND und wie sie alle heissen, ausgetrickst und ohne das sie irgendetwas gemerkt haben, konnten sie jahrelange Vorbereitungen treffen, nach Amerika einreisen, um den Angriff durchzuführen.


....

und wieso trauert man nicht den gestorbenen soldaten nach? es sind nehr als 5 tausend us soldaten gestorben, also fast das doppelte

Gast: noch einer
11.09.2012 20:53
5 0

Die Kurve kratzen ...

Al-Quaida ist heute die Bedrohung
für die syrische Regierung
und wird von NATO Staaten unterstützt .

Gast: gast11
11.09.2012 19:56
5 2

IN WAHRHEIT

hat wurde Al-Quaida von der CIA ins Leben gerufen.

40.000 Extremisten hat man angeworben und ausgebildet - um den Russen die Besetzung zur Hölle zu machen.

Seither ist die CIA der Hauptabnehmer für Heroin um Schwarzgeld für "black-ops" zu generieren und mit Abstand der größte Drogenhändler auf diesem Planeten.

Das beste an den black-ops ist: sie wurden nie dem Senat vorgelegt und deshalb auch niemals finanziert - wer will schon Beweise für Verbrechen liefern?

Abschliessend möchte ich anmerken, dass die Propaganda des 3. Reiches NICHT als abschreckendes Beispiel-, sondern ganz im Gegenteil als "proof of concept" dient.

"In Zeiten universeller Täuschung ist das Aussprechen von Wahrheit ein revolutionärer Akt." - Orwell

Gast: Minusmensch...
11.09.2012 17:05
0 3

Das kann jeder Depp....

Auf jeden kritischen Kommentar ein Minus setzten und sonnst nicht in der geistige Lage sein, das auch zu begründen...

Bleibt nur die Frage ob das einem nicht zu blöd ist, durchgehend alle Kommentare auf diese Art zu bewerten, dem Deppen muß schön Fad sein im Schädel!

Tipp: In Wikipedia geht das noch schneller, mit Schnellöschanträgen, das währe wenigsten dann die gute Tat des Tages alles Artikel auf diese Art dort so zu löschen!

Antworten Gast: gast11
11.09.2012 20:03
1 0

Re: Das kann jeder Depp....

wenn sie hier anerkennung suchen - möchte ich ihnen mein mitleid bekunden...

Gast: STFU
11.09.2012 16:41
7 1

Wer spricht über die 1 Million Toten im Irak?

Danke USA ;)

http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007517.html

Antworten Gast: Konservativer
11.09.2012 17:53
1 11

Re: Wer spricht über die 1 Million Toten im Irak?

Wieviele der Toten sind durch islamistische Terroristen ermordet worden?

Warum verschweigen Sie das?

Weil sie links sind? Oder weil Sie uninformiert sind?


Re: Re: Wer spricht über die 1 Million Toten im Irak?

das links rechts Paradigma hat ausgedient oder glauben Sie auch, dass Bush für Krieg und Soetoro für Frieden steht???

Antworten Antworten Antworten Gast: Konservativer
11.09.2012 20:07
0 5

Erging die Frage an Sie? Falls nicht: Weshalb mischen Sie sich in Gespräche anderer ein?


Antworten Antworten Antworten Gast: gast11
11.09.2012 20:00
4 0

Re: Re: Re: Wer spricht über die 1 Million Toten im Irak?

das Links-Rechts-Paradigma ist viel zu genial einfach um jemals auszudienen...

siehe:
http://www.youtube.com/watch?v=DeySnnnUIp4


Gast: Wie super..
11.09.2012 14:19
5 1

Na da kann man den Mythus ja noch ein paar Jahrzehnte hochleben lassen...

Die Ungereimtheiten bei dem Verbrechen werden nicht weniger sondern mehr, auch das die Regierung jetzt den Erkrankteen zahlt ist ein Eingeständnis um so klagen und gerichtlichen Untersuchungen aus dem Weg zu gehen...

Ansonsten ist man bei den Zahlungen ja sehr viel knausrieger, und es braucht lange Gerichtswege um doch sein Recht zu bekommen, hier geht das Ruckizucki

Terroranschläge? Naja, Sinn für Humor hatte Amerika schon immer!

So gesehen ist es ein Inferno wenn ich mir eine Zigarette anzünde :)

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zweiter Gedenktag

es gibt neben den 11/9 noch einen zweiten Gedenktag zu diesem Vorfall - der Tag an dem am "Ground zero" in NY "Brand aus!" gemeldet wurde. Ich habe jetzt momentan leider nicht mehr das genaue Datum präsent, aber vielleicht könnte einer der Journalisten sich bemühen zu recherchieren ...

Antworten Gast: Brand aus...
11.09.2012 14:08
2 1

Re: zweiter Gedenktag

Brand aus war wenige Tage später, und die Hitze so gewaltig das die Schuhe der Feuerwehleute zu schmelzen begann...

Den Rest möge sich jeder selbst denken, das angesichts der enormen Hitze die dort aufgetreten ist, sich 100.000 Akten gut lesbar über NewYork verteilte, und das eine Zeitung in einem der Metallträger mehr als 30 Jahre später noch immer gut lesbar ist...

Ich vertraue den Untersuchungsausschuß der jeden Widerspruch zur vollsten Zufriedenheit der Regierung klärte...

Gedenken für die Opfer

Unabhängig davon, durch welche Umstände Menschen im WTC ums Leben gebracht wurden, gebührt ihnen und ihren Hinterbliebenen Anerkennung, Respekt und ein würdiges Gedenken.

Ich vermisse jedoch derartige Gedenkveranstaltungen für die Millionen ebenfalls unschuldigen Opfer von Tokio, Hiroshima, Nagasaki, Hanoi, Tripolis, London, Minsk, Warschau, Bagdad, Rotterdam, Hamburg, Lübeck, Frankfurt, Berlin und Dresden, um nur einige der unzähligen Stätten des Wahnsinns und der Niedertracht aufzuzeigen.

Antworten Gast: ROTFRONT
11.09.2012 12:24
4 2

Ja wissen Sie denn nicht,...

dass das dort überall keine US-Amerikaner waren?
Und jeder Nicht-US-Amerikaner ist ja bekanntlich der Feind.........

Gast: Albert Feinstein
11.09.2012 11:20
10 3

Ehrliche Gedenkfeiern

müssten die Frage klären, in welchem Ausmaß die Bushregierung an 9/11 mitschuldig ist.
Und ehrlich wäre es, sich bei den Hinterbliebenen der Millionen von unschuldigen Toten zu entschuldigen.
Denn was die USA nach 9/11 in Afghanistan und im Irak getan haben, ist einfach ein Verbrechen.

Re: Ehrliche Gedenkfeiern

Ich glaube nicht, dass "die USA" etwas mit der Sprengung und den Attentaten zu tun hat. Es sind terroristische Netzwerke gewesen die US-Amerikaner und Iraker getötet haben. Wir Europäer habe ja auch nicht den ESM, ACTA, VDS, Indect, etc. gewollt.

Die USA wird es auch noch nach der Aufklärung der Verbrechen geben.

Antworten Antworten Gast: gast11
11.09.2012 20:16
3 1

dann stellen sie bitte sämtliche Recherche ein

denn sie werden sicher nur enttäuscht werden.

Antworten Antworten Gast: Sorry...
11.09.2012 14:30
4 3

Re: Re: Ehrliche Gedenkfeiern

Ein Terrorgruppe die davor es mehr schlecht als recht zusammengebracht hat, mit ein paar Selbstmordattentaten Aufmerksamkeit zu bekommen, und danach auch nicht mehr zusammengebracht hat, hat es auf einen Schlag geschafft ein Oparation in einer Präzision zu führen von dem sogar Militärs Respekt haben...

Alleine die Tatsache das im bestbewachten Flugraum der Welt jene zwei Funklöcher genutzt wurden um die Transponder abzuschalten, von denen es nur eine Handvoll Menschen gab die wußten das es diese Funklöcher gibt, benötigt verdammt viel wissen um die Eigenart des Systems zu kennen...

Alleine diese Ungereimtheiten werden niemals die Gerüchte verstummen lassen, die um dieses Verbrechen herrschen, mag sein das der eine oder andere Punkt geklärt werden kann, das sämtliche Ungereimtheiten passen, der glaube an den Teufel ist bei weitem realistischer!

Re: Re: Re: Ehrliche Gedenkfeiern

Ich zähle Terroristen, die sich in die Politik oder in Gemheimdiensten einnistet, nicht zu Regierungen oder zu Geheimdiensten - das wäre ungerecht gegenüber den tausenden die ihre Arbeit machen.

Die Aufgabe der Geheimdienste, Militärs und der Politik ist es nicht die eigenen Leute durch einen feigen Anschlag zu töten.

Die Verbrecher die 9/11 angerichtet haben sind Terroristen - ganz wurscht wo sie sitzen. Sie arbeiten nicht im Rahmen der Verfassung und sind daher auch nicht Teil der öffentlichen Institutionen - egal aus welcher Position aus sie agieren - sie sind Feinde der USA und ihrer Verbündeten.

Erst wenn die USA die Verfassung aufgibt, die Sprengung der Gebäude zugibt und sie als Absicht deklariert um Kriege zu führen - sind wir bei dem Fall, dass "die USA" hinter 9/11 steckt.

Man darf die Verbrecher nicht schützen indem man sie als "Offizielle" hinstellt. Das wäre eine Beleidigung von 99,99***% der netten und freundlichen US-Amerikaner.

Antworten Antworten Gast: noch einer
11.09.2012 13:44
3 2

Re: Re: Ehrliche Gedenkfeiern

"dass "die USA" etwas mit der Sprengung und den Attentaten zu tun hat. Es sind terroristische Netzwerke gewesen die US-Amerikaner und Iraker getötet haben."

Ohne US Politik wären die Anschläge nicht möglich gewesen (z.B Ausschaltung der US Luftverteidigung )

Wer soll den Sprengstoff angebracht haben ? Der Bruder des US Präsidenten Bush war Sicherheitsbeauftragter in den WTC .

Der Angriff auf Afghanistan war schon vor den Anschlägen vorbereitet .

Gast: xxxx
11.09.2012 10:11
3 1

Wieviele in den Twin-Towers waren Moslems?

Nur um mal zu hinterfragen, warum gerade Moslems diese Dinger eingerissen haben sollen.
Denn außer Tod und Verderben haben sie ja als Ergebnis nichts erwarten dürfen. Und das hat ihnen die USA ja auch gegeben.

9/11 ist das Mahnmal der Schande des Journalismus

Natürlich wurden die Hochhäuser gesprengt. Da gibt es nicht den geringsten Zweifel.

Aber es gibt 11 Jahre nach dem Attentat immer noch Zeitungen, Journalisten, etc. die Propaganda für die wahren Terroristen machen.

Darum ist 9/11 der Tag der Schande für die Presse.

 
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